Facebook Inc, US30303M1027

HAMBURG - Für die Werbewirtschaft verliert Facebook nach Einschätzung des Medienunternehmens Gruner + Jahr an Attraktivität.

16.04.2018 - 15:54:24

Verlagschefin Jäkel: Medien können von Facebook-Krise profitieren. Der Verlag baut darauf, dass Anzeigenkunden wieder zu den klassischen Medien zurückkehren. "Ich spüre, dass ein gewisser Verdruss in der Werbewirtschaft entsteht, die ersten Unternehmen wenden sich ab", sagte Verlagschefin Julia Jäkel der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) über Facebook. "Das Pendel war extrem weit ausgeschlagen, ich habe das immer für eine irrationale Überhöhung gehalten", so die Vorsitzende der Geschäftsführung des Hamburger Verlagshauses.

"Nun stellen die ersten Werbekunden fest: Es gibt kaum Kontrolle, in welchem Kontext die Anzeigen erscheinen, das Werbeerlebnis ist flüchtig", sagte Jäkel. "Ein wirklich inspirierter Markenaufbau gelingt dort nicht. Das kann so auf Dauer nicht gutgehen." Jäkel kritisierte außerdem die Geschäftspraktiken von Facebook. Das Sammeln privater und intimer Daten sei zum Geschäftszweck geworden. "Das Unternehmen experimentiert, wie einige andere aus dem Silicon Valley auch, sozusagen im Livebetrieb an der Gesellschaft. Das tut niemandem gut."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

EU-Verbraucherkommissarin: Verliere Geduld mit Facebook. "Ich will nicht verbergen, dass ich ziemlich ungeduldig werde", sagte EU-Verbraucherschutzkommissarin Vera Jourova am Donnerstag in Brüssel. Die Beratungen liefen bereits seit gut zwei Jahren. Facebook habe nun bis Ende des Jahres Zeit, um alle Bedenken auszuräumen. Andernfalls könnten die nationalen Behörden Strafen verhängen. BRÜSSEL - Die EU-Kommission erhöht den Druck auf das Online-Netzwerk Facebook wegen der mangelhaften Anwendung von europäischen Verbraucherschutzregeln. (Boerse, 20.09.2018 - 12:36) weiterlesen...

Studie: Facebooks Kampf gegen Falschinformation könnte Wirkung zeigen. Zumindest "vorübergehend" sei der Umfang an Falschinformationen vermutlich zurückgegangen, erklärten Wissenschaftler der Stanford und der New York University. Die absolute Menge an Fake-News sei jedoch sowohl bei Facebook als auch auf Twitter weiterhin groß, betonen die Forscher. Und bei der Verbreitung spiele Facebook eine sehr große Rolle. BERLIN - Facebooks Bemühen gegen die Verbreitung von Falschinformationen in seinem Sozialen Netzwerk nach den US-Wahlen 2016 könnte laut einer neuen Studie tatsächlich Früchte getragen haben. (Boerse, 19.09.2018 - 13:38) weiterlesen...

Bürgerrechtler: Facebook-Stellenanzeigen ermöglichen Diskriminierung. Das soziale Netzwerk ermögliche Arbeitgebern, Job-Angebote gezielt ausschließlich an Männer oder Frauen zu richten, obwohl dies gesetzlich verboten sei, argumentieren die Bürgerrechtler in einem am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Dokument. NEW YORK - Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU hat bei der Gleichstellungsbehörde eine Beschwerde gegen Facebook im Zusammenhang mit Diskriminierung bei Stellenanzeigen eingereicht. (Boerse, 19.09.2018 - 12:06) weiterlesen...

Amazon-Gründer will zwei Milliarden Dollar spenden. Sie gründeten dafür den Bezos Day One Fund, wie der Amazon-Chef in der Nacht zum Freitag bei Twitter bekanntgab. Bezos (54) ist der reichste Mann der Welt und sein Vermögen wird aktuell auf über 160 Milliarden Dollar geschätzt. Es besteht vor allem aus seiner Amazon-Beteiligung, deren Wert zuletzt dank steigender Aktienkurse stark gestiegen ist. SEATTLE - Amazon -Gründer Jeff Bezos und seine Ehefrau MacKenzie wollen zwei Milliarden Dollar für Kindergärten und den Kampf gegen Obdachlosigkeit spenden. (Boerse, 14.09.2018 - 12:37) weiterlesen...