Tesla, US88160R1014

GRÜNHEIDE - Knapp ein halbes Jahr nach der Eröffnung der europaweit ersten Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide bei Berlin haben Hunderte Interessierte einen Informationstag besucht.

11.09.2022 - 16:44:30

Hunderte bei Infotag von Tesla - Produktion fährt weiter hoch. Am Sonntag konnten Bürgerinnen und Bürger in einer Halle Fragen über das Logistikkonzept, die Wasserversorgung, den Schutz von Umwelt und Gewässer, die geplante Batteriezellfertigung, die vorgesehene Erweiterung der Fläche und das Arbeiten bei Tesla stellen. Nach Angaben des Unternehmens kamen mehr als 500 Menschen. An 14 Ständen gaben Mitarbeiter Auskunft. Vor der Halle konnten Probefahrten gemacht werden. Für Kinder gab es in der Halle elektrobetriebene Mini-Teslas.

Das Hochfahren der Produktion in der neuen Fabrik geht nach Angaben des Unternehmens "sehr gut" voran. Eine aktuelle Zahl nannte Tesla nicht. Im Sommer wurden 1000 Autos pro Woche gebaut, was etwa ein Zehntel der vollen Auslastung ist. Bis zum ersten Quartal 2023 werden nach dpa-Informationen bisher 5000 angepeilt.

Der Autobauer will den Wasserverbrauch in seiner Fabrik verringern. Die Senkung des Verbrauchs von Frischwasser ist laut Unternehmen weiter ein Hauptziel. Laut Tesla werden pro Auto etwa 2,2 Kubikmeter Frischwasser verbraucht - dabei ist die geplante eigene Batteriefertigung in Grünheide bereits eingerechnet. Der Verbrauch könne unter anderem durch den Einsatz von Hybrid-Kühltürmen oder eine Trockenreinigung von Anlagenteilen gesenkt werden. Der Branchendurchschnitt liegt nach Angaben von Tesla bei einem Verbrauch von fast vier Kubikmetern Frischwasser. Wann die neue Batteriefabrik öffnen soll, ist unklar. Die Anbindung an das Werk soll besser werden: Ein Zugshuttle ist für Frühjahr 2023 geplant.

Im Oktober 2021 hatte Tesla zum Tag der offenen Tür in die neue Fabrik eingeladen - noch vor der Eröffnung. Damals war auch Tesla-Chef Elon Musk zu Gast. Er hatte Grünheide Anfang August besucht.

@ dpa.de