Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Bosch, Maschinenbau

GERLINGEN - Der Aufsichtsratschef des weltgrößten Autozulieferers Bosch, Franz Fehrenbach, wirft den politischen Entscheidungsträgern in Europa in Sachen Autoantrieben eine unzureichend begründete Bevorzugung von E-Fahrzeugen vor.

22.12.2020 - 16:29:27

Bosch-Aufsichtsratschef sieht unbegründete Bevorzugung von E-Autos. Es werde "zuungunsten des Verbrennungsmotors mit zweierlei Maß gemessen - und zwar zum Nachteil des Klimas. Dagegen müsste die deutsche Industrie eigentlich geschlossen auf die Barrikaden gehen", sagte Fehrenbach den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch).

Jeder wisse, dass auch Elektroautos im deutschen und europäischen Strommix - anders als vielfach behauptet - nicht klimaneutral unterwegs seien. "Trotzdem werden sie als Null-CO2-Fahrzeuge behandelt, weil der Gesetzgeber die Energiebilanz zur Erzeugung des Ladestroms ausblendet." Zudem kämen die Batteriezellen, für deren Herstellung sehr viel Strom benötigt werde, überwiegend aus dem asiatischen Raum, "wo der Strom noch zu einem sehr hohen Anteil aus Kohlekraftwerken" komme. All diese Emissionen würden bei den Angaben zum CO2-Verbrauch von E-Fahrzeugen eliminiert.

Grundsätzlich spreche zwar nichts gegen die Elektromobilität, aber die Marktreife sei bei E-Fahrzeugen "einfach noch nicht gegeben". Das fange schon bei der Lade-Infrastruktur an, die immer noch zu wünschen übrig lasse. "Wollten wir wirklich auf eine Million Ladepunkte bis 2030 kommen, müssten wir jede Woche 2000 davon neu installieren", sagte Fehrenbach. "Tatsächlich sind es derzeit 200 - und dabei sprechen wir von Deutschland."

Fehrenbach war lange Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, ehe er 2012 in den Aufsichtsrat wechselte. Bosch hat weltweit etwa 400 000 Mitarbeiter. Der Konzern hatte zuletzt für diverse Standorte den Abbau von Stellen angekündigt - vor allem dort, wo die Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor groß ist. Bei dem Unternehmen hängen nach Angaben von Mitte 2019 weltweit etwa 50 000 Arbeitsplätze allein vom Diesel ab, der wegen seines vergleichsweise hohen Schadstoff-Ausstoßes besonders in die Kritik geraten ist.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Tarifgespräche fortsetzen - IG Metall pocht auf konkretes Angebot (Boerse, 03.03.2021 - 13:49) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP/VW-Personalleiter Meiswinkel: Tarifgespräche wieder aufnehmen (Tippfehler im zweiten Absatz berichtigt) (Boerse, 03.03.2021 - 10:17) weiterlesen...

VW-Personalleiter Meiswinkel: Wollen Tarifgespräche wieder aufnehmen WOLFSBURG - Volkswagen zu Warnstreik-Aktionen. (Boerse, 03.03.2021 - 05:42) weiterlesen...

IG Metall Südwesten setzt in Tarifrunde jetzt auf Warnstreiks. Bei Bosch in Stuttgart, wo die Nachtschicht aufgerufen ist, die Arbeit niederzulegen, ist eine erste Kundgebung schon am frühen Morgen (4.30 Uhr) geplant. Eine weitere inklusive Demonstrationszug soll es am Vormittag beim Autozulieferer Mahle Behr ebenfalls in Stuttgart geben. Der Dienstag ist der erste Tag nach dem Ablauf der Friedenspflicht. Die IG Metall hat bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. STUTTGART - Mit ersten Warnstreiks noch in der Nacht will die IG Metall in der laufenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie im Südwesten am Dienstag den Druck erhöhen. (Wirtschaft, 02.03.2021 - 05:43) weiterlesen...

Bayerische Metaller laufen sich für Warnstreiks warm. In Bayern nahmen der Gewerkschaft zufolge mehrere tausend Beschäftigte aus über 200 Betrieben an Aktionen teil. Ab Mitternacht, mit Ablauf der Friedenspflicht, soll es dann mit Warnstreiks losgehen - unter anderem beim Autozulieferer Bosch Rexrodt in Lohr am Main und im schwäbischen Elchingen sowie bei Linde Material Handling in Weilbach bei Aschaffenburg. MÜNCHEN - Mit einem Aktionstag hat die IG Metall am Montag bundesweit die heiße Phase der laufendenden Tarifauseinandersetzung eingeläutet. (Boerse, 01.03.2021 - 14:41) weiterlesen...