Regierungen, Deutschland

FRANKFURT - Jungen Menschen in Deutschland drohen im Ruhestand einer Studie zufolge deutliche Einbußen.

10.10.2017 - 13:29:24

Jungen Menschen droht deutliche Rentenl√ľcke. Vor allem die j√ľngere Generation m√ľsse zus√§tzlich zur gesetzlichen Rente vorsorgen, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern, hei√üt es in dem am Dienstag ver√∂ffentlichten "Vorsorgeatlas Deutschland" der Fondsgesellschaft Union Investment, die auch Produkte der privaten Altersvorsorge anbietet. Die heute 20- bis 34-J√§hrigen, die besonders von den vergangenen Rentenreformen betroffen sind, brauchen demnach etwa 800 Euro im Monat zus√§tzlich. Weniger Sorgen m√ľssten sich die 50- bis 65-J√§hrigen machen.

"Wer die Gnade der fr√ľhen Geburt hat, ist auf der sicheren Seite", sagte Bernd Raffelh√ľschen, Leiter des Forschungszentrums, Generationenvertr√§ge der Universit√§t Freiburg, das die Studie seit 2009 regelm√§√üig erstellt.

Die Forscher gehen davon aus, dass zur Sicherung des Lebensstandards im Alter 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens erforderlich sind. Junge Menschen kommen der Prognose zufolge im Ruhestand ohne Zusatzvorsorge im Schnitt auf 981 Euro und damit auf 38,6 Prozent. Die heute 35- bis 49-J√§hrigen k√∂nnten mit 1048 Euro monatlich rechnen (43,2 Prozent). Deutlich besser stehen √Ąltere mit 1184 Euro (64,1 Prozent) da.

Einschlie√ülich zus√§tzlicher Vorsorge wie die staatlich gef√∂rderte Riester-Rente oder die betriebliche Altersversorgung sowie privater Ersparnisse, Immobilien und Wertpapiere funktioniert das System aus Sicht der Autoren jedoch. "Unsere Rente ist viel besser als ihr Ruf. Sie ist leistungsgerecht und nachhaltig", sagte Raffelh√ľschen. F√ľr rund 34 Millionen Menschen werde sie auch in den n√§chsten Jahrzehnten ein stabiler Grundpfeiler der Altersvorsorge bleiben. Allerdings m√ľsse man zus√§tzlich vorsorgen - staatlich gef√∂rdert und privat.

Bei den Daten handelt es sich um bundesweite Durchschnittswerte in aktueller Kaufkraft. Der tatsächliche Auszahlungsbetrag wird höher sein. Regional gibt es Unterschiede. Die Quote allein ist zudem nicht immer aussagekräftig.

Geringverdiener mit einem Einkommen von weniger als 1100 Euro brutto kommen im Ruhestand den Berechnungen zufolge zwar auf rund 70 Prozent des letzten Gehaltes. Sie erhalten im Schnitt aber nur 679 Euro monatlich und liegen damit unterhalb der Armutsgrenze. Ob sie tatsächlich arm sind, hängt von der konkreten Lebenssituation ab.

Nach einer j√ľngst ver√∂ffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung wird im Jahr 2036 jeder f√ľnfter Neurentner von Altersarmut bedroht sein. Besonders betroffen sind demnach alleinstehende Frauen, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose.

Als Ursache sehen die Studien-Autoren zwei Gr√ľnde: Die Zunahme von Unterbrechungen im Arbeitsleben und unsichere Besch√§ftigungsverh√§ltnisse im Niedriglohnsektor. Zudem sinke das Rentenniveau durch die demografische Entwicklung und rentenrechtliche Ver√§nderungen kontinuierlich. Nach Auffassung der Stiftung entfalten die zum Ausgleich geschaffenen Instrumente der privaten Altersvorsorge nicht die gew√ľnschte Wirkung.

@ dpa.de

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