Transport, Verkehr

HAMBURG - Die Weltschifffahrtorganisation IMO gefährdet aus Sicht der deutschen Werftindustrie den bis 2050 nötigen klimaneutralen Umbau der Schifffahrtsindustrie.

29.11.2021 - 15:42:28

Werftindustrie: Weltorganisation klimapolitisch 'auf Schleichfahrt'. Trotz ehrgeiziger Bekenntnisse von Staaten und der maritimen Wirtschaft zu einem beschleunigten Klimaschutz, habe sich die IMO auf der jüngsten Sitzung ihres Umweltausschusses nicht zu einer Revision ihrer Klimaschutzziele durchringen können, kritisierte der deutsche Branchenverband VSM am Montag in Hamburg. Die IMO beharre auf ihrem früheren Fahrplan, eine solche Revision erst 2023 in Angriff zu nehmen und bleibe damit beim Klimaschutz "auf Schleichfahrt".

Die IMO, eine Sonderorganisation der UN, peilt bislang relativ unverbindlich an, den Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid bis 2050 zu halbieren und erst zum Ende des Jahrhunderts klimaneutral zu sein. Der Weltreederverband ICS will dagegen die Klimaziele deutlich verschärfen und bereits bis 2050 netto gar kein zusätzliches CO2 mehr in die Atmosphäre lassen. Einen entsprechenden Vorstoß hatte der Verband bei der IMO eingereicht.

Aus Sicht des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) bedeutet der zögerliche Kurs der IMO "fatale Aussichten für eine klimaneutrale Schifffahrt bis 2050". VSM-Geschäftsführer Ralf Sören Marquardt nannte den Klimawandel einen "globalen Tsunami, für dessen Abwendung es bereits schifftechnische Lösungen und Instrumente für deren Implementierung gibt". Allerdings sei Klimaneutralität bis 2050 "nur erreichbar, wenn der Einsatz verfügbarer Energieeffizienztechnologien und CO2-armer Treibstoffe jetzt für neue und existierende Schiffe verbindlich eingefordert und deren Einsatz massiv unterstützt wird." Davon sei die IMO aber noch weit entfernt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Handel für Aufhebung von Lieferbeschränkungen und Sonntagsfahrverbot. So sollten nach Ansicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) das Verbot von nächtlichen Lieferungen in Innenstädten und das Sonntagsfahrverbot für Lkw vorübergehend aufgehoben werden. "Die nächtlichen Einfahrverbote für Lkw in viele Städte stehen einer Belieferung der Filialen des Handels entgegen", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Daher sollten diese nächtlichen Anlieferbeschränkungen aufgehoben werden, zumindest solange eine angespannte Lage in den Lieferketten bestehe. BERLIN - Der Einzelhandel befürchtet in der Omikron-Welle Engpässe bei der Warenversorgung und spricht sich für eine Aussetzung von Lieferbeschränkungen aus. (Boerse, 22.01.2022 - 15:53) weiterlesen...

Ministerium bewertet Passagierflüge über Ukraine noch als sicher. "Derzeit liegen die Voraussetzungen für den Erlass eines Flugverbotes für den Luftraum der Ukraine nicht vor", teilte das Ministerium laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" mit. Die Entwicklung der Lage werde aber kontinuierlich überwacht. Das Verkehrsministerium kann eigenen Angaben zufolge bei Anhaltspunkten für eine erhebliche Gefährdung der Betriebssicherheit von Luftfahrzeugen auch außerhalb Deutschlands ein Überflugverbot verhängen. BERLIN - Der russische Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine stellt nach Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums noch keine Gefährdung für den Luftverkehr dar. (Boerse, 22.01.2022 - 15:40) weiterlesen...

Airbus kündigt im Streit mit Qatar Airways Vertrag für A321neo. Der Flugzeugbauer kündigte der Airline einen Auftrag für seinen aktuell schwer verfügbaren neuen Jet A321neo. Mit der Verweigerung der Lieferung von 50 bestellten Jets wehrt sich Airbus auch außergerichtlich gegen einen seiner wichtigsten Kunden. An der Börse setzte die Nachricht der Airbus-Aktie zu, sie gab kurz nach dem Handelsbeginn am Freitagmorgen um knapp 1,7 Prozent nach. LONDON - Der Streit zwischen Airbus und Qatar Airways geht in eine neue Runde. (Boerse, 21.01.2022 - 19:58) weiterlesen...

Krankenstand beim Personal: Flughafen Frankfurt erwartet Flugausfälle. Für das Wochenende rechnet der Betreiber Fraport mit Verzögerungen, Wartezeiten und vereinzelten Flugausfällen. FRANKFURT - Die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante zeigt Auswirkungen auf den Frankfurter Flughafen. (Boerse, 21.01.2022 - 17:12) weiterlesen...

Insolvenzverwalter für MV-Werften-Eigner Genting bestellt. Edward Simon Middleton, Wing Sze Tiffany Wong und Edward Alexander Niles Whittaker seien als Insolvenzverwalter eingesetzt worden, um einen Vorschlag für eine Restrukturierung des Unternehmens auszuarbeiten, teilte Genting am Freitag in Hongkong nach einer Gerichtsanhörung in Bermuda mit. HONGKONG/HAMILTON - Der zuständige Gerichtshof in Bermuda hat für den insolventen MV-Werften-Eigner Genting Hongkong die Insolvenzverwalter bestellt. (Boerse, 21.01.2022 - 13:50) weiterlesen...

Batteriezug mit Fahrgästen: Test in Baden-Württemberg und Bayern. Der Test im Regionalverkehr soll in Baden-Württemberg und Bayern losgehen und bis Anfang Mai dauern, wie beide Unternehmen am Freitag in Berlin mitteilten. DB-Regiochef Jörg Sandvoß sagte, mit dem ersten Batteriezug im Kundenbetrieb gehe man nun im Regionalverkehr den nächsten großen Schritt auf dem Weg zu einer emissionsfreien Bahn in Deutschland. Und Alstom-Manager Müslüm Yakisan erklärte, alternative Antriebe seien die Zukunft der Mobilität. STUTTGART/MÜNCHEN - Die Deutsche Bahn und Alstom wollen mit dem Probebetrieb eines Batteriezugs starten. (Boerse, 21.01.2022 - 10:29) weiterlesen...