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FRANKFURT - Mehr Kunden, mehr Gewinn - und endlich wieder eine Dividende.

14.02.2019 - 05:47:27

Hoffnung für gebeutelte Aktionäre: Commerzbank macht Gewinnsprung. Die Commerzbank macht nach zwei mageren Jahren wieder Hoffnung auf bessere Zeiten. Für das abgelaufene Jahr rechnen Analysten im Schnitt mit 828 Millionen Euro Überschuss. Das wäre mehr als fünf Mal so viel wie ein Jahr zuvor - und deutlich mehr als die Deutsche Bank , die als möglicher Partner für eine große Banken-Hochzeit gehandelt wird. An diesem Donnerstag (14.2.) legt die Commerzbank in Frankfurt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 vor.

der mittelgroßen Werte im vergangenen September scheint auf das Tagesgeschäft keinen Einfluss zu haben. Beim Kundenwachstum wurde nach Angaben von Privatkundenchef Michael Mandel das Etappenziel erreicht, bis Ende 2018 eine Million zusätzliche Kunden zu gewinnen.

Der Vorstand hatte sich im Herbst 2016 zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 insgesamt zwei Millionen zusätzliche Klienten anzulocken. Dies soll dem Konzern mit zuletzt rund 13 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland langfristig mehr Gewinn einbringen. Allerdings kostet ein neuer Kunde zunächst bis zu 200 Euro und es dauert rund 18 Monate, bis die Bank das wieder verdient hat.

Was die Entwicklung der Erträge - also der gesamten Einnahmen - angeht, äußerte sich der Vorstand Anfang November etwas weniger optimistisch. Wegen der vielen Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und dem anhaltenden Zinstief sei damit zu rechnen, dass der Wert leicht unter den für 2020 angepeilten 9,8 Milliarden Euro bleiben werde. Analysten gehen in ihren jüngsten Schätzungen im Schnitt von rund 9,1 Milliarden Euro Erträgen vor Risikovorsorge 2020 aus, für 2018 werden knapp 8,6 Milliarden Euro veranschlagt.

Dennoch soll der Aufwärtstrend sich auch für die Aktionäre lohnen: Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2018 eine Gewinnausschüttung von 20 Cent je Anteilsschein in Aussicht gestellt. Es wäre das zweite Mal seit der Rettung mit Steuermilliarden in der Finanzkrise, dass die teilverstaatlichte Commerzbank eine Dividende zahlt.

Zu den Spekulationen über eine Fusion mit der Deutsche Bank hält sich Commerzbank-Chef Martin Zielke bislang bedeckt - ebenso wie sein Pendant bei der Deutsche Bank, Christian Sewing. Seit Sommer werben Finanzstaatssekretär Jörg Kukies, Ex-Deutschlandchef von Goldman Sachs, und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) für stärkere deutsche Banken. Auf eine Anfrage der Grünen zu den angeblichen Fusionsplänen antwortete das Finanzministerium, die Bundesregierung stehe "wirtschaftlich sinnvollen Optionen offen gegenüber". Der Bund ist mit gut 15 Prozent größter Einzelaktionär der Commerzbank.

@ dpa.de

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