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Geimpft, genesen - Wiesn? Festleiter will Oktoberfest 2022

16.09.2021 - 15:21:31

Geimpft, genesen - Wiesn? Festleiter will Oktoberfest 2022. (dritter Absatz ergänzt: Aktuelles Statement Oberbürgermeister Reiter)

MÜNCHEN - Nach zwei Jahren ohne Oktoberfest soll es 2022 in München wieder heißen: "Ozapft is". "Nächstes Jahr wird es die echte Wiesn geben", verspricht der Wiesnchef und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU). "Nächstes Jahr sehen wir uns wieder live auf der Wiesn." Dafür laufen Planungen, wie Baumgärtner der Deutschen Presse-Agentur sagte. Voraussetzung sei, dass nicht Bundes- oder Landesregelungen dagegen stehen. Sicherheit habe oberste Priorität.

Er halte es tendenziell für möglich, dass das Fest mit Geimpften und Genesenen gefeiert werden könne, sagt Baumgärtner - eventuell mit zusätzlichen Tests für beide Gruppen, da auch sie das Virus tragen könnten. "Worüber wir nachdenken, ist 2G und zusätzliche Tests. Unser Ziel ist es, eine sichere Veranstaltung hinzustellen. Wir wollen, dass sich Besucher weltweit darauf einstellen können - schon jetzt."

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte dazu der dpa, er habe das Wirtschaftsreferat beauftragt, Konzepte zu entwickeln, wie die Wiesn 2022 stattfinden könne - "und die Besucherinnen und Besucher so sicher wie irgend möglich Spaß haben können." Die Planungen liefen derzeit. "Ich finde es natürlich schon sehr schade, dass es dieses Jahr zum zweiten Mal keine Wiesn geben kann", sagte Reiter weiter. "Schade für die Millionen Wiesn Freunde, aber auch für mich persönlich. Die Kutschfahrt mit meiner Frau durch die Stadt, vorbei an vielen fröhlichen Menschen am Straßenrand, das Remmidemmi beim Anzapfen und einfach die Wiesnzeit als solches vermisse ich schon."

Am Samstag hätte Reiter als OB das erste Fass Bier angezapft und damit das Volksfest eröffnet. Doch die Theresienwiese bleibt erneut leer. Statt der Festzelte stehen dort Corona-Testzelte.

Ein Alkoholverbot wie 2020 soll dort aber nicht gelten. Es gebe eine signifikant hohe Impfquote, zudem setze er auf die Vernunft der Leute, sagt Baumgärtner. "Wir haben das Vertrauen, dass diejenigen, die sich trotzdem auf der Wiesn einfinden, das unter Einhaltung der Hygienevorschriften tun. Wir haben keine Anhaltspunkte, dass da ein Massenphänomen stattfindet." Das Gelände sei eine öffentliche Grünfläche. "Die kann im Rahmen der Vorschriften jeder nutzen, wie er will. Es darf auf der Theresienwiese auch Bier getrunken werden."

Ein "Prosit", teils mit originalem Wiesnbier, das die Brauereien trotz der Absage des Fests gebraut haben, soll es in Münchner Gaststätten geben. Gut 50 Innenstadt- und Wiesnwirte laden von Samstag an für die ursprünglich geplante Wiesnzeit bis 3. Oktober zur Wirtshauswiesn. Die Wiesn sei kein Ort oder eine Veranstaltung, sondern vor allem Lebensgefühl, werben sie für die Kneipenversion.

Der Münchner Alt-Oberbürgermeister und Ex-Anzapfkönig Christian Ude (SPD) wird um 12.00 Uhr im Schiller Bräu ein Fass anstechen, teilen die Wirtinnen mit. Ein nostalgischer Akt: Ude hatte als erster OB auf der Wiesn 2005 das 200-Liter-Fass mit nur zwei Schlägen angezapft.

Das Anzapf-Zeremoniell, mit dem normalerweise der amtierende Oberbürgermeister im Schottenhamel-Zelt das Fest mit dem Ruf "Ozapft is" eröffnet, wird nun in verschiedenen Gaststätten unterschiedlich zelebriert. Während im "Platzl" ganz traditionell der Chef des Hauses und Sprecher der Wiesnwirte, Peter Inselkammer, das erste Fass ansticht, schwingt ein paar Schritte weiter im Hofbräuhaus das Wiesnplaymate 2021 Vanessa Teske den Schlegel.

Bei Stange halten sollen Fans auch virtuelle Wiesnführungen. Dabei geht es online über die Theresienwiese. "Es ist ein eingeschränktes Erlebnis, aber es ist ein Erlebnis", sagt Baumgärtner. "Die Wiesn lebt im zweiten Pandemiejahr in den Herzen ihrer Fans."

Auch die Lufthansa hat das Oktoberfest nicht vergessen. Die Trachtencrew schlüpft für einige Dutzend Flüge in Deutschland, Europa und in den USA in Dirndl und Lederhose - als Hommage an das Fest.

Für die Chance auf eine Wiesn 2022 führt Baumgärtner auch die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) an. Die Menschen hätten die Maßnahmen akzeptiert und etwa Tests oder Impfnachweise hochgeladen. "Es wurden deutlich mehr praktische Erfahrungen gesammelt, was man den Menschen zumuten kann und wie eine Großveranstaltung wirtschaftlich, technisch und logistisch durchführbar ist." Allerdings wurde auf der IAA nicht im großen Stil Alkohol konsumiert, es galten Abstandsregeln.

Abstand halten ist im Bierzelt mit feiernden Massen kaum möglich. Wiesnwirte bleiben mit Aussagen zu 2022 vorerst zurückhaltend. Auch Mediziner hatten sich vorsichtig geäußert. Der Pandemiebeauftragte des Klinikums rechts der Isar der TU München, Christoph Spinner, sagte im August, er wolle noch keine Prognose abgeben. Die Entwicklung besorgniserregender Virusvarianten, Impffortschritt und viele Faktoren mehr spielten eine Rolle in der Risikobetrachtung.

@ dpa.de

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