Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Finanzierung, Investitionen

FRANKFURT - Die Menschen in Deutschland haben in der Corona-Krise in Summe so viel Geld auf die hohe Kante gelegt wie nie und das Aktiensparen entdeckt.

15.01.2021 - 13:07:29

Privathaushalte dank Sparfleiß in der Corona-Krise so reich wie nie. Auf den Rekordwert von 6738 Milliarden Euro kletterte das Geldvermögen der privaten Haushalte im dritten Quartal 2020, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das sind 108 Milliarden oder 1,6 Prozent mehr als im Vierteljahr zuvor. Privatanleger profitierten auch davon, dass sich die Aktienmärkte vergleichsweise rasch vom Corona-Crash im Februar und März erholten.

Die Entwicklung im Zeitraum Juli bis einschließlich September sei "erneut durch eine hohe Ersparnisbildung und die anhaltende Erholung am Kapitalmarkt geprägt", erklärte die Bundesbank. Die Bewertungsgewinne aus gestiegenen Kursen bezifferte die Notenbank auf 20 Milliarden Euro.

Wie das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor. Immobilien, die seit Jahren teils kräftige Wertsteigerungen verzeichnen, berücksichtigt die Bundesbank in dieser Berechnung nicht.

Nach Schätzungen der DZ Bank dürfte das Geldvermögen der privaten Haushalte im Gesamtjahr 2020 um 393 Milliarden Euro auf den Höchstwert von 7,1 Billionen Euro zugenommen haben - vor allem weil Privathaushalte in der Krise sparten wie die Weltmeister.

Aus Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit hielten viele Menschen ihr Geld zusammen, zudem bremsten die zeitweisen Schließungen im Einzelhandel und Reisebeschränkungen den Konsum. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Sparquote im vergangenen Jahr auf das Rekordhoch von 16,3 Prozent. Von 100 Euro verfügbarem Einkommen legten die Haushalte somit im Schnitt gut 16 Euro auf die hohe Kante.

"Allerdings blieben die Mittel größtenteils einfach auf den Girokonten stehen und wurden nicht angelegt", analysierte DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel jüngst. Im Zinstief wüssten viele Anleger "nicht wohin mit freiwerdenden oder neuen Anlagemitteln".

Sparer setzten der Bundesbank zufolge auch im dritten Quartal vor allem auf Bargeld und Bankeinlagen, die zwar wegen der Zinsflaute kaum noch etwas abwerfen, auf die sie aber schnell zugreifen können. Das Volumen belief sich Ende des dritten Quartals auf rund 2735 Milliarden Euro. Das waren etwa 41 Milliarden Euro mehr als im zweiten Vierteljahr 2020.

Zugleich setzten die als eher börsenscheu geltenden Bundesbürger verstärkt auf Aktien und Fonds. Das Engagement der privaten Haushalte auf dem Kapitalmarkt habe zuletzt "einen rasanten Aufschwung" erlebt, stellte die Bundesbank fest. Im dritten Vierteljahr kauften private Haushalte unter dem Strich Aktien sowie Anteile an Investmentfonds im Gesamtumfang von 20 Milliarden Euro. Das entspreche fast dem Dreifachen der durchschnittlichen Zukäufe der vergangenen zehn Jahre.

Nach Angaben des Fondsverbandes BVI setzte sich in der Corona-Krise die Nachfrage nach Mischfonds fort, die vor allem Privatanleger über Sparpläne nutzen. Von Anfang Januar bis Ende Oktober 2020 kauften Anleger netto Anteile im Wert von 7,5 Milliarden Euro an solchen Fonds. Dies sei eine Steigerung um 44 Prozent gegenüber den ersten zehn Monaten des Vorjahres und bedeute voraussichtlich das neunte Jahr in Folge mit Zuflüssen, bilanzierte der BVI.

Dennoch machen Aktien und Fonds nach wie vor nur einen Bruchteil des gesamten Geldvermögens der Privathaushalte in Deutschland aus: Ende September steckten den Bundesbank-Zahlen zufolge rund 731 Milliarden in Aktien und sonstigen Anteilsrechten. Bei Investmentfonds waren es knapp 688 Milliarden Euro.

Nach wie vor deutlich beliebter sind Versicherungen und andere Altersvorsorgeprodukte. Ende September summierten sich deren Bestände auf fast 2442 Milliarden Euro, rund 19 Milliarden Euro mehr als im zweiten Vierteljahr 2020.

