Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

LUFTHANSA AG, DE0008232125

FRANKFURT - Die Frankfurter Justiz fürchtet eine nicht zu bewältigende Klagewelle, weil Fluggesellschaften in der Corona-Krise stornierte Flüge nicht rechtzeitig erstatten.

22.05.2020 - 14:01:37

Justiz befürchtet Überlastung durch Verfahren um Flugtickets. "Wir erwarten, dass sich Luftverkehrsunternehmen rechtstreu verhalten und gesetzliche Verpflichtungen zur Rückerstattung von stornierten Tickets erfüllen", erklärte am Freitag der Vize-Präsident des Amtsgerichts Frankfurt, Frank Richter. Am Mittwoch hatte das Verbraucherportal "Flightright" angekündigt, im Namen von rund 20 000 Passagieren bei den Gesellschaften Lufthansa und Ryanair ausstehende Gelder einzuklagen. Zusammengenommen gehe es um rund 20 Millionen Euro.

Bislang seien nur vereinzelt Klagen eingegangen, sagte Vize-Präsident Richter. Die Fluggesellschaften verzögern derzeit Barerstattungen und versuchen stattdessen die Kunden mit Gutscheinen ruhigzustellen. Eine verbindliche Gutscheinlösung ist allerdings am Veto der Europäischen Kommission gescheitert, so dass nach gültiger Rechtslage mit wenigen Tagen Frist zurückgezahlt werden müsste. Die Lufthansa allein hat das Volumen der fraglichen Kundengelder auf 1,8 Milliarden Euro beziffert.

Man habe die rechtmäßigen Erstattungen zu keinem Zeitpunkt gestoppt, erklärte ein Lufthansa-Sprecher in Frankfurt. Es komme aber wegen der schieren Masse der Stornierungen teils zu erheblichen Verzögerungen, weil jedes Ticket einzeln geprüft werden müsse. Man hoffe auf das Verständnis der Passagiere und habe auch entsprