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GENF - Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten russisch-amerikanischen Gipfeltreffen in Genf hat US-Präsident Joe Biden am Dienstag die Schweizer Regierungsspitze getroffen.

15.06.2021 - 19:19:27

Schweiz und USA wollen humanitäre Hilfe für den Iran ausbauen. Es habe einen äußerst warmherzigen Austausch gegeben, betonte der Schweizer Präsident Guy Parmelin anschließend. Er wünschte den Präsidenten der Supermächte für Mittwoch fruchtbare Gespräche. Kremlchef Wladimir Putin wurde erst am Mittwochvormittag in Genf erwartet.

Ein Thema des bilateralen Treffens seien die diplomatischen Dienste der Schweiz für die USA in Teheran gewesen, sagte Außenminister Ignazio Cassis. Die Schweiz vertritt die Interessen der USA im Iran, weil Washington keine diplomatischen Beziehungen zum Iran unterhält. Man habe erörtert, wie der humanitäre Korridor zur Unterstützung der iranischen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und anderen notwendigen Gütern ausgebaut werden könne.

Die USA wollten überdies ihre Forschungszusammenarbeit ausbauen, sagte Parmelin. Biden habe vor der Schweizer Entscheidung über den Kauf neuer Kampfjets auch für die beiden amerikanischen Maschinen geworben, die im Rennen sind.

Biden hatte im April für Irritationen in Bern gesorgt, als er die Schweiz als Steuerparadies bezeichnet hatte und nahelegte, dass Reiche dort mithilfe von Schweizer Banken Gelder vor dem Fiskus verstecken. Die Schweiz schrieb umgehend einen Protestbrief, in dem sie darlegte, sie halte alle internationalen Steuer- und Transparenzabmachungen ein. Präsident Parmelin kalauerte bei der Pressekonferenz, dass das Wort "Paradies" bei dem Austausch durchaus gefallen sei, aber nicht im Zusammenhang mit Steuern.

@ dpa.de

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