Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Curevac, NL0015436031

GENF - In der Welthandelsorganisation (WTO) droht ein Vorstoß zu scheitern, den Patentschutz bei Corona-Medikamenten und Impfstoffen zu lockern.

17.12.2020 - 14:32:28

Kaum Chancen auf Aussetzung von Patentschutz für Corona-Mitteln. Der Vorschlag von Indien und Südafrika wird von Hilfsorganisationen aus aller Welt unterstützt. Der Rat der 164 WTO-Mitgliedsländer wollte sich am Donnerstag in Genf damit befassen, aber Vertreter von Ländern, in denen Impfstoffe und Medikamente entwickelt werden, haben dem schon im Vorfeld eine Absage erteilt.

"Es darf auf keinen Fall dazu kommen, dass durch geistige Eigentumsrechte Impfstoffe, Medikamente, Diagnostika, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte künstlich verknappt werden", sagte Marco Alves von der Medikamentenkampagne der Organisation Ärzte ohne Grenzen in Deutschland. "Es darf nicht sein, dass reiche Länder den breit unterstützten Vorschlag zum Nachteil der Armen blockieren."

Dagegen sagte ein WTO-Botschafter aus dem Lager der reichen Länder, der Patentschutz sei der Anreiz für private Firmen, Medikamente und Impfstoffe überhaupt zu entwickeln. "Eine Aussetzung solcher Patente wäre ein falsches Signal", meinte er vor dem WTO-Treffen. Das internationale Abkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte an Geistigem Eigentum (TRIPS) sehe schon die Möglichkeit vor, in bestimmten Fällen Sonderlizenzen zu vergeben. "Wir sehen nicht, wie das TRIPS-Abkommen das Ausliefern von Impfstoffen gegen das Coronavirus behindert", sagte der Diplomat.

"Selbst, wenn die Patente ausgesetzt würden, würde nicht eine einzige Impfdosis mehr zur Verfügung stehen", sagte der Generaldirektor des internationalen Pharmaverbandes IMFPA, Thomas Cueni, vergangene Woche. Problem bei der Produktion von Corona-Impfstoffen seien nicht die Patente, sondern der Mangel an Produktionsstätten, meinte der Wissenschaftsdirektor von Johnson & Johnson, Paul Stoffels, in einer Pressekonferenz der IMFPA. Es seien neue Produktionstechnologien entwickelt worden, der Aufbau einer Anlage dauere bis zu fünf Jahre.

Patentschutz sei der Grund, warum Investoren überhaupt Geld gäben, um Diagnostika, Medikamente und Impfstoffe zu entwickeln, sagte der Chef der Pharmafirma Pfizer , Albert Bourla.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Curevac erwartet Impfstoff-Zulassung im Juni - Weiter hohe Verluste. Sowohl die Beantragung der Zulassung als auch die Zulassung selbst erwarte das Unternehmen im zweiten Quartal dieses Jahres, sagte ein Sprecher von Curevac am Donnerstag in Tübingen. Die klinische Entwicklung befinde sich in der finalen Phase und die Daten für das rollierende Zulassungsverfahren durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) würden rechtzeitig erwartet, hieß es bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2020. TÜBINGEN - Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac möchte seinen Corona-Impfstoff von Juni an einsetzen können. (Boerse, 15.04.2021 - 17:54) weiterlesen...

Curevac erwartet Zulassung im zweiten Quartal - hohe Verluste. Die klinische Entwicklung befinde sich in der finalen Phase und die Daten für das rollierende Zulassungsverfahren durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) würden rechtzeitig erwartet, gab das Unternehmen am Donnerstag in Tübingen bekannt. TÜBINGEN - Das Biotech-Unternehmen Curevac geht weiter davon aus, noch im zweiten Quartal des Jahres eine Zulassung für seinen Corona-Impfstoff zu erhalten. (Boerse, 15.04.2021 - 14:26) weiterlesen...

Zweitimpfung nach Astra mit anderem Präparat - Debatte über Impftempo. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister der Länder einstimmig geeinigt und folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Im Einzelfall soll aber auch eine Zweitimpfung mit Astrazeneca möglich sein. BERLIN - Unter 60-Jährige, die bereits einmal mit Astrazeneca geimpft wurden, sollen für ihre Zweitimpfung in der Regel die Präparate von Biontech oder Moderna erhalten. (Boerse, 14.04.2021 - 13:07) weiterlesen...

Jüngere Astrazeneca-Geimpfte sollen auf anderes Präparat umsteigen. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. Sie folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. BERLIN - Klarheit für mehr als zwei Millionen Menschen unter 60 Jahren, die in Deutschland bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben: Sie sollen bei der notwendigen Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen. (Wirtschaft, 14.04.2021 - 08:01) weiterlesen...