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FRANKFURT - Noch Ende März zeigte sich John Cryan kämpferisch.

08.04.2018 - 12:54:24

PORTRÄT/John Cryan: Sanierer und einstiger Hoffnungsträger der Deutschen Bank. In einer Botschaft an die Mitarbeiter betonte der Vorstandschef der Deutschen Bank, an der Spitze des Geldhauses zu bleiben. Doch nach knapp drei Jahren und drei Verlustjahren in Folge zeichnet sich ein Ende ab: Am Sonntagabend sollte der Aufsichtsrat den Vize-Vorstandschef Christian Sewing zum Nachfolger wählen.

an die Börse.

Mit Kritik hielt der Brite nicht hinter dem Berg: Die IT der Deutschen Bank sei "lausig", viele Banker überbezahlt. "Mr. Grumpy" ("Herr Griesgram") - den Spitznamen sollen ihm britische Investmentbanker verpasst haben - verstörte mit schonungslosen Analysen Mitarbeiter und Investoren.

Gegen die schleichende Erosion der Erträge fand der Manager, der im Gegensatz zu seinem Vorgänge Anshu Jain gut Deutsch spricht, allerdings kein Mittel. Kritiker warfen ihm nach drei Jahresverlusten in Folge mangelnde Visionen vor. Cryan räumte selbst ein, dass die Zahlen der Bank noch nicht da seien, "wo wir alle sie uns wünschen".

Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte Cryan 2013 ins Kontrollgremium der Deutschen Bank geholt. Mit den Problemen des Dax -Konzerns war der Manager daher bestens vertraut, als die Bank Anfang Juni 2015 in höchster Not den Machtwechsel beschloss und den Briten ab Juli zum Nachfolger von Co-Chef Jain machte.

Seinen Ruf als Sanierer hatte er sich in der Schweiz erworben: Cryan wirkte als Finanzchef der UBS (2008-2011) maßgeblich am radikalen Umbau des Schweizer Finanzriesen mit, räumte unter anderem Giftpapiere aus der Bilanz und verhalf der UBS zu neuem Vertrauen an den Finanzmärkten.

Am 16. Dezember 1960 im nordostenglischen Heilbad Harrogate geboren, studierte Cryan an der Universität Cambridge (1979-1982) und begann 1982 seine berufliche Karriere bei den Wirtschaftsprüfern von Arthur Andersen in London. Der Opernliebhaber ist mit einer Amerikanerin verheiratet.

@ dpa.de

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