Transport, Verkehr

HAHN - Die Insolvenz des Flughafens Frankfurt-Hahn in Rheinland-Pfalz hat fĂŒr Hessen als MiteigentĂŒmer zunĂ€chst direkten finanziellen Auswirkungen.

20.10.2021 - 16:31:03

Land Hessen: Keine finanzielle Verpflichtung nach Hahn-Insolvenz. "Klar ist, dass das Land Hessen auch nach Stellung des Insolvenzantrags keine Pflichten zu einer finanziellen UnterstĂŒtzung der Flughafen Frankfurt Hahn GmbH hat", sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums in Wiesbaden am Mittwoch. Das Land sei nach wie vor an einem Verkauf der seiner Anteile interessiert.

Hessen hĂ€lt 17,5 Prozent an der Flughafen Frankfurt Hahn GmbH. Dem chinesischen Großkonzern HNA gehören 82,5 Prozent. HNA hatte im Sommer 2017 vom Land Rheinland-Pfalz die Anteile erworben. Hessen verkaufte dagegen nicht, "weil sich offene Fragen hinsichtlich der Struktur auf der KĂ€uferseite ergeben hatten, die sich kurzfristig nicht klĂ€ren ließen", sagte die Sprecherin.

Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH im HunsrĂŒck hat am Dienstag Insolvenz angemeldet. Die hessische Landtagsfraktion der Linken hat die schwarz-grĂŒne Landesregierung in Wiesbaden aufgefordert, "sich nun in ihrem Interesse in das anstehende Insolvenzverfahren einzubringen". Die hessische FDP beantragt eine Sondersitzung des Haushaltsausschusses zu dem Thema. "Die Landesregierung muss darlegen, ob mit dem hessischen Anteil sorgsam umgegangen wurde und ob möglicherweise ein guter Zeitpunkt verschlafen wurde, die hessischen Anteile zu verkaufen", sagte Marion Schardt-Sauer, Sprecherin fĂŒr Haushalt und Finanzen.

Auch in Hessen gibt es einen defizitĂ€ren Regionalflughafen: Der Kassel Airport kĂ€mpfte in der Corona-Pandemie mit einem massiven RĂŒckgang der Passagierzahlen. 27 755 FluggĂ€ste wurden im Jahr 2020 gezĂ€hlt. Im Jahr zuvor waren es 120 712 Passagiere gewesen. Eine Auswirkung der Hahn-Insolvenz auf den Betrieb des Kassel Airports sehe man aber nicht, teilte das Finanzministerium mit: "Kassel Airport bewegt sich innerhalb der wirtschaftlichen Planungen fĂŒr das Jahr 2021."

@ dpa.de

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