RYANAIR HLDGS, IE00BYTBXV33

FRANKFURT / DUBLIN - Die Gewerkschaften Verdi und Vereinigung Cockpit haben empört auf Drohungen der Fluggesellschaft Ryanair reagiert, bei fortgesetzten Streiks in Deutschland Jobs zu streichen.

12.09.2018 - 11:11:25

Gewerkschaften empört über Ryanair-Drohung zu Jobstreichungen. "Es ist ein absoluter Skandal, wenn hier Mitarbeiter bedroht werden, die ihren Grundrechten nachgehen", sagte VC-Vize Markus Wahl am Mittwoch in Frankfurt. Das zeige erneut, dass Ryanair versuche, die Beschäftigten mit der Angst um den Arbeitsplatz unter Druck zu setzen. Allerdings belege die große Streikbeteiligung, dass diese Mittel nicht mehr wirkten.

"Die Zeit der absoluten Einschüchterung ist vorbei", sagte die Verdi-Tarifsekretärin Katharina Wesenick nach einer Protestaktion mit rund 70 Flugbegleitern am Frankfurter Flughafen. Da es aber immer noch Befürchtungen über berufliche Nachteile gebe, hatten die Teilnehmer Masken mit dem Konterfei des Airline-Chefs Michael O'Leary aufgesetzt. Auf Plakaten wurde gefordert "Ryanair stop squeezing out your crew" (Hör auf, deine Besatzung auszupressen). Dazu wurden Zitronen verteilt.

Beide Gewerkschaften berichteten von einer sehr hohen Beteiligung an ihren Aktionen. Man sei optimistisch, dass über den Streiktag 60 bis 70 Prozent der rund 400 geplanten Deutschlandflüge ausfallen, sagte Wahl. Das würde deutlich über die 150 Flugabsagen hinausgehen, die Ryanair bereits am Dienstag verkündet hatte. Das Unternehmen teilte per Twitter mit, dass die verbliebenen 30 Morgenflüge aus Deutschland planmäßig gestartet seien. Der gemeinsame 24-Stunden-Streik von Piloten und Flugbegleitern hatte am Mittwochmorgen begonnen und sollte noch bis Donnerstag um 2.59 Uhr andauern.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Verdi will Tarifgespräche mit Ryanair fortsetzen. "Wir liegen noch weit auseinander, aber die Gespräche gehen weiter", teilte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle am Montag in Berlin mit. Die irische Fluggesellschaft Ryanair und Verdi hatten sich am Donnerstag und Freitag getroffen, am Wochenende bewerteten dann Tarifexperten der Gewerkschaft die Zwischenergebnisse. Zu Details wollte sich eine Verdi-Sprecherin nicht äußern. Der nächste Verhandlungstermin müsse noch abgestimmt werden. BERLIN - Die Tarifverhandlungen für rund 1000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland werden in dieser Woche fortgesetzt. (Boerse, 22.10.2018 - 14:11) weiterlesen...

Neues Imageproblem für Ryanair - Rassistischer Vorfall in Flugzeug. Ein Mann beschimpfte in einer Maschine eine 77-jährige Frau lautstark unter anderem als "hässlichen schwarzen Bastard". Der pöbelnde Passagier wurde aber nicht aus dem Flugzeug auf dem Airport von Barcelona gewiesen. Stattdessen wurde das Opfer auf eigenen Wunsch umgesetzt. DUBLIN - Ein rassistischer Vorfall in einem Ryanair -Flugzeug hat Europas größte Billig-Airline in Erklärungsnot gebracht. (Boerse, 22.10.2018 - 12:52) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt Ryanair auf 'Market-Perform' - Ziel 12,50 Euro. Nach der jüngsten Gewinnwarnung habe es nicht mehr viel Neues gegeben, schrieb Analyst Daniel Roeska in einer am Montag vorliegenden Studie. Der Brexit bleibe eine große Sorge. NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Ryanair nach Zahlen auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 12,50 Euro belassen. (Boerse, 22.10.2018 - 09:27) weiterlesen...

Ryanair-Chef: Laudamotion flog in sechs Monaten 150 Millionen Euro Verlust ein SCHWECHAT/DUBLIN - Die aus der Pleite-Airline Niki hervorgegangene Laudamotion wäre laut Ryanair-Chef Michael O'Leary ohne die Hilfe des irischen Billigfliegers wohl gescheitert. (Boerse, 19.10.2018 - 13:44) weiterlesen...

Kein Fortschritt bei Ryanair-Tarifgesprächen. FRANKFURT/BERLIN - Im Tarifkonflikt mit der irischen Fluggesellschaft Ryanair stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. Die Gewerkschaft Verdi setzte am Freitag in Berlin die am Vortag unterbrochenen Tarifgespräche für die rund 1000 Flugbegleiter in Deutschland fort. Sie machte aber ebenso wie die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine Lösung von Regelungen für den Standort Bremen abhängig. Diesen will Ryanair zum 5. November schließen. Das bedeutet den Wegfall von 90 Arbeitsplätzen. Kein Fortschritt bei Ryanair-Tarifgesprächen (Boerse, 19.10.2018 - 13:09) weiterlesen...

Weiter keine Lösung im Tarifkonflikt bei Ryanair. FRANKFURT/BERLIN - Bei den Tarifverhandlungen für rund 1000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland zeichnet sich keine rasche Einigung ab. Die Gewerkschaft Verdi und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit machten eine Lösung des Konflikts am Freitag von Regelungen für den Standort Bremen abhängig. Diesen will Ryanair zum 5. November schließen. Das träfe 90 Beschäftigte der irischen Fluggesellschaft. Verdi setzte am Freitag in Berlin die am Vortag unterbrochenen Tarifverhandlungen für die Flugbegleiter fort. Weiter keine Lösung im Tarifkonflikt bei Ryanair (Boerse, 19.10.2018 - 13:08) weiterlesen...