Fresenius SE, DE0005785604

FRANKFURT - Nach einem turbulenten Jahr 2018 wirbt der Gesundheitskonzern Fresenius SE um Vertrauen bei den Aktionären.

17.05.2019 - 12:16:25

Fresenius-Chef wirbt um Vertrauen - Kritik und Lob auf der Hauptversammlung. Das für 2019 erwartete gleichbleibende Ergebnis solle ein "einmaliger Schritt zur Seite" bleiben, betonte Konzernchef Stephan Sturm am Freitag auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Für seinen Erfolg habe Fresenius bereits zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, versicherte Sturm. Der Konzernlenker verwies auf die geplante Anhebung der Investitionen auf 2,5 Milliarden Euro, mit der Fresenius in diesem Jahr sein Geschäft ausbauen will. Am Morgen brach die Konzern-Aktie dennoch auf ein Tief seit Ende März ein. Zuletzt lag die Aktie noch mit knapp einem Prozent im Minus.

mit Gesundheitsdienstleistungen rund um die Blutwäsche nicht mehr rund. Zwei Mal musste der Konzern sein Gewinnziel korrigieren. Die Aktie brach auf Jahressicht um mehr als 30 Prozent ein.

Die Anteilseigner hatten in den vergangenen Jahren angesichts einer Serie von Gewinnrekorden und einem starken Aktienkurs wenig auszusetzen. Kritik erntete auf dem Aktionärstreffen deshalb vor allem der starke Kursverfall im vergangenen Jahr - aber auch die damalige Kommunikationspolitik des Unternehmens. Diese habe die Anleger stark verunsichert, warf Nicolas Huber, Sprecher der Fondsgesellschaft DWS , dem Dax-Konzern vor.

Dennoch sieht die Mehrheit der Redner bei Fresenius kaum Anlass zur Besorgnis. "Es wurde kein massiver Verlust eingefahren, Umsatz und Ertrag können sich immer noch sehen lassen", sagte etwa Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Wenn aktuell über die Ergebnisentwicklung gejammert würde, sei das Jammern auf hohem Niveau. "Nur weil der FC Bayern mal nicht das Triple holt, steigt er auch nicht in die zweite Bundesliga ab." Auch aus Sicht von Dieter Tassler von der Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger (SdK) war die Börse in der Vergangenheit erfolgsverwöhnt und hat nun "überreagiert".

@ dpa.de