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Evotec, DE0005664809

HAMBURG - Der Pharmawirkstoff-Forscher Evotec notierte Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit.

11.08.2021 - 13:01:25

Investitionen drücken auf das Evotec-Ergebnis - Prognose bestätigt. Das wäre ein Plus von bis zu rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet das Unternehmen mit 105 bis 120 Millionen Euro nach knapp 107 Millionen im vergangenen Jahr.

notierten Aktie gab am Mittag etwas mehr als ein Prozent auf 37,40 nach - damit stagniert das Papier auf dem zuletzt erreichten hohen Niveau zwischen rund 35 und knapp 40 Euro.

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen haben weiter kaum Auswirkungen auf das Geschäft von Evotec. "In der ersten Jahreshälfte konnten alle Standorte ihren Betrieb fortführen. Im Vergleich zu anderen Unternehmen waren die Einschränkungen marginal", hieß es im Quartalsbericht. Finanziell habe die Krise bisher auch nur geringe Folgen. So habe es bei einigen erwarteten Meilensteinzahlungen von Partnern Verzögerungen gegeben.

Evotec arbeitet als Auftragsforscher unter anderem für Pharmaunternehmen und akademische Einrichtungen, baute aber in den vergangenen Jahren auch die eigene Medikamentenentwicklung aus. Durch Allianzen aber auch Übernahmen hat das Unternehmen, das zunächst auf einfach aufgebaute Wirkstoffmoleküle (niedermolekulare Wirkstoffe) spezialisiert war, seine Expertise in den vergangenen Jahren ausgebaut. Konzernchef Werner Lanthaler sieht Evotec am Beginn einer neuen Entwicklungsstufe.

Der Firmenlenker hatte dem Unternehmen auf dem letzten Kapitalmarkttag ehrgeizige Mittelfristziele verordnet, die nach den Zahlen zum Quartal ebenfalls bestätigt wurden. Bis 2025 soll der Umsatz auf mehr als eine Milliarde Euro anwachsen. Zum Vergleich: 2020 hatte Evotec rund eine halbe Milliarde Euro eingenommen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll auf mindestens 300 Millionen Euro steigen - das wäre dann rund drei Mal so viel wie noch 2020.

Für sein geplantes Wachstum kann der Konzern auf eine gut gefüllte Kasse zugreifen, auch wenn die Liquidität wegen der Investitionen leicht auf rund 449 Millionen Euro zurückging. Derzeit investiert der Konzern in den Aufbau von zwei Produktionsanlagen für biopharmazeutisch hergestellte Arzneien, die auf einer von der US-Tochter Just-Evotec Biologics entwickelten Technologie beruhen - eine davon wurde am Mittwoch eröffnet. Lanthaler verspricht sich hiervon erhebliche Kostenvorteile in der Produktion.

Das Unternehmen will zudem auch wieder stärker in den Fokus der US-Investoren rücken. Aus diesem Grund beantragte Evotec Anfang August die Notierung sogenannter Hinterlegungsscheine (ADRs) als Zweitnotiz an der Technologiebörse Nasdaq. Geplant ist diese in der zweiten Jahreshälfte. Die neuen Aktien sollen aus dem genehmigten Kapital ausgegeben werden.

Evotec war schon einmal im vergangenen Jahrzehnt im Zuge der Übernahme des US-Biotechunternehmens Renovis an der Nasdaq gelistet, hatte sich dann aber freiwillig von dort zurückgezogen, um sich stärker auf den heimischen Finanzmarkt zu konzentrieren. Zudem ist eine Zweitnotiz auch ein Kostenfaktor.

Allerdings gelten angelsächsische Investoren gegenüber der Biotechbranche als aufgeschlossener und investitionsfreudiger, weswegen beispielsweise auch die ebenfalls im MDax notierten Branchenmitglieder Morphosys und Qiagen über eine Zweitnotierung in den USA verfügen. Das für seinen Corona-Impfstoff bekannte Mainzer Unternehmen Biontech hat sogar seine Hauptnotiz an der Nasdaq.

@ dpa.de