Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

LINDE plc, IE00BZ12WP82

HAMBURG - Im Elbehafen Brunsbüttel hat es nach Angaben des Betreibers eine Premiere für die deutsche Schifffahrt gegeben.

04.10.2019 - 15:31:23

Premiere im Elbehafen - Flüssigerdgas von Schiff zu Schiff getankt. Am Freitag sei der Laderaumsaugbagger "Scheldt River" von dem weltgrößten LNG-Bunkerschiff "Kairos" direkt mit Flüssigerdgas (LNG) betankt worden. Bei dieser erstmaligen Bebunkerung von Schiff zu Schiff habe die "Scheldt River" rund 300 Kubikmeter des Kraftstoffs übernommen. Verglichen mit Dieselkraftstoff vermeidet LNG nahezu die Emissionen von Schwefel und Feinstaub und senkt den Ausstoß von Stickoxid um 80 Prozent sowie von Kohlendioxid (CO2) um 20 bis 30 Prozent.

Das 117 Meter lange Bunkerschiff mit Kapazität für rund 7500 Kubikmeter LNG (liquefied natural gas) gehört zum Hamburger LNG-Spezialisten Nauticor, eine Tochterfirma des Linde -Konzerns. Es war im Februar von der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer getauft worden. "Die Kairos" betankt Schiffe nicht nur während ihrer Liegezeit im Hafen wie am Freitag in Brunsbüttel, sondern auch auf See.

Die "Scheldt River" (DEME-Gruppe) arbeitet derzeit in der Unterelbe und wurde bisher durch Lkw-Belieferung mit LNG versorgt. Es sei gelungen, einen weiteren Meilenstein beim Aufbau einer flächendeckenden LNG-Versorgungsinfrastruktur zu erreichen, berichtete Nauticor-Geschäftsführer Mahinde Abeynaike. Durch Bunkerschiffe können auch größere Schiffe "ökologisch und ökonomisch sinnvoll mit signifikanten Mengen LNG bedient werden", heißt es in einer Mitteilung des Hafens.

"Der Hafen- und Industriestandort Brunsbüttel erfüllt alle Voraussetzung für die Nutzung, die Bebunkerung, den Umschlag und die Lagerung von LNG", resümierte der Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH, Frank Schnabel. Der Standort konkurriert mit Stade und Wilhelmshaven um die Ansiedlung eines LNG-Importterminals - mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz freute sich über die reibungslose Betankung. Neue Kraftstoffe erforderten neue Prozeduren beim Tankvorgang, "und diese Verfahren müssen in allererster Linie höchsten Sicherheitsansprüchen genügen", bilanzierte er.

@ dpa.de