Aktien, Regierungen

FRANKFURT - Ein Insider aus der Finanzbranche führt den Börsen-Crash der vergangenen Woche auf zweifelhafte Machenschaften zurück.

13.02.2018 - 20:40:40

Insider: Börsen-Crash wurde durch Manipulation verursacht. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten seien auf Manipulationen eines an den Börsen vielbeachteten "Angstbarometers" zurückzuführen, heißt es in einem Schreiben des US-Anwalts Jason Zuckerman an die Finanzregulierungsbehörde CFTC vom Montag. Konkret geht es um den sogenannten Volatilitätsindex "Vix", der einerseits das Ausmaß der Kursschwankungen an den US-Börsen beschreibt, und an dem sich andererseits der Wert spekulativer Finanzprodukte orientiert.

Zuckerman vertritt mit seinem Vorwurf nach eigenen Angaben einen Whistleblower, der hochrangige Posten in einigen der größten Investmentfirmen der Welt inne gehabt habe. Zuckerman ist ein Anwalt aus der US-Hauptstadt Washington, D.C., der sich auf die Vertretung von Whistleblowern spezialisiert hat.

Aufgrund eines Konstruktionsfehlers sei es Händlern mithilfe ausgefeilter Algorithmen möglich, den Vix-Index auf und ab zu bewegen, ohne tatsächliche Transaktionen abzuschließen, heißt es in dem Brief. Hierfür reichten bloße Scheingebote auf sogenannte Optionsgeschäfte aus, die zu unrealistischen Preisen abgegeben werden, sodass sie keine Interessenten finden.

Durch diese Marktmanipulationen seien Kleinanleger und institutionelle Investoren um Milliardenbeträge geprellt worden, schreibt Zuckerman. Zudem seien sie mit systemischen Risiken für die gesamten Finanzmärkte verbunden. Die Behörden müssten Konsequenzen ziehen, bevor die Manipulationen neben der Finanzstabilität auch die Wirtschaft gefährden. Der Anwalt hatte die Behörden bereits in der Vergangenheit auf die möglichen Manipulationen hingewiesen.

Die Chicagoer Börse CBOE, die den Vix-Index berechnet, wies die Vorwürfe zurück. Zuckermans Brief sei voller ungenauer Aussagen, Missverständnisse sowie sachlicher Fehler und somit unglaubhaft, hieß es in einer Stellungnahme.

Dennoch wird die Angelegenheit nun einem Pressebericht zufolge von US-Behörden untersucht. Die Financial Industry Regulatory Authority prüfe, ob Händler bei ihren Geschäften mit entsprechender Manipulationsabsicht vorgegangen seien, berichtet das "Wall Street Journal" am Dienstag vorab.

Vergangene Woche waren die Kurse am US-Aktienmarkt rasant in die Tiefe gerauscht und hatten auch andere Börsen - etwa in Frankfurt - ins Taumeln gebracht. Häufig genannte Gründe für den Crash sind vorherige Übertreibungen im Zuge einer monatelangen Rekordjagd sowie die Erwartung steigender Zinsen. Viele Experten verweisen aber auch darauf, dass Spekulanten mithilfe sogenannter "Exchange Traded Products" (ETPs) auf die Entwicklung des Vix-Index' gewettet und dadurch den starken Kursrutsch verursacht hätten - ein Vorwurf, der neue Schärfe bekäme, sollte der Vix-Index obendrein manipuliert worden sein.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

RATING: Auch Moody's blickt optimistischer auf Griechenland. Das Rating sei von "Caa2" auf "B3" heraufgesetzt worden, teilte das Institut mit. Der Ausblick ist "positiv", damit sind weitere Verbesserungen der Einstufung möglich. Mit der neuen Bewertung bewegt sich das Euro-Land immer noch tief im "Ramsch"-Bereich, wird also weiterhin von konservativen Anlegern gemieden. Von der mildesten Ausprägung dieser Anlageklasse ist Griechenland noch drei Stufen entfernt. LONDON - Nach dem Branchenkollegen Fitch hat am Mittwochabend auch die US-Ratingagentur Moody's ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit Griechenlands angehoben. (Wirtschaft, 21.02.2018 - 22:54) weiterlesen...

Aktien New York Schluss: Steigende Zinsen vermiesen die Stimmung. Die Aussicht auf steigende Leitzinsen in den USA bremste die Aktienkurse im späten Handel komplett aus. Der Dow Jones Industrial büßte am Ende 0,67 Prozent auf 24 797,78 Punkte ein - nachdem er zuvor noch um bis zu 1 Prozent zugelegt hatte. FRANKFURT - Das Fed-Protokoll hat die Anleger an der Wall Street am Mittwoch einige Nerven gekostet. (Boerse, 21.02.2018 - 22:30) weiterlesen...

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 21.02.2018 Deutsche Bank senkt HeidelbergCement-Ziel auf 104,50 Euro - 'Buy' (Boerse, 21.02.2018 - 21:32) weiterlesen...

Kursverluste bei US-Anleihen mit langen Laufzeiten nach Fed-Protokoll. Nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls gerieten ihre Kurse unter Druck. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg auf den höchsten Stand seit Anfang 2014. NEW YORK - US-Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten haben am Mittwoch im späten amerikanischen Handel stark nachgegeben. (Sonstige, 21.02.2018 - 21:20) weiterlesen...

Börse in Frankfurt - DAX: Schlusskurse im Späthandel am 21.02.2018 um 20:30 Uhr Frankfurt/Main - An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 21.02.2018 um 20:30 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt. (Sonstige, 21.02.2018 - 20:46) weiterlesen...

Aktien New York: Gewinne nach Fed-Protokoll ausgebaut. Der Dow Jones Industrial legte um 1,00 Prozent auf 25 213,74 Punkte zu. Der Nasdaq 100 Index stieg sogar auf den höchsten Stand seit fast drei Wochen. Aus Sicht der Notenbanker gibt es bislang keine Anzeichen für eine auf breiter Basis steigende Inflation. NEW YORK - Die US-Börsen sind am Mittwoch nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls auf Tageshöchstkurse gestiegen. (Boerse, 21.02.2018 - 20:26) weiterlesen...