Airbus, NL0000235190

HAMBURG / DUBAI - Mit der Auslieferung des letzten A380 beendet der Flugzeugbauer Airbus am Donnerstag das Kapitel des weltweit größten Großraumfliegers.

16.12.2021 - 06:34:04

Airbus liefert letzten A380 an Emirates aus. Der A380-Großkunde Emirates will auf dem Werksgelände in Hamburg-Finkenwerder die letzte bestellte Maschine dieses Typs in Empfang nehmen, wie ein Sprecher der arabischen Airline angekündigt hatte. Die Übergabe des Flugzeugs mit der Seriennummer MSN272 soll ohne größere Feier über die Bühne gehen. Insgesamt hat Emirates damit 123 Exemplare des doppelstöckigen Flugzeugs abgenommen, fast die Hälfte aller 251 jemals verkauften A380.

dagegen, mit 14 Exemplaren auch einer der größeren unter den insgesamt nur 14 A380-Kunden, hat das Kapitel offiziell geschlossen. Das sei kein Thema mehr, hatte Chef Carsten Spohr gesagt. Die Maschinen stehen eingemottet im spanischen Teruel, sechs davon hat Airbus bereits zu einem ungenannten Preis zurückgenommen.

Für viele Airlines sind derartige Flieger zu groß und verbrauchen mit ihren vier Triebwerken zu viel Treibstoff - das ist nicht wirtschaftlich, besonders wenn die Riesenjets nicht voll besetzt sind. Der amerikanische Rivale Boeing hatte es daher Airbus gleich getan, und Mitte 2020 das Aus für den Jumbo-Jet 747 angekündigt.

Anstoß für die Entwicklung des Riesenflugzeugs war ursprünglich die Idee, auf Rennstrecken zwischen großen Luftverkehrsknoten möglichst viele Passagiere mit möglichst wenigen Flugzeugen transportieren zu können. Mittlerweile haben sich indes Kundenwünsche geändert - Airlines bevorzugen eher kleinere zweistrahlige Maschinen für möglichst viele Direktflüge.

Deswegen sind zum Beispiel die Airbus-Maschinen der A320-Familie ein Kassenschlager, für dessen Fertigung in Hamburg und bald auch in Toulouse inzwischen die früheren A380-Hallen genutzt werden. Große Hoffnung setzt Airbus auf die neueste Variante A321XLR, die dank eines zusätzlichen Tanks im Rumpf und entsprechend höherer Reichweite auch für transatlantische Flüge zum Beispiel von Deutschland an die Ostküste der USA eingesetzt werden kann.

@ dpa.de

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