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FRANKFURT - Gute zwei Jahre nach der spektakulären Lufthansa -Rettung hat der deutsche Staat die letzten Anteile an dem Airline-Konzern verkauft.

14.09.2022 - 15:36:31

Lufthansa-Rettung zahlt sich für deutschen Staat aus. Der bundeseigene Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) hat dabei einen Gewinn von 760 Millionen Euro realisiert. Ein Teil der Aktien ging an den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne, der als größter Einzelaktionär des MDax -Konzerns seinen Anteil auf 17,5 Prozent aufstockte. Lufthansa-Chef Carsten Spohr dankte am Mittwoch erneut der Bundesregierung und den Steuerzahlern für die Unterstützung in der schwersten Krise des Unternehmens.

des Hamburger Milliardärs lehnte dazu eine Stellungnahme ab.

Im Zuge der nun beendeten Staatsbeteiligung hatte Lufthansa zwei Aufsichtsräte berufen, welche die Interessen des WSF berücksichtigen sollten. Es handelte sich um die Hamburger Hafen-Chefin Angela Titzrath und den früheren Chef des Flughafens München, Michael Kerkloh. Beide sind laut Unternehmen ordentlich bestellt und müssen nun keineswegs automatisch zurücktreten.

Das Unternehmen verlässt die staatliche Obhut mit einem höheren Schuldenstand, weil die kostspieligen Staatshilfen mit Mitteln privater Geldgeber abgelöst wurden, nachdem die Insolvenzgefahr überwunden war. Auch die Hilfen der Schweiz wurden zurückgezahlt. Spohr hatte stets betont, dass er lieber am Kapitalmarkt verschuldet sei als beim Steuerzahler. Noch offen sind aber Staatshilfen aus Österreich (210 Mio Euro) und Belgien (287 Mio Euro), wie das Unternehmen in seinem jüngsten Quartalsbericht mitgeteilt hat.

Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien hatten dem Lufthansa-Konzern nach dem Zusammenbruch des Luftverkehrs infolge der Corona-Pandemie unter die Flügel gegriffen. Insgesamt sagten sie dem Konzern neun Milliarden Euro zu, der Löwenanteil der Summe stammt aus Deutschland, dem Heimatland der Lufthansa. Sechs Milliarden Euro einschließlich des Aktienpakets entfielen auf den WSF, während die staatliche KfW-Bank einen Kredit über eine Milliarde Euro beisteuerte.

@ dpa.de