Uniper, DE000UNSE018

GREVENBROICH - Die Polizei hat in der Nacht zu Samstag die Blockade des Braunkohlekraftwerks Neurath am Niederrhein durch Umweltaktivisten beendet.

06.11.2021 - 10:53:27

Polizei beendet Blockade von Braunkohlekraftwerk Neurath. Aktivisten hatten sich in Grevenbroich an Schienen der Gleise gekettet, auf denen die Kohle zum Kraftwerk gebracht wird. Die Polizei habe die Ketten und die mit Beton gefüllten Rohre zersägen und die Gleise freiräumen können. Die Nacht sei danach sehr ruhig gewesen. "Es scheint sich erledigt zu haben", sagte ein Polizeisprecher in Aachen.

Am Samstagmorgen hätten sich noch 26 Menschen in Polizeigewahrsam befunden. Elf von ihnen sollten für ein mehrtägiges Gewahrsam Richtern vorgeführt werden. Aktivisten hatten sich an zwei Stellen der Gleise festgekettet.

Die Aktivisten hätten sich zuvor an Betonfässer und an Zementblöcken unter den Schienen fixiert, hieß es. Anlass für den Protest war die Weltklimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow. "Die Weltklimakonferenz findet seit 26 Jahren statt. Seitdem sind die CO2-Emissionen um 60 Prozent angestiegen. Wir brauchen mehr als leere Versprechungen", sagte eine Sprecherin von "Block Neurath".

Parallel zu den Klimaverhandlungen sind in der ersten Novemberhälfte weitere Aktionen von Aktivisten in ganz Deutschland geplant. Braunkohlekraftwerke gelten als Europas größte Produzenten des klimaschädlichen Kohlendioxids.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Gewerkschafter pochen auf gute neue Jobs nach Kohleausstieg. "Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie Kurs hält, den Strukturwandel flächendeckend mit der Verankerung von guter Arbeit im Revier verbindet und die Auszahlung der Strukturförderung zeitlich anpasst", mahnte der DGB-Bezirkschef Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach. Neue Arbeitsplätze müssten tariflich bezahlt, mitbestimmt und sozial abgesichert sein. COTTBUS - Bei einem beschleunigten Kohleausstieg verlangt der Deutsche Gewerkschaftsbund von der Politik Einsatz für gut bezahlte neue Jobs. (Boerse, 01.12.2021 - 07:08) weiterlesen...

Pinkwart: Bei früherem Kohleausstieg Fördermittel schnell zahlen. Sollte Deutschland bereits 2030 die Kohleverstromung beenden, müsste die Auszahlung der Strukturfördermittel "dringend beschleunigt werden", sagte Pinkwart dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag). Für NRW stehen 14,8 Milliarden Euro zur Verfügung. Sinnvoll wäre es, für die Fördermittel "möglichst ein Sondervermögen zu bilden, statt sie im alljährlichen Haushaltsverfahren bereitzustellen", so der Minister. Dies würde die Planbarkeit erhöhen und die Umsetzung deutlich beschleunigen. Zu Kernpunkten des künftigen Regierungsprogramms der Berliner Ampel-Koalition zählt es, die Anstrengungen für den Klimaschutz zu erhöhen. Der bisher bis spätestens 2038 geplante Kohleausstieg soll "idealerweise" auf 2030 vorgezogen werden. DÜSSELDORF/BERLIN - NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat einen finanziellen Ausgleich für einen früheren Kohleausstieg gefordert. (Wirtschaft, 26.11.2021 - 05:19) weiterlesen...

Mibrag will Klarheit, CDU warnt vor Jobabbau. Haseloff sagte dem MDR am Donnerstag, die Passage, wonach der Kohleausstieg idealerweise bis 2030 erfolgen solle, sei für die Menschen enttäuschend und verunsichernd. MAGDEBURG/ZEITZ - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den geplanten vorzeitigen Kohleausstieg im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP im Bund kritisiert. (Boerse, 25.11.2021 - 15:28) weiterlesen...

Haseloff kritisiert vorzeitigen Kohleausstieg. Haseloff sagte dem MDR am Donnerstag, die Passage, wonach der Kohleausstieg idealerweise bis 2030 erfolgen solle, sei für die Menschen enttäuschend und verunsichernd. "Das ist ein Signal an die Menschen, dass man Politik nur bedingt trauen kann", sagte Haseloff. MAGDEBURG - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den geplanten vorzeitigen Kohleausstieg im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP im Bund kritisiert. (Boerse, 25.11.2021 - 11:32) weiterlesen...

Göring-Eckardt überzeugt: Kohleausstieg bis 2030 wird gelingen BERLIN - Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat sich mit Blick auf den Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien zuversichtlich für einen Kohleausstieg bis 2030 gezeigt. (Boerse, 25.11.2021 - 09:47) weiterlesen...