Deutschland, Branchen

FRANKFURT - Die Gewerkschaft IG BAU sieht die geplante Anhebung des Mindestlohns im Fall der Gebäudereinigungsbranche nicht nur positiv.

16.11.2021 - 11:51:25

Höherer Mindestlohn - IG BAU will mehr Geld für Reinigungskräfte. "Wenn die Ampelkoalition in spe ernst macht und den allgemeinen Mindestlohn im nächsten Jahr auf 12 Euro setzt, dann liegt die Marge in der Gebäudereinigung drunter", erklärte das Bundesvorstandsmitglied der Gewerkschaft, Ulrike Laux, in einer Mitteilung am Dienstag. "Das wäre katastrophal", meint sie.

Bisher beträgt der tarifliche Mindestlohn in der Branche in der niedrigsten Lohngruppe 11,11 Euro je Stunde und soll ab dem Jahr 2023 auf 12 Euro angehoben werden, so die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. 500 000 von etwa 700 000 Reinigungskräften dürfen sich dann über eine Lohnerhöhung freuen.

Man müsse aber mit einem höheren gesetzlichen Mindestlohn darauf achten, dass der alte "Mindestlohn-Abstand" nach oben wieder hergestellt werde. "Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger haben einen harten Job, sie arbeiten im Schichtbetrieb, an Sonn- und Feiertagen und es gibt Jobs, die haben einen besseren Ruf. Deshalb muss es Anreize geben, um Personal zu finden", sagt Laux. Daher fordert die Gewerkschafterin, vorzeitig einen neuen Branchen-Mindestlohn mit den Arbeitgebern zu verhandeln.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Norwegen kann nicht mehr Gas an Deutschland liefern Norwegen kann seine Gas-Lieferungen an Deutschland nicht weiter ausweiten. (Wirtschaft, 19.01.2022 - 00:13) weiterlesen...

Lauterbach: Impfpflicht muss schnell kommen. Die Impfpflicht müsse schnell kommen, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der Sendung "RTL Direkt". BERLIN - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält es für wichtig, dass eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona nach einer entsprechenden Entscheidung des Bundestags schnell in Kraft tritt. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 23:22) weiterlesen...

US-Regierung besorgt über russische Truppenverlegungen nach Belarus. Aus dem US-Außenministerium hieß es am Dienstag, russische Soldaten seien am Wochenende in das nördliche Nachbarland der Ukraine verlegt worden. "Der Zeitpunkt ist bemerkenswert und gibt natürlich Anlass zur Sorge, dass Russland beabsichtigen könnte, unter dem Deckmantel gemeinsamer Manöver Truppen in Belarus zu stationieren, um die Ukraine möglicherweise von Norden her anzugreifen", sagte eine hochrangige US-Regierungsvertreterin. Sie betonte, eine "Komplizenschaft" des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko bei einem solchen Angriff wäre "völlig inakzeptabel". WASHINGTON - Die US-Regierung hat sich besorgt über russische Truppenverlegungen nach Belarus inmitten des Ukraine-Konflikts geäußert. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 22:23) weiterlesen...

Drei Deutsche als Vizepräsidenten des EU-Parlaments bestätigt. Unter den am Dienstag Gewählten sind drei Deutsche: die Sozialdemokratin Katarina Barley, die Liberale Nicola Beer und der Christdemokrat Rainer Wieland. Sie alle hatten bereits zuvor den Posten der Vizepräsidentin beziehungsweise des Vizepräsidenten inne. Barley und Wieland erhielten direkt im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, Beer wurde im zweiten Wahlgang bestätigt. STRASSBURG - Das EU-Parlament hat seine 14 Vizepräsidenten bestimmt. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 21:23) weiterlesen...

Devisen: Euro weiter unter Druck - Zinserwartungen stützen US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1333 Dollar gehandelt, nur knapp über dem Tagestief von 1,1319 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1367 (Montag: 1,1403) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8797 (0,8770) Euro gekostet. NEW YORK - Der Euro hat am Dienstag im späten US-Devisenhandel weiter unter Druck gestanden. (Boerse, 18.01.2022 - 20:49) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP 2: Scholz droht Russland im Ukraine-Konflikt - Baerbock in Moskau. Er drohte Moskau am Dienstag erneut mit "hohen Kosten" für den Fall eines Überfalls auf die Ukraine. Außenministerin Annalena Baerbock warb bei einem Gespräch mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow für eine rasche Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen in dem Konflikt. Die Nato schlug Russland neue Krisengespräche vor. BERLIN/MOSKAU - Angesichts der Spannungen im Ukraine-Konflikt hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Russland zur Reduzierung seiner Truppen an der Grenze zu dem Nachbarland aufgefordert. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 20:41) weiterlesen...