BASF SE, DE000BASF111

FRANKFURT - Nach einem starken Jahr 2018 richtet sich die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie auf weniger Wachstum ein.

04.12.2018 - 12:33:25

Chemiebranche stellt sich wegen Handelskonflikten auf weniger. Angesichts von Handelskonflikten und einer gedämpften Weltwirtschaft werde der Umsatz 2019 noch um 2,5 Prozent steigen, erklärte der Branchenverband VCI am Dienstag. Schon zum Jahresende trübte sich die Lage der Branche ein. Die Krise der Autobranche und der niedrige Pegel des Rhein trafen die Chemieunternehmen. Wegen des Niedrigwassers konnten Transportschiffe nicht mehr oder nur mit geringer Beladung fahren.

den Transport von Gütern erschwerte. Dadurch mussten Firmen Anlagen vorübergehend abschalten. Höherer Transportkosten und Produktionsverluste kosteten BASF allein im dritten Quartal rund 50 Millionen Euro an Betriebsgewinn. "In den Unternehmen überwiegt die Hoffnung, dass mit einer Normalisierung des Wasserstands die Produktion wieder hochgefahren werden kann", sagte Van Bylen.

Zudem sank im Jahresverlauf die Nachfrage der deutschen Industrie nach Chemieprodukten. Wichtige Kunden wie die Autobranche hielten sich unter dem Druck von Abgaskrise und der der Umstellung auf neue Abgasstandards zurück. Auch die globale Wirtschaft verlor zuletzt an Schwung. Daher wuchs die Produktion der Branche 2018 nur noch um 2,5 Prozent. Ursprünglich hatte der VCI 3,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Im Gesamtjahr rettete erneut das boomende Geschäft mit Arzneien die Bilanz der Branche. In der Pharma-Industrie schnellte die Produktion um 11,5 Prozent nach oben, während sie in Chemie-Sparten wie der Öl verarbeitenden Petro-Industrie und bei Herstellern von Seifen, Waschmitteln und Kosmetika sank. Die Chemie alleine betrachtet, sei 2019 eine stagnierende Produktion zu befürchten, so der VCI.

Im kommenden Jahr werde die Lage der Branche mit 462 000 Beschäftigten allein in Deutschland nicht leichter, erklärte Präsident Van Bylen mit Blick auf die vielen geopolitischen Risiken. "Die Handelsordnung, in der die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ihre Erfolge erzielt, ist in Gefahr", warnte er.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AKTIE IM FOKUS 2: Gewinnwarnung treibt BASF-Anleger in die Flucht (Boerse, 10.12.2018 - 12:13) weiterlesen...

BASF senkt Prognose - Trockenheit und Handelskonflikt belasten. Das Niedrigwasser am Rhein führte zu Stillständen bei der Produktion, zudem bekommen die Ludwigshafener erste Auswirkungen des Handelskonfliktes zwischen den USA und China zu spüren, warnte der Dax-Konzern am Freitagabend. Investoren reagierten am Montag verschreckt und warfen ihre Papiere auf den Markt. Die Aktie verlor kurz nach dem Handelsbeginn mehr als 4 Prozent. LUDWIGSHAFEN - Der Chemiekonzern BASF hat wegen Niedrigwasser und der Autoflaute seine Jahresprognose gesenkt und erwartet nun für 2018 einen noch stärkeren Ergebnisrückgang. (Boerse, 10.12.2018 - 09:32) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Gewinnwarnung verstimmt die BASF-Anleger. Die Papiere fielen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um 5,4 Prozent auf 57,40 Euro. Auf Xetra würden sie damit erstmals seit Februar 2016 wieder unter der 60-Euro-Marke gehandelt. FRANKFURT - Nach einer weiteren Gewinnwarnung von BASF haben viele Anleger am Montagmorgen die Reißleine bei den Aktien des Dax -Konzerns gezogen. (Boerse, 10.12.2018 - 08:34) weiterlesen...

Binnenschiffer brauchen 'mehr Wasser unter dem Kiel'. "Die Verbesserung der Infrastruktur darf nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden, die Schifffahrt braucht mehr Wasser unter dem Kiel", sagte Fabian Spieß, Referent des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), der Deutschen Presse-Agentur in Mannheim. MANNHEIM/DUISBURG - Die Unternehmen der Binnenschifffahrt dringen angesichts der gravierenden Folgen des Niedrigwassers in diesem Jahr auf den Ausbau und die Modernisierung der Wasserstraßen. (Wirtschaft, 09.12.2018 - 14:59) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Jefferies senkt Ziel für BASF auf 64,00 Euro - 'Hold'. Der Gegenwind etwa mit Niedrigwasser des Rheins und einer schwächeren Autonachfrage in China dürfte auch das erste Halbjahr 2019 beeinflussen, schrieb Analyst Laurence Alexander in einer am Freitag vorliegenden Studie. Sorgen über die Aussichten der Endmärkte dürften auf der Bewertung lasten. NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für BASF nach einer Gewinnwarnung von 73,00 auf 64,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. (Boerse, 07.12.2018 - 23:06) weiterlesen...

BASF senkt Ergebnisausblick - Trockenheit und Handelskonflikt belasten. Der Gewinn vor Zinsen, und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen werde 2018 um 15 bis 20 Prozent sinken, teilte der Dax -Konzern am Freitag nach Börsenschluss in Ludwigshafen mit. Bislang hatte BASF einen Rückgang von bis zu 10 Prozent im Vergleich zu den im Vorjahr erzielten 7,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Aktie verlor nachbörslich 2,5 Prozent. LUDWIGSHAFEN - Der Chemiekonzern BASF hat seine Jahresprognose gesenkt. (Boerse, 07.12.2018 - 19:39) weiterlesen...