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Schaeffler, DE000SHA0159

FRANKFURT - Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld erachtet den Umbruch in der Automobilbranche eher als große Chance denn als Risiko für die Zulieferindustrie.

11.09.2019 - 12:13:39

IAA: Schaeffler-Chef Rosenfeld glaubt an Zukunftschancen der Zulieferindustrie. "Ich sehe den Wandel als große Chance, wenn man es jetzt richtig macht und das Unternehmen für die nächsten Jahre ausrichtet", sagte Rosenfeld am Dienstagabend am Rande der internationalen Automesse IAA in Frankfurt. Aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden des Auto- und Industriezulieferers aus dem fränkischen Herzogenaurach wird es die Zulieferbranche trotz der derzeitigen Branchenkrise auch im Jahr 2030 noch geben. "Die Zulieferindustrie ist eine sehr vitale Industrie, wenn wir uns auf unsere Kernkompetenzen fokussieren", gab sich Rosenfeld zuversichtlich.

zählt, gibt es derzeit keine Pläne, das Unternehmen wieder von der Börse zu nehmen. "Wir werden an der Börse bleiben, auch wenn wir unsere Ziele zurücknehmen mussten", sagte Rosenfeld. Man habe in den Vorjahren an bestimmten Stellen Fehler gemacht, aber ungeachtet dessen keine Pläne, an der Kapitalstruktur etwas zu ändern. "Der Kapitalmarkt reagiert sehr schnell, wenn er die Zukunftschancen sieht", zeigte sich Rosenfeld weiterhin vom Potenzial der Börsennotierung überzeugt.

Bei Schaeffler waren kürzlich in einem fränkischen Werk mehrere hundert Mitarbeiter in Kurzarbeit gegangen. In Anbetracht von über 90 000 Mitarbeitern weltweit relativierte Rosenfeld die Aufregung um diese Maßnahme. Kurzarbeit sei ein völlig probates Mittel, um zu gering ausgelastete Produktionskapazitäten abzufedern. "Wir haben für 250 Leute im Sondermaschinenbau Kurzarbeit beantragt. Sie eignet sich nicht für strukturelle Probleme, sondern nur für temporäre Unterauslastung. Es ist als Vorstand unsere Pflicht, solche temporären Probleme zu begleiten", unterstrich der Manager.

Mit Blick auf künftige Zukäufe und Übernahmen verfolgt Schaeffler eine klare Strategie. "Wir haben ganz bewusst gesagt, dass wir eine M&A-Strategie machen, die sich auf kleinere Dinge beschränkt und keine großen Mega-Deals", betonte Rosenfeld. Zwar werde sich die Frage nach Käufen künftig stärker stellen. In Anbetracht des volatilen Marktumfelds müsse sich Schaeffler aber zudem die Frage stellen "ob es Aktivitäten gibt, die wir abgeben wollen".

@ dpa.de