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FRANKFURT - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie ist die dritte Runde der ganztägigen Warnstreiks angelaufen.

02.02.2018 - 07:32:23

Metaller-Warnstreiks treffen BMW, Daimler, Audi und Porsche. Zum Höhepunkt der 24-Stunden-Ausstände hat die IG Metall vor allem die Autoindustrie ausgewählt. In Baden-Württemberg waren Daimler und Porsche betroffen, in München BMW . "Im Daimler-Werk in Sindelfingen sind alle Zufahrtstore mit Streikposten besetzt", sagte Rebekka Henschel, Sprecherin der IG Metall Stuttgart am Freitagmorgen. In den Daimler-Werken Untertürkheim und Sindelfingen sowie im Porsche-Werk Zuffenhausen habe sich die komplette Nachtschicht an dem Warnstreik beteiligt.

in Ingolstadt und Münchmünster soll ebenfalls 24 Stunden lang kein Auto vom Band rollen, wie Bayerns IG-Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler am Donnerstag angekündigt hatte. Bereits an diesem Tag hatten rund 23 000 Beschäftigte der Branche in Bayern die Arbeit ruhen lassen.

Mit den ganztägigen Aktionen bei den Autoherstellern steuert die IG Metall auf den Höhepunkt ihrer Ausstände zu. Erwartet werden rund 300 000 Teilnehmer bei Aktionen unter anderem bei BMW, Audi, Daimler und Porsche. An den beiden Tagen zuvor hatten bereits rund 200 000 Beschäftigte die Arbeit liegen lassen.

Die Gewerkschaft will den Druck auf die Arbeitgeber vor weiteren Verhandlungen erhöhen, die frühestens am Montag in der dann sechsten Runde beginnen dürften. Die IG Metall Baden-Württemberg hat den Arbeitgebern erst für Beginn kommender Woche eine Fortsetzung der Gespräche in Stuttgart angeboten. Zuvor müsse sich Südwestmetall aber noch deutlich bewegen, hatte Bezirkschef Roman Zitzelsberger in Stuttgart erklärt.

Die IG Metall verlangt bundesweit sechs Prozent mehr Geld und das Recht für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten, die Wochenarbeitszeit zeitweise auf 28 Stunden abzusenken. Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder und pflegende Familienangehörige sollen dabei einen Teillohnausgleich erhalten, den die Arbeitgeber bislang strikt ablehnen und für rechtswidrig halten. Bislang ist es ihnen nicht gelungen, die Aktionen vor Arbeitsgerichten zu stoppen.

Vergangenes Wochenende hatten die Vertreter der IG Metall Baden-Württemberg und des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall die fünfte Verhandlungsrunde im laufenden Tarifkonflikt ergebnislos abgebrochen. Die IG Metall entschied daraufhin, 24-stündige Warnstreiks in bundesweit rund 275 Betrieben mit 500 000 Beschäftigten zu organisieren.

@ dpa.de

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