Senvion, LU1377527517

HAMBURG - Gewerkschaften, Belegschaft und Politik wollen sich gemeinsam für den Fortbestand der norddeutschen Standorte des Windkraftanlagenherstellers Senvion einsetzen.

27.03.2017 - 17:30:25

Senvion-Standorte erhalten. "Wir wollen um alle Standorte kämpfen", sagte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montag in Hamburg. Er hatte an einem Treffen mit Vertretern der IG Metall Küste, Senvion-Betriebsräten sowie Bürgermeistern teilgenommen. Vertreter des Vorstands waren trotz Einladung nicht zu diesem "Runden Tisch" gekommen. Das Unternehmen will Werke schließen und rund 730 Stellen in Deutschland abbauen.

Das Sondierungstreffen wurde von einer Protestkundgebung begleitet. Nach IG-Metall-Angaben nahmen rund 400 Beschäftigte teil, Beobachter sprachen von einem geringeren Zulauf.

"Ein Dialog kann nur entstehen, wenn man kommt und sich zusammensetzt", kritisierte der Bezirksleiter IG Metall Küste, Meinhard Geiken. "Die Betriebsräte haben viele gute Ideen, wie sich das Unternehmen für die Zukunft besser aufstellen kann. Dafür müssen keine Standorte geschlossen und nicht hunderte Beschäftigte entlassen werden", sagte er. Erwartet werde, dass die Geschäftsführung auf kommende Alternativen zu den geplanten Standortschließungen eingehen wird. Der Vorstand solle die ausgestreckte Hand zu Verhandlungen aufnehmen, verlangte Geiken.

Geschlossen werden sollen Senvion-Werke in Husum (Schleswig-Holstein) und Trampe (Brandenburg) sowie die Firma PowerBlades GmbH in Bremerhaven. Den Stellenabbau bezeichnet Senvion als Teil einer "Gesamtstrategie zur Sicherstellung einer erfolgreichen Zukunft".

Ein Senvion-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir sind gesprächsbereit, ziehen aber ein anderes Gesprächsformat vor. Die Fakten sind auf dem Tisch. Wir informieren in erster Linie, wir verhandeln da nicht." Schleswig-Holstein solle jedoch der wichtigste Standort in Deutschland bleiben, hieß es aus dem Unternehmen. Trotz des Sparkurses seien beispielsweise Investitionen in das schleswig-holsteinische Innovationszentrum Osterrönfeld geplant.

Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 3,4 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro, wie aus dem Geschäftsbericht 2016 hervorgeht. Der Jahresverlust ging von 106 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 65 Millionen Euro zurück.

@ dpa.de

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