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HAMBURG / HUSUM - In Deutschland schw√§chelt der Ausbau der Windenergie, aber weltweit ist die Lage f√ľr die Branche nach Einsch√§tzung der Commerzbank sehr viel g√ľnstiger.

09.09.2019 - 14:04:24

Commerzbank: Windenergie bleibt weltweit ein starker Markt. F√ľr die Windenergie an Land sei in den kommenden zehn Jahren mit einem j√§hrlichen Zubau von ungef√§hr 60 Gigawatt zu rechnen, hei√üt es in einer Analyse zur bevorstehenden Fachmesse Husum Wind, die am Montag in Hamburg vorgelegt wurde. Das w√§ren mehr als 17 000 Windr√§der mit einer Kapazit√§t von 3,5 Megawatt, die Jahr f√ľr Jahr weltweit neu errichtet werden - allerdings unter regionalen Schwankungen wegen politischer Ver√§nderungen. Etwa die H√§lfte der neuen Windr√§der entsteht in Asien.

Auf See werden k√ľnftig nach Prognose der Commerzbank deutlich mehr Windkraftwerke gebaut. Der Markt w√§chst demnach um 15 Prozent j√§hrlich von 4,3 Gigawatt 2018 auf 19,1 Gigawatt 2028. Das w√§ren dann j√§hrlich 1900 Gro√üanlagen mit 10 Megawatt Leistung, wie sie gegenw√§rtig f√ľr den Offshore-Markt entwickelt werden. "Es ist ein Muss f√ľr alle Akteure im Markt, sich international aufzustellen, um im Ausland neue M√§rkte zu erschlie√üen und kosteng√ľnstiger produzieren zu k√∂nnen", sagte Berthold Bonanni, Leiter der Commerzbank-Bereichs Energie.

Gro√üe Wachstumsm√§rkte wie China und Indien sind f√ľr europ√§ische Unternehmen kaum zug√§nglich, aber die Commerzbank sieht Chancen in L√§ndern wie Taiwan, S√ľdkorea und Japan, ebenso wie in S√ľdamerika. In vielen M√§rkten sichern Windparks ihre Erl√∂se, indem sie langfristige Vertr√§ge mit Industrieunternehmen als Abnehmern schlie√üen. Die Commerzbank ist einer der gro√üen Finanzierer von Erneuerbaren Energien in Deutschland und auch international in dem Gesch√§ft aktiv.

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