Transport, Verkehr

FRANKFURT - Nach einer Trendwende im Handel mit Russland fürchten Deutschlands Maschinenbauer angesichts der Sanktionen der EU und der USA wieder um ihre Geschäfte.

11.04.2018 - 10:39:24

Maschinenbau bangt wegen US-Sanktionen um Erholung im Russland-Geschäft. "Besonders jetzt, wo sich die russische Wirtschaft dank des Ölpreises langsam erholt, werden europäische Hersteller durch die Sanktionen ins Hintertreffen geraten", warnte Ulrich Ackermann vom Branchenverband VDMA am Mittwoch.

2017 waren die Exporte in das Land den Angaben zufolge erstmals seit vier Jahren wieder gestiegen. Die Hersteller lieferten Maschinen und Anlagen "Made in Germany" im Wert von 5,3 Milliarden Euro - 22,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Durch das US-Sanktionspaket von 2017 befürchten die Maschinenbauer wachsende Schwierigkeiten bei der Finanzierung und Absicherung von Russlandgeschäften. "Die Anzeichen dafür mehren sich", sagte der VDMA-Außenwirtschaftsexperte. Die Folgen der jüngsten US-Strafmaßnahmen seien derzeit noch nicht absehbar. "Die Verunsicherung dürfte aber weiter wachsen."

Russland liegt aktuell auf Platz 9 der wichtigsten Absatzmärkte deutscher Maschinenbauer. Vor allem die Konkurrenz aus China hat den Angaben zufolge in den letzten Jahren deutlich aufgeholt.

Insgesamt schnitt die exportorientierte Branche im vergangenen Jahr besser ab als zunächst berechnet. Dank der starken Nachfrage vor allem aus dem Ausland wuchs die Produktion nach fünf schwachen Jahren preisbereinigt (real) um 3,9 Prozent. Zunächst war der VDMA von einem Plus von 3,1 Prozent ausgegangen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Kieler Minister bekräftigt Kosten-Vorschlag für Diesel-Nachrüstungen. Die aktuelle Diskussion verdeutliche den Handlungsdruck, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Selbstverständlich müssten aber jene Konzerne, die ihren Kunden bei der Abgas-Software Mogelpackungen verkauft hätten, die daraus resultierenden Schäden allein tragen. Der Bundesrat befasst sich an diesem Freitag mit dem Themenkomplex. Dazu liegt ein Entschließungsantrag Hessens vor. KIEL - Kurz vor Beratungen im Bundesrat über mögliche Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz seine Forderung bekräftigt, die Kosten zwischen Industrie, Bund und Autobesitzern aufzuteilen. (Boerse, 19.09.2018 - 08:20) weiterlesen...

Chinas Premier: Yuan wird nicht für Exportschub abgewertet. "China wird auf keinen Fall den Export durch Abwertung des Yuan stimulieren", sagte der chinesische Premierminister Li Keqiang am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in der chinesischen Stadt Tianjin. "Jüngste Schwankungen des Wechselkurses wurden als absichtliche Maßnahme angesehen, was jedoch nicht zutrifft." Eine einseitige Abwertung würde der chinesischen Wirtschaft mehr schaden als nutzen, sagte Li. TIANJIN - Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat China Vorwürfe einer absichtlichen Abwertung der eigenen Währung zurückgewiesen. (Wirtschaft, 19.09.2018 - 07:50) weiterlesen...

Kieler Minister bekräftigt Kosten-Vorschlag für Diesel-Nachrüstungen. Die aktuelle Diskussion verdeutliche den Handlungsdruck, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Selbstverständlich müssten aber jene Konzerne, die ihren Kunden bei der Abgas-Software Mogelpackungen verkauft hätten, die daraus resultierenden Schäden allein tragen. Der Bundesrat befasst sich an diesem Freitag mit dem Themenkomplex. Dazu liegt ein Entschließungsantrag Hessens vor. KIEL - Kurz vor Beratungen im Bundesrat über mögliche Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz seine Forderung bekräftigt, die Kosten zwischen Industrie, Bund und Autobesitzern aufzuteilen. (Boerse, 19.09.2018 - 07:50) weiterlesen...

Zoll-Streit: Chinas Premierminister Li wirbt für Freihandel. "Es ist wichtig, dass wir die Grundprinzipien des Multilateralismus und des Freihandels aufrechterhalten", sagte Li Keqiang am Mittwoch auf dem "Sommer-Davos" genannten Weltwirtschaftsforum in der chinesischen Stadt Tianjin. Ohne den sich zuspitzenden Handelskonflikt seines Landes mit den USA direkt anzusprechen, sagte Li Keqiang, dass Streitigkeiten durch Gespräche gelöst werden müssten. Die Abschottung einzelner Staaten sei keine Lösung. PEKING - Vor dem Hintergrund des Handelsstreits mit den USA hat sich Chinas Premierminister Li Keqiang für die Verteidigung des globalen Freihandels ausgesprochen. (Wirtschaft, 19.09.2018 - 07:05) weiterlesen...

May fordert von EU Entgegenkommen bei Brexit-Verhandlungen. "Um zu einem guten Ergebnis zu gelangen, muss die EU jetzt, nachdem Großbritannien seine Position weiterentwickelt hat, das auch tun", schrieb sie in einem Gastbeitrag für die "Welt" (Mittwoch). Brüssel und die EU-Mitgliedstaaten müssten London in Gesprächen über ein Freihandelsabkommen genauso behandeln wie andere Drittstaaten. BERLIN - Die britische Premierministerin Theresa May hat kurz vor dem Auftakt des informellen EU-Gipfels in Salzburg Entgegenkommen der EU bei den Brexit-Verhandlungen gefordert. (Wirtschaft, 19.09.2018 - 06:33) weiterlesen...

Zensus-Urteil: Berlin und Hamburg hoffen auf mehr Geld. Das Gericht in Karlsruhe will am Mittwochmorgen entscheiden, ob die Berechnung der Einwohnerzahlen damals korrekt lief. Geklagt dagegen haben die beiden Stadtstaaten, deren Einwohnerzahl deutlich nach unten korrigiert wurde. Seither büßen sie viele Millionen Euro im Finanzausgleich ein. BERLIN/KARLSRUHE - Die Länder Berlin und Hamburg hoffen, dass sie vom Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Volkszählung 2011 finanziell profitieren. (Wirtschaft, 19.09.2018 - 06:33) weiterlesen...