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Indikatoren, Golfstaaten

FRANKFURT - Eine weitere Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und Iran könnte die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung von Volkswirten empfindlich treffen.

08.01.2020 - 12:04:24

Weitere Eskalation von Iran-Konflikt könnte Konjunktur belasten. Sollte es zu einem Krieg in der ölreichen Region kommen, könnte sich Erdöl als Schmierstoff der Weltwirtschaft erheblich verteuern.

"Der Ölpreis würde in die Höhe schießen und läge ganz schnell über 100 Dollar", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer am Mittwoch auf Anfrage. "Das wäre ein Ölpreisschock, der die Weltwirtschaft und natürlich die deutsche Wirtschaft in die Knie zwingen würde. Aber damit rechnen wir nicht."

Nach dem tödlichen US-Luftangriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani nahe Bagdad Ende vergangener Woche hatte der Iran als Vergeltungsangriff in der Nacht zum Mittwoch zwei amerikanisch genutzte Militärstützpunkte im Nachbarland Irak mit Raketen beschossen. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation ist groß.

Es sei entscheidend, wie sich die Lage im Nahen Osten nun entwickele, analysierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Im Falle einer weiteren Eskalation könnte es nach seiner Einschätzung zu einer "längeren Unterbrechung der Ölexporte aus der Region am Persischen Golf" kommen. "Da dort rund ein Fünftel des weltweiten Ölangebots herkommt, würde das zu einem deutlichen Ölpreisanstieg führen, mit negativen Folgen für die europäische und deutsche Konjunktur", warnte Fuest.

"Die Ölversorgung Deutschlands ist ungeachtet der aktuellen Vorfälle weiterhin gesichert", betonte ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV). Im Jahr 2018 - neuere Zahlen liegen dem Verband noch nicht vor - seien von 85,2 Millionen Tonnen Ölimporten nach Deutschland 273 000 Tonnen oder 0,3 Prozent aus dem Iran gekommen, aus dem Irak 3,0 Millionen Tonnen oder 3,5 Prozent.

Steigende Ölpreise könnten dazu führen, dass Autofahrer an der Tankstelle mehr für Benzin und Diesel zahlen müssen. Zwar hängen die Kraftstoffpreise nach Angaben der Mineralölwirtschaft nicht direkt am Ölpreis. Lege der Ölpreis zu, steige aber über kurz oder lang meistens auch der Produktpreis für Benzin und Diesel.

@ dpa.de

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