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Transport, Verkehr

HAMBURG - Der Verband Deutscher Reeder (VDR) will sich aktiv an der Debatte über konkrete Maßnahmen für eine klimafreundliche und innovative Seeschifffahrt beteiligen.

07.09.2020 - 12:55:26

Verband Deutscher Reeder will aktiv am Klimaschutz mitarbeiten. "Für die deutsche Seeschifffahrt geht es längst nicht mehr um die Frage, ob sie Teil einer Dekarbonisierung ist - sondern welches der beste Weg ist, den Seeverkehr so schnell und umfassend wie möglich entscheidend klimafreundlicher zu machen", sagte Verbandspräsident Alfred Hartmann am Montag vor Beginn einer Konferenz der EU-Verkehrsminister am Dienstag in Hamburg. Die Herausforderung für Schifffahrt und Staaten sei, die CO2-Emissionen zu senken, ohne zugleich den notwendigen Seehandel einzuschränken. "Wir wollen dabei aktiv und konstruktiv mitgestalten", betonte Hartmann.

Die EU-Verkehrsminister kommen auf Einladung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in die Hansestadt. Sie beraten auf der Konferenz "Greening Shipping" mit Reedern, Schiffsbauern und Verbänden über Maßnahmen für eine innovative und klimafreundlichere Schifffahrt. Der Seeverkehr ist laut Verkehrsministerium eine "tragende Säule der europäischen Wirtschaft". Etwa neunzig Prozent des EU-Außenhandels und rund vierzig Prozent des innereuropäischen Warenverkehrs würden über den Seeweg abgewickelt. Gleichzeitig gilt die Schifffahrt als Nachzüglerin beim Umwelt- und Klimaschutz.

Die Umsetzung des "Green Deal" der Europäischen Kommission sei für die Branche eine Herausforderung, aber auch eine enorme Chance, sagte Hartmann. "Entscheidend sind neue, klimaneutrale Brennstoffe für Seeschiffe." Die EU werde innovativ vorn sein, "wenn diese Brennstoffe mit Hochdruck hier entwickelt, anwendungsreif und marktfähig gemacht werden". Hartmann machte sich erneut für globale CO2-Ziele stark: "Regionale Regelungen helfen dem Klima letztlich nicht ausreichend, schaden aber der Industrie auf dem Kontinent im harten globalen Wettbewerb."

@ dpa.de

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