Alphabet C-Aktie, US02079K1079

FRANKFURT - Im Streit um das "Recht auf Vergessenwerden" bei Internetsuchen hat das Oberlandesgericht Frankfurt in einem konkreten Fall zugunsten von Google entschieden.

13.09.2018 - 13:55:25

Google setzt sich in einem Streit um Recht auf Vergessenwerden durch. Die Berufung eines ehemaligen Geschäftsführers einer gemeinnützigen Organisation hatte keinen Erfolg, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

Die Organisation habe 2011 tiefrote Zahlen geschrieben, kurz zuvor habe sich der damalige Geschäftsführer krankgemeldet. Der Mann habe nun erreichen wollen, dass bei der Google-Suche nach seinem Namen nicht mehr länger fünf Internetadressen zu entsprechenden Presseberichten angezeigt werden. (AZ 16 U 193/17). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Dem Internet-Konzern dürfe es nicht generell untersagt werden, ältere negative Presseberichte über eine Person in der Trefferliste anzuzeigen, selbst wenn diese Gesundheitsdaten enthielten, erklärte das Gericht. Auch nach Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung komme es darauf an, ob das Interesse des Einzelnen schwerer wiege als das Öffentlichkeitsinteresse.

Im Fall des Klägers habe keine klar erkennbare Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts vorgelegen, es habe aber ein erhebliches öffentliches Interesse an dem Fall bestanden. Auch das vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) erstmals anerkannte "Recht auf Vergessenwerden" greife in dem Fall nicht. Allein die Tatsache, dass sechs bis sieben Jahre vergangen seien, lasse "nicht eindeutig auf die Erledigung jeglichen Informationsinteresses schließen", erklärte das OLG.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ARD-Vorsitzender Wilhelm konkretisiert Ideen für gemeinsame Plattform. "Die Initiative, die ich vorschlagen möchte, ist, dass wir versuchen, neben die Nutzung von Facebook , Google und anderen eine weitere Möglichkeit zu stellen, eine Plattform, die nach unseren Werten ausgerichtet ist, sagte Wilhelm am Dienstag beim "Zeitungskongress 2018" in Berlin. Daran könnten sich die öffentlich-rechtlichen und private Sender, Verlage, aber auch Institutionen aus Wissenschaft und Kultur beteiligen. Die Initiative solle unterschiedlichste Geschäftsmodelle zulassen, den Zugang auch zu den Nutzerdaten und gemeinsame Log-in-Systeme. BERLIN - Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm hat sein Angebot erneuert, mit privaten Verlagen an einer gemeinsamen Plattform zu arbeiten. (Boerse, 25.09.2018 - 17:56) weiterlesen...

Apple macht Musik-App Shazam nach Übernahme werbefrei. Das kündigte der iPhone-Konzern zum Vollzug des Kaufs am Montag an. Shazam hatte bisher versucht, ein Geschäftsmodell aus Werbeanzeigen und Geschäften mit Musikdiensten aufzubauen. CUPERTINO - Die Musikerkennungs-App Shazam soll nach der Übernahme durch Apple werbefrei werden. (Boerse, 24.09.2018 - 18:24) weiterlesen...

Microsoft bietet Künstliche Intelligenz für humanitäre Zwecke. Das neue Programm ziele darauf ab, die Technologie für Katastrophenhilfe, den Schutz von Kindern sowie für Flüchtlinge und Vertriebene einzusetzen, kündigte Microsoft-Manager Frank Shaw auf der hauseigenen Kunden-Messe "Ignite" in Orlando (Florida) am Montag an. Microsoft werde für die Umsetzung mit ausgewählten Nonprofit- und humanitären Organisationen eng zusammenarbeiten. Das Geld soll zur Mitfinanzierung von Projekten sowie für die technologische Entwicklung eingesetzt und das gewonnene Know-how geteilt werden. ORLANDO - Microsoft will das Potenzial Künstlicher Intelligenz mit einem 40 Millionen Dollar-Programm verstärkt auch humanitären Organisationen zur Verfügung stellen. (Boerse, 24.09.2018 - 15:08) weiterlesen...

US-TECH-WERTE IM FOKUS: Alphabet und Facebook müssen die Branche wechseln. Auch in den USA wurden die Karten im Sektor neu gemischt: Von diesem Montag an finden sich wichtige Branchenwerte in einem Index für Kommunikations-Dienstleister wieder - eine Gelegenheit zur Profilierung für die puren Tech-Unternehmen. Die wichtigsten Punkte der Umstellung, was die Experten sagen und wie es für ausgewählte Aktien läuft. NEW YORK - In der neuen Woche werden nicht nur die deutschen Technologiewerte in den hiesigen Aktienindizes kräftig durcheinandergewirbelt. (Boerse, 24.09.2018 - 12:58) weiterlesen...

Volkswagen will ab 2019 Software-Entwickler selbst ausbilden. Im Frühjahr 2019 solle der erste Jahrgang mit rund 100 Teilnehmern an den Start gehen, nach der Ausbildung sollten 2021 die Absolventen eingestellt werden, sagte Volkswagen-Personalvorstand Gunnar Kilian am Freitag in Wolfsburg. WOLFSBURG - Mitten im Prozess der digitalen Transformation will Volkswagen Software-Entwickler künftig selber ausbilden. (Boerse, 21.09.2018 - 16:11) weiterlesen...

Amazon will mit Alexa Schlüsselrolle im vernetzten Zuhause einnehmen. So wird der Online-Händler Herstellern von Hausgeräten künftig günstige Einbau-Module anbieten, mit denen sie Alexa in ihre Technik integrieren können. Bei Amazon gekaufte Smarthome-Technik anderer Hersteller soll ohne umständliche Einrichtung sofort funktionieren. Außerdem will Amazon Alexa verstärkt in Autos und Fernseher bringen. SEATTLE - Amazon setzt mit neuen Geräten und Diensten für seine Assistenzsoftware Alexa zur Dominanz im vernetzten Zuhause an. (Boerse, 21.09.2018 - 14:06) weiterlesen...