Einzelhandel, Produktion

HAGEN - Ein kräftiger Wachstumsschub im Onlinehandel hat Deutschlands größer Buchhandelskette Thalia im Geschäftsjahr 2020 / 21 trotz coronabedingter Ladenschließungen gute Geschäfte beschert.

19.10.2021 - 13:37:27

Buchhandelskette Thalia wächst dank Online-Erfolgen. Insgesamt stiegen die Umsätze der Kette in Deutschland und Österreich um rund 7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, wie Thalia-Chef Michael Busch am Dienstag mitteilte. Angaben zum Ergebnis machte das Unternehmen nicht.

Wachstumstreiber war der Onlinehandel. Das E-Commerce-Geschäft von Thalia wuchs binnen Jahresfrist um rund 65 Prozent. Dadurch erhöhte sich der der OnlineAnteil am Umsatz von rund 28 auf 40 Prozent. Die Umsätze in den Filialen in Deutschland und Österreich gingen dagegen durch die monatelangen Filialschließungen im Zuge der Pandemie um rund 16 Prozent zurück.

"Der Schaden durch die Zwangsschließungen unserer Buchhandlungen beträgt, über beide Corona-Jahre hinweg, rund 65 Millionen Euro", klagte Busch. Davon übernehme der Staat vermutlich einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Den Rest müsse das Unternehmen über Kredite finanzieren. Das Geld fehle somit für notwendige Investitionen. Trotzdem habe Thalia in der Krise keinen Buchladen aufgegeben und keine Beschäftigten wegen der Pandemie entlassen.

Neben Bücher verkauft Thalia in seinen Filialen auch immer mehr Spielzeug. Durch den Rückzug des Spielzeugfachhandels aus den Innenstädten übernehme Thalia verstärkt dessen Rolle, berichtete Busch. Spielwaren hätten inzwischen einen Anteil von rund 10 Prozent am Gesamtsortiment.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH/Metro strebt langfristig mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz an (das Geschäftsjahr 2020/21 endete Ende September rpt September) (Boerse, 26.01.2022 - 15:22) weiterlesen...

Metro strebt langfristig mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz an. Dabei sollen die Erlöse 2022 bis 2025 zunächst im Schnitt um drei bis fünf Prozent jährlich steigen, wie das Unternehmen am Mittwoch auf seinem Kapitalmarkttag mitteilte. Im vergangenen Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende Dezember) hatte der Umsatz bei rund 24,8 Milliarden Euro gelegen. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll bis 2025 ebenfalls im jährlichen Mittel um drei bis fünf Prozent zulegen und bis 2030 mehr als zwei Milliarden Euro erreichen. Zuletzt erzielte Metro hier knapp 1,2 Milliarden. METRO - Der Großhandelskonzern Metro will in den kommenden Jahren das Wachstum beschleunigen und bis 2030 die Umsatzmarke von 40 Milliarden Euro knacken. (Boerse, 26.01.2022 - 14:10) weiterlesen...

Gericht: Nur zwei Geschlechter beim Online-Shopping diskriminieren. KARLSRUHE - Wenn Unternehmen beim Online-Shopping nur die Anreden "Frau" und "Herr" zur Auswahl anbieten, ist das nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe unerlaubte Diskriminierung nicht binärer Menschen. So bezeichnen sich Personen, die sich nicht einer der Kategorien männlich oder weiblich zuordnen. Wenn sie beim Bestellvorgang keine dritte Auswahloption haben, ist das nach der Entscheidung des Gerichts ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wegen des Geschlechts. Die Betroffenen würden in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletzt, teilte das OLG am Mittwoch mit. (Az. 24 U 19/21, Urteil vom 14. Dezember 2021) Gericht: Nur zwei Geschlechter beim Online-Shopping diskriminieren (Boerse, 26.01.2022 - 13:22) weiterlesen...

Gericht der EU erklärt Milliardenstrafe gegen Intel für nichtig. Weil sie unter anderem Einwände des Unternehmens nicht ausreichend geprüft habe, erklärte das Gericht der EU eine 1,06 Milliarden Euro schwere Wettbewerbsstrafe am Mittwoch zulasten von Intel für nichtig (Rechtssache T-286/09). Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, dass es versucht habe, Konkurrenz rechtswidrig aus dem Markt zu drängen. Gegen das Urteil kann noch Einspruch beim EuGH eingelegt werden. Die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager sagte nach der Urteilsverkündung, man müsse den Richterspruch nun genau analysieren. LUXEMBURG - Im jahrelangen Rechtsstreit um eine Milliardenstrafe zulasten des Chip-Riesen Intel hat die EU-Kommission eine Niederlage hinnehmen müssen. (Boerse, 26.01.2022 - 13:19) weiterlesen...

Der Onlinehandel wächst und wächst und wächst. Lässt man Lebensmittel beiseite, so sicherten sich Amazon und seine Rivalen sogar ein Fünftel des Geldes, wie der Branchenverband BEVH am Donnerstag mitteilte. Gerade in der Pandemie boomt der Onlinehandel. BERLIN - Jeder siebte Euro, den die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr für Lebensmittel, Elektronik, Möbel und Bekleidung ausgaben, landete in den Kassen des Onlinehandels. (Wirtschaft, 26.01.2022 - 13:02) weiterlesen...

Gericht der EU erklärt Milliardenstrafe gegen Intel für nichtig. Weil sie unter anderem Einwände des Unternehmens nicht ausreichend geprüft habe, erklärte das Gericht der EU eine 1,06 Milliarden Euro schwere Wettbewerbsstrafe am Mittwoch zulasten von Intel für nichtig (Rechtssache T-286/09). Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, dass es versucht habe, Konkurrenz rechtswidrig aus dem Markt zu drängen. Gegen das Urteil kann noch Einspruch beim EuGH eingelegt werden. LUXEMBURG - Im jahrelangen Rechtsstreit um eine Milliardenstrafe zulasten des Chip-Riesen Intel hat die EU-Kommission eine Niederlage hinnehmen müssen. (Boerse, 26.01.2022 - 12:23) weiterlesen...