Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

FRANKFURT - Die IG Metall will beim technologischen Umbau der deutschen Industrie viel stärker mitreden, um möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.

25.12.2020 - 13:34:00

IG Metall fordert stärkere Mitsprache bei Umbauplänen der Industrie. Bei den anstehenden Tarifverhandlungen für rund 3,8 Millionen Beschäftigte der Branchen Metall und Elektro verlangt die Gewerkschaft daher nicht nur vier Prozent mehr Geld, sondern auch sogenannte Zukunftstarifverträge und intelligente Optionen zur Arbeitszeitverkürzung. Die Corona-Pandemie heizt die Entwicklung zusätzlich an.

mit der jetzt angelaufenen systematischen Umstellung auf Elektromobilität bis hin zu kleineren Betrieben, die eigene Ideen zu ihrer Zukunft haben."

Natürlich könne es auch zu Konflikten kommen - wie etwa beim Autozulieferer Continental , der allein in Deutschland 13 000 Stellen abbauen will. Hier werde darüber gestritten, was im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie stehen sollte. "Nachhaltigkeit mit der Qualifikation und Innovationskraft der Beschäftigten und Auszubildenden oder billiges Kostentreiben mit Verlagerung der Produktion in Niedriglohnstandorte." Das sei ein klarer Interessenskonflikt, den man austragen werde.

Die wirtschaftliche Lage stelle sich in der Corona-Krise für die Betriebe sehr unterschiedlich dar, sagte der IG-Metall-Chef. Neben stark getroffenen Unternehmen - beispielsweise in der Luftfahrtindustrie - gebe es auf der anderen Seite rund 20 Prozent, die von einer Krise noch gar nichts mitbekommen hätten. Im Fahrzeugbau wiederum habe nach dem Sommer eine starke Erholung eingesetzt, die aktuell durch Probleme in den Lieferketten gefährdet werde.

Unter dem Strich fordere die IG Metall wegen der heterogenen Lage ein Volumen von vier Prozent, das je nach Situation das Entgelt erhöhe oder bei Arbeitszeitverkürzungen die Einkommensverluste teilweise ausgleiche. Damit werde auch die private Nachfrage gestützt, die für die Konjunktur eine immer größere Bedeutung einnehme.

Hofmann warb erneut für das Modell der Viertagewoche, das die Arbeitszeit bei nur teilweisem Lohnausgleich von 35 auf 32 Stunden reduziere. "Arbeitgeber und Betriebsräte haben das gleiche Interesse, die Fachkräfte zu halten. Die Viertagewoche bietet dort eine Alternative zur Arbeitszeitverkürzung, wo Kurzarbeit nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Sie ist längerfristig angelegt und reagiert nicht nur auf konjunkturelle Schwankungen. Daher brauchen wir hier auch einen teilweisen Entgeltausgleich."

"Wer kürzer arbeitet ist produktiver", erklärte der Gewerkschafter. "Wir haben bereits enorm flexible Arbeitszeiten in der Industrie. Die Arbeitszeitkonten würden wir gerne tariflich regeln, was die Arbeitgeber in vielen Regionen bislang verweigern. Wir müssen dabei die Arbeitnehmer auch vor Willkür und Überforderung schützen. Es braucht zum Beispiel verbindliche Anmeldefristen, um das Leben planbar zu machen."

Warnstreiks in den deutschen Schlüsselbranchen wie Auto und Maschinenbau kann es wegen der Friedenspflicht erst im März geben. "Ich bin froh, dass wir im neuen Jahr erst einmal zwei Monate zum Verhandeln haben", meinte Hofmann. Er sehe einige positive Ansätze aus den vorangegangenen Gesprächen im Frühjahr 2020. Man müsse jetzt die Verhandlungen in den Regionen abwarten, sagte Hofmann. Es werde nur schwierig, wenn sich die Arbeitgeber weiterhin "einmauerten". Er sehe aber Fortschritte.

Unter Pandemie-Bedingungen müssten sich die Formen des Arbeitskampfes anpassen, sagte Hofmann. "Wir werden unseren Protest bei Warnstreiks sicher anders in die Öffentlichkeit tragen, als dicht gedrängt und mit vielen roten Fahnen vor den Werkstoren zu stehen." Gute Erfahrungen habe man beispielsweise mit Autocorsos gemacht. Es sei aber trotz digitaler Möglichkeiten schwerer als im Betrieb, die Beschäftigten anzusprechen.

Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung in ihren Branchen habe die Gewerkschaft auch bei ihrer Mitgliederentwicklung gespürt, sagte der Erste Vorsitzende. "Allein bei Metall und Elektro sind rund 120 000 Stellen in den Stammbelegschaften und viele Zehntausende Leiharbeiter verloren gegangen." Genaue Zahlen will Deutschlands größte Gewerkschaft im kommenden Jahr vorstellen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Wechsel im Porsche-Vorstand: Barbara Frenkel neue Beschaffungs-Chefin. STUTTGART - Mit Barbara Frenkel zieht im Sommer erstmals eine Frau in den Vorstand des Autobauers Porsche ein. Sie übernimmt das Ressort Beschaffung von Uwe-Karsten Städter, der in den Ruhestand geht, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Frenkel begann ihre Karriere den Angaben zufolge in der Zulieferindustrie. Seit 19 Jahren ist sie in leitenden Funktionen bei Porsche tätig und derzeit Vertriebschefin für Europa. Ihre neue Aufgabe soll sie am 1. Juni mit einer Übergabephase beginnen. Wechsel im Porsche-Vorstand: Barbara Frenkel neue Beschaffungs-Chefin (Boerse, 05.03.2021 - 15:24) weiterlesen...

VW legt bei E-Flotten-Zielen nach - Autos werden zur Daten-Plattform. Über Downloads zusätzlicher Funktionen und eine Erweiterung der Steuerungssoftware in den Fahrzeugen sollen VW-Nutzer schrittweise in ein digitales Netzwerk eingebunden werden. WOLFSBURG - Mehr Tempo bei der E-Mobilität und das wachsende Geschäft mit Kundendaten sollen bei Volkswagen oder General Motors haben die Wolfsburger aber noch kein festes Datum für einen Abschied vom Verbrenner genannt. (Boerse, 05.03.2021 - 14:29) weiterlesen...

Neue VW-Strategie soll Daten und Downloads in alle Autos bringen. In den kommenden Jahren soll so die Kommunikation mit den Kunden enger verzahnt und gleichzeitig eine neue Erlösquelle geschaffen werden. Die Kernmarke des größten europäischen Autokonzerns stellte dazu am Freitag die Strategie "Accelerate" vor. Sie reicht bis 2030. WOLFSBURG - Neben der Erweiterung der Elektro-Flotte wird das Geschäft mit Daten und dem Herunterladen zusätzlicher Funktionen in der Auto-Software ein zentraler Schwerpunkt bei Volkswagen . (Boerse, 05.03.2021 - 11:18) weiterlesen...

CAAM-Daten: Chinesischer Automarkt wegen Neujahrsfest mit Rückgang zum Vormonat. Das Minus zum Vormonat beläuft sich auf 42 Prozent auf 1,45 Millionen abgesetzte Fahrzeuge, wie der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) am Freitag in Peking auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. PEKING - Der chinesische Automarkt hat im Februar auch wegen des Neujahrsfestes in dem Land einen deutlichen Knick verzeichnet. (Boerse, 05.03.2021 - 10:51) weiterlesen...

VW will Elektro-Anteil rascher steigern - Verdoppelung bis 2030 WOLFSBURG - Der Ausbau der Flotte reiner E-Fahrzeuge soll bei Volkswagen hatte einen solchen Schritt bereits im Rahmen seiner Strategieplanung bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts angekündigt. (Boerse, 05.03.2021 - 10:51) weiterlesen...

Porsche verzeichnet deutlich angezogene Nachfrage. "Wir sind per Ende Februar prozentual zweistellig unterwegs gegenüber Vorjahr", sagte Vertriebsvorstand Detlev von Platen am Donnerstag. Das gelte über alle Modellreihen und alle Märkte hinweg. Zahlen nannte er nicht. Porsche veröffentlicht den Absatz nur quartalsweise. STUTTGART - Der Sportwagenbauer Porsche hat zum Start ins Jahr 2021 einen deutlichen Schub beim Absatz verzeichnet. (Boerse, 04.03.2021 - 17:58) weiterlesen...