Wie schon in der Vergangenheit nutzen die Menschen die Niedrigzinsen, um sich günstig Geld zu leihen, insbesondere für Wohnungsbaukredite. Nach Abzug der Schulden, stieg das Geldvermögen um 80 Milliarden auf gut 4802 Milliarden Euro.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bafin entlastet Banken bis Ende 2021 bei zusätzlicher Kapitalvorgabe. Der sogenannte antizyklische Kapitalpuffer bleibe zunächst bei null Prozent, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Freitag mit. Derzeit gehe die Behörde davon aus, "dass sie ihn bis Ende 2021 nicht erhöht". FRANKFURT - Die Finanzaufsicht Bafin entlastet Banken angesichts der anhaltenden Pandemie und möglicher Kreditausfälle infolge der Corona-Krise weiterhin bei Kapitalvorgaben. (Boerse, 26.02.2021 - 15:35) weiterlesen...

Shell will in Raffinerie Rheinland nachhaltige Kraftstoffe herstellen. Dazu soll bis 2025 eine kommerzielle Bio-Power-to-Liquid-Anlage (PTL) gebaut werden, wie die Hamburger Shell Deutschland Oil GmbH am Freitag in Köln mitteilte. Darüber hinaus soll die Kapazität der Wasserstoff-Elektrolyse-Pilotanlage am Standort Wesseling nahe Köln noch vor 2025 auf 100 Megawatt verzehnfacht werden. HAMBURG/KÖLN - Der Ölkonzern Shell will in Deutschlands größter Raffinerie Rheinland nachhaltige Flugkraftstoffe herstellen. (Boerse, 26.02.2021 - 11:50) weiterlesen...

Munich Re wittert wieder bessere Geschäfte - Aktie legt zu. Selbst eine erneute Absage der Olympischen Spiele in Japan würde das Gesamtbild bei der Munich Re nicht wesentlich verändern, sagte Vorstandschef Joachim Wenning bei der Vorlage der Jahreszahlen am Donnerstag in München. Obwohl der Konzerngewinn 2020 kräftig einbrach, winkt den Anteilseignern eine unveränderte Dividende. Einen Aktienrückkauf soll es aber frühestens 2022 wieder geben - auch weil sich der Geschäftsausbau wieder zu lohnen scheint. MÜNCHEN - Der Rückversicherer Munich Re rechnet nach den teuren Einschlägen durch die Corona-Pandemie für 2021 mit deutlich mehr Gewinn. (Boerse, 25.02.2021 - 13:42) weiterlesen...

Munich Re will frühestens 2022 wieder eigene Aktien zurückkaufen. Das Management mache Aktienrückkäufe immer davon abhängig, dass die Munich Re das überschüssige Kapital nicht besser für Übernahmen oder den Geschäftsausbau einsetzen könne. Die nächste Entscheidung dazu stehe Anfang 2022 an. MÜNCHEN - Der Rückversicherer Munich Re auch im weiteren Verlauf des Jahres nicht anders überlegen. (Boerse, 25.02.2021 - 10:35) weiterlesen...

Moderna will Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoff ausbauen. Im kommenden Jahr solle so die Produktion von 1,4 Milliarden Impfdosen à 100 Mikrogramm möglich sein, teilte das Unternehmen mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Mittwoch mit. In diesem Jahr könne die geplante Produktion von 600 Millionen Dosen um 100 Millionen Dosen aufgestockt und möglicherweise noch weiter ausgebaut werden. CAMBRIDGE - Das US-Unternehmen Moderna will die Produktionskapazitäten für seinen Corona-Impfstoff ausbauen. (Boerse, 24.02.2021 - 23:05) weiterlesen...

SUV-Spezialist SsangYong muss erneut Produktion anhalten. Die Anlage in Pyeongtaek werde am Donnerstag und Freitag stillstehen, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in einer Mitteilung an die Börse in Seoul. Grund sei die Weigerung der Zulieferer, Teile zu liefern. Geplant sei, die Fertigung am nächsten Dienstag wieder anzufahren. Am Montag ist in Südkorea ein Feiertag. Pyeongtaek liegt etwa 70 Kilometer südlich der Hauptstadt Seoul. SEOUL - Der angeschlagene südkoreanische Geländewagenspezialist SsangYong Motor muss wegen fehlender Teile erneut die Produktion stoppen. (Boerse, 24.02.2021 - 14:12) weiterlesen...