Transport, Verkehr

GOSLAR - Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat einen schnellen Ausbau von Fahrradparkhäusern gefordert.

18.08.2022 - 12:56:25

Verkehrsminister Wissing fordert schnellen Ausbau von Radparkhäusern. So solle unter anderem der intermodale Verkehr gefördert werden, sagte er bei einem Vortrag auf dem Verkehrsgerichtstag am Donnerstag in Goslar. Der Kongress zu verkehrsrechtlichen Themen geht noch bis Freitag und endet traditionell mit Empfehlungen an den Gesetzgeber.

Er befürworte es, wenn Pendler beispielsweise mit dem Fahrrad zum Bahnhof und von dort weiter mit dem Zug zu ihrem Arbeitsplatz fahren würden. Dafür brauche es aber die entsprechende Infrastruktur. "Fahrräder haben heutzutage einen anderen Wert als in der Vergangenheit", sagte Wissing. Deshalb brauche es beispielsweise an Bahnhöfen sichere Abstellmöglichkeiten. Für einen schnellen Ausbau von Fahrradparkhäuser sei angesichts des Fachkräftemangels auch eine serielle Fertigung denkbar.

"Deutschland soll Fahrradland werden", betonte der Minister. Neben Parkhäusern müsse deshalb generell die Infrastruktur für den Radverkehr verbessert werden. Es brauche etwa geschlossene Netze möglichst vom restlichen Verkehr abgetrennter Radwege. Ein guter Radweg habe dabei mindestens eine Breite 2,5 Metern je Richtung, sagte Wissing in Bezug auf einen durch das Verkehrsministerium geförderten Leitfaden für den Radverkehr. Vielen Menschen sei Radfahren zu unsicher: "Wenn Eltern ihre Kinder lieber mit dem Auto zur Schule bringen, statt sie auf das Fahrrad zu setzen - dann läuft etwas falsch."

Der Gerichtstag ist am Mittwoch in Goslar gestartet. In diesem Jahr nehmen 1211 Teilnehmer aus rund zwölf europäischen Ländern teil. Der Kongress wurde wegen der Pandemie kurzfristig aus dem Januar in den August verschoben. Er zählt zu den wichtigsten Treffen von Fachleuten für Verkehrssicherheit und Verkehrsrecht in Deutschland.

@ dpa.de