Pharma, Biotechnologie

GENF - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Impfpflicht nur als letztes Mittel, falls Menschen nicht anderweitig vom Nutzen einer Impfung überzeugt werden können.

12.01.2022 - 19:26:31

WHO: Impfpflicht muss zeitlich begrenzt sein. "Wir rufen immer dazu auf, dass eine Impfpflicht klar, eindeutig und zeitlich begrenzt ist", sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Mittwoch in Genf. Solch ein Schritt müsse begleitet sein von angemessener Risikokommunikation.

Vor einer Impfpflicht müssten alle Maßnahmen ausgeschöpft werden, um sicherzustellen, dass Bürgerinnen und Bürger angemessen informiert sind. Zudem müsse sichergestellt sein, dass "die Resultate einer Impfpflicht für die öffentliche Gesundheit und die Gesellschaft schwerer wiegen als die Beeinträchtigung individueller Rechte oder individueller Freiheiten".

"Wie sehen eine Impfpflicht als letztes Mittel, im Fall einer großen Epidemie, wie wir sie in den letzten Monaten mit Delta und Omikron gesehen haben, wenn wir wissen, dass Impfungen Leben retten werden", sagte Ryan. Der Mediziner sprach allgemein über das Für und Wider einer Impfpflicht. Er bezog sich nicht auf die Debatte in Deutschland.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Holetschek: Frist für einrichtungsbezogene Impfpflicht überdenken. Der Bund müsse zunächst noch offene Fragen klären, sagte Holetschek der "Mediengruppe Münchner Merkur tz" (Mittwoch). MÜNCHEN - Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Frist zur Einführung einer Impfpflicht für Mitarbeiter von Klinken, Altenheimen oder Arztpraxen "gegebenenfalls noch einmal kritisch zu überdenken". (Wirtschaft, 18.01.2022 - 19:10) weiterlesen...

KORREKTUR/ROUNDUP: PCR-Tests werden knapp - Zweitimpfung bei Janssen nötig. Abs., 1. Satz wurde korrigiert: "eine Änderung umgesetzt werden" statt "die Vorgaben geändert werden". Ergänzt wurde im Folgenden "Diese Änderung gelte seit dem Wochenende und solle nun technisch umgesetzt werden, sagte der Sprecher." In der Überschrift wurde deshalb das Wort "Bald" vor "Zweitimpfung bei Johnson&Johnson nötig" gestrichen. (Im 10. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 18:54) weiterlesen...

KORREKTUR/ROUNDUP: PCR-Tests werden knapp. Satz des 2. (Berichtigung: 75,1 statt 72,8 im 5. (Boerse, 18.01.2022 - 17:55) weiterlesen...

PCR-Tests werden knapp - Bald Zweitimpfung bei Johnson&Johnson nötig. "Wir werden nicht genug PCR-Tests haben", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag im Deutschlandfunk. Allerdings funktioniere für die Freitestung etwa für die Rückkehr in die Schule oder an den Arbeitsplatz auch ein Antigentest sehr gut. Gleichzeitig warnte Lauterbach davor, dass eine besonders ansteckende und besonders tödliche Corona-Variante kommen könnte. BERLIN - Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Welle drohen die besonders sicheren PCR-Tests in Deutschland knapp zu werden. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 17:31) weiterlesen...

Impfnachweis wird angepasst - Zweitimpfung bei Johnson&Johnson nötig. Umgesetzt werden soll damit die Vorgabe der Europäischen Union, nach der Impfzertifikate in der EU künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gegen das Coronavirus gültig sind, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Dienstag in Berlin sagte. Im Zuge dessen sollen in Deutschland demnach auch die Vorgaben für eine Impfung mit dem Vakzin von Johnson&Johnson geändert werden. BERLIN - Bis Anfang kommenden Monats sollen in Deutschland die digitalen Impfnachweise an jüngste EU-Vorgaben sowie an Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs von Johnson&Johnson angepasst werden. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 17:04) weiterlesen...

Berlin will einheitliche Regeln für Kontaktverfolgung und PCR-Tests. "Bei Inzidenzen von um die 1000 in einigen Gebieten der Stadt und darüber hinaus ist es notwendig, sich anzusehen, in welcher Form die Kontaktnachverfolgung auch mit neuen Ansätzen arbeiten kann", sagte die SPD-Politikerin am Dienstag nach einer Senatssitzung. BERLIN - Angesichts der Omikron-Welle und chronisch überlasteter Gesundheitsämter dringt Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey auf neue Regeln für die Kontaktnachverfolgung nach bestätigten Corona-Infektionen. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 15:47) weiterlesen...