Regierungen, Deutschland

FREIBURG / STUTTGART - Deutschlands Großstädte schaffen immer mehr Elektroautos für ihre dienstlichen Fuhrparks an.

12.11.2017 - 14:27:25

Deutsche Städte schaffen immer mehr Elektro-Dienstwagen an. Viele Kommunen setzen verstärkt auf E-Mobilität, heißt es beim Deutschen Städtetag - ob mit dem Bau von Ladesäulen oder mit der Umrüstung ihrer Flotten. Zentrale Zahlen gibt es zwar nicht. Aber eine Reihe von Kommunen verkündete unlängst entsprechende Investitionsvorhaben.

Besonders ambitioniert ist hierbei Freiburg, aber auch Stuttgart, München, Braunschweig und andere Kommunen wollen aufstocken. Die neuen Autos ersetzen oft alte Wagen mit Verbrennungsmotoren, deren Leasingverträge auslaufen. Eine Übersicht:

- FREIBURG will für seinen Bestand bis Mitte nächsten Jahres 53 Stromer-Pkw anschaffen, derzeit sind es nur sechs. Kosten: 1,2 Millionen Euro. Die Stadt preist den Einsatz von E-Fahrzeugen als Beitrag zur Luftreinhaltung, CO2-Einsparung und Stickoxid-Reduktion. Weil die Stadtverwaltung ausschließlich Ökostrom nutze, sei der Betrieb klimaneutral und schadstofffrei, sagt eine Rathaus-Sprecherin. Sie räumt ein, dass Stromer noch Nachteile haben

- die Anschaffungskosten seien hoch, die Reichweite sei gering. Zu

letzterem fügt sie aber hinzu: "Da bei der Stadtverwaltung überwiegend lokale Fahrten anfallen, fällt dies wenig ins Gewicht." Die "Badische Zeitung" hatte zuvor über die Freiburger "E-Investitionen" berichtet.

So ganz ohne Verbrennungsmotor geht es im Breisgau indes noch nicht. So schafft Freiburg nicht nur besagte 53 E-Pkw neu an, sondern auch 17 mit konventionellem Antrieb. Ein Grund: deren bessere Reichweite.

- Eingesetzt werden Elektroautos auch zur Pflege von Parks oder zum Müllsammeln - dies zum Beispiel in MANNHEIM. Dort sind zwar keine Zahlen greifbar, ein Sprecher betont aber: "Die Stadtverwaltung setzt vermehrt auf den Einsatz von Elektroautos." So seien einige Parkplätze nur für E-Autos der städtischen Dienstflotte reserviert.

- Die Stadt KARLSRUHE hat sieben E-Autos, insgesamt hat der städtische Fuhrpark circa 200 Fahrzeuge. Der Anteil ist also noch gering, das soll sich ändern - eine Stadtsprecherin verweist auf ein "E-Mobilitätskonzept". Damit soll Elektroautos bei der Anschaffung Vorfahrt eingeräumt werden - "im Rahmen des Budgets und dort, wo es Sinn macht". Das sei sinnvoll bei leichten Pkw, bei schweren Nutzfahrzeugen hingegen nicht. Hier müsse man "eine gewisse Marktreife" abwarten, heißt es.

- Die städtische Flotte in MÜNCHEN hat 64 reine Stromer. Insgesamt hat die Bayernmetropole 600 leichte Pkw und Nutzfahrzeuge im Einsatz, der Elektroanteil ist also noch gering. Aber der Trend geht nach oben

- kürzlich wurden elf weitere E-Autos bestellt, die 2018 ausgeliefert

werden sollen. Die Erfahrungen seien positiv, sagt ein Stadtsprecher: "Für die meist kurzen Wegstrecken und die Einsatzzwecke der Münchner Stadtverwaltung sind elektrifizierte Dienstfahrzeuge sehr gut geeignet und die Reichweiten ausreichend." Zudem seien die Unterhalts- und Betriebskosten niedriger als beim Verbrennungsmotor, wodurch der höhere Preis zumindest teilweise ausgeglichen werde.

- STUTTGART will bis Mitte 2018 insgesamt 45 E-Fahrzeuge für 1,2 Millionen Euro erwerben, aktuell hat die Stadt neun Elektro-Pkw. "Der Elektromobilität gehört in und zwischen den Städten die Zukunft", sagt Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). "Es gibt keine bessere Lösung, um die Belastung mit Schadstoffen nachhaltig zu senken."

- Andere Städte sind beim Thema Stromer-Dienstwagen noch am Anfang, kommen hierbei nun aber in Gang. So gab BRAUNSCHWEIG Anfang November den Kauf von vier Elektro-Kleinwagen bekannt. Bisher gab es hier nur ein einziges E-Fahrzeug, das dauerhaft angeschafft war.

Grob gesagt kostet ein E-Fahrzeug in städtischen Diensten zwischen 20 000 und 30 000 Euro. Ganz aus eigener Kraft müssen die Kommunen das nicht stemmen - sie bekommen Zuschüsse aus Finanztöpfen anderer staatlicher Stellen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Sinn-Fein-Chefin: Brexit und Karfreitagsabkommen sind nicht vereinbar. Das sagte McDonald am Donnerstag vor Journalisten in London. Mit dem Abkommen wurde 1998 der jahrzehntelange Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten im britischen Nordirland beendet. LONDON - Die neue Parteichefin der irisch-katholischen Sinn Fein, Mary Lou McDonald, hält den britischen EU-Austritt für unvereinbar mit dem Friedensabkommen in Nordirland. (Wirtschaft, 22.02.2018 - 18:35) weiterlesen...

Nichtraucher laufen Sturm. Binnen einer Woche haben sich bereits mehr als 300 000 Menschen gegen die Pläne der ÖVP-FPÖ-Koalition gewandt, das geplante Rauchverbot in der Gastronomie zu kippen. Das geht aus der Zählung der Initiative "Don't smoke" der Ärztekammer und der Krebshilfe hervor. Aufgrund des großen Zulaufs muss sich zwingend das Parlament mit dem Nichtraucherschutz befassen. In Österreich raucht der OECD zufolge jeder vierte Erwachsene täglich. In Europa wird nur in Griechenland und Ungarn mehr geraucht. WIEN - Die neue rechtskonservative Regierung in Österreich steht nach zwei Monaten im Amt erstmals unter Druck. (Boerse, 22.02.2018 - 17:17) weiterlesen...

Deutsche Rüstungsexporte in Milliardenhöhe an Jemen-Kriegsallianz. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministerium auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Vergleich zu 2016 nahm der Umfang der Genehmigungen sogar um neun Prozent zu. BERLIN - Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr Rüstungsexporte für rund 1,3 Milliarden Euro an die am Jemen-Krieg beteiligten Länder genehmigt. (Boerse, 22.02.2018 - 16:24) weiterlesen...

Tausende Rentner protestieren in Spanien - Abgeordnetenhaus blockiert. Bei der von mehreren Gewerkschaften organisierten Demonstration forderten sie "angemessene Renten". Diese müssten der Inflation angepasst werden, damit die Kaufkraft nicht leide. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich zwischen 3000 und 4000 Pensionäre an dem Protest. MADRID - Tausende spanische Rentner haben am Donnerstag bei einer Protestkundgebung den Zugang zum Abgeordnetenhaus in Madrid blockiert. (Boerse, 22.02.2018 - 16:04) weiterlesen...

Mittelstands-Förderung aus dem Marshall-Plan. Das geht aus dem Wirtschaftsplan für das sogenannte ERP-Sondervermögen hervor, den der Bundestag am Donnerstag mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen hat. Darin sind auch zinsgünstige Darlehen mit einem Volumen von rund 6,75 Milliarden Euro vorgesehen. Das Programm zur Mittelstandsförderung war nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem "European Recovery Program" (ERP) der USA hervorgegangen - dem sogenannten Marshall-Plan. BERLIN - Der deutsche Mittelstand wird in diesem Jahr mit rund 790 Millionen Euro aus dem Vermögen des früheren Marshall-Plans gefördert. (Boerse, 22.02.2018 - 15:52) weiterlesen...

Kretschmann: Fahrverbote sind ohne Plaketten nicht zu regeln. Um das Thema zu regeln, brauche man Plaketten, sagte er am Donnerstag in Stuttgart. "Anders ist das nicht zu handeln." Zuständig dafür sei der Bund. "Der ist für den Emissionsschutz zuständig." Plaketten seien kontrollierbar, mit wenigen Schildern umsetzbar, und sie führten in ganz Deutschland zu gleichen Spielregeln. Diese Forderung nach einer Plakettenlösung habe Baden-Württemberg schon 2015 aufgestellt. STUTTGART - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat angesichts der anstehenden Gerichtsentscheidung in Leipzig erneut vor Diesel-Fahrverboten in Eigenregie der Länder gewarnt. (Boerse, 22.02.2018 - 13:10) weiterlesen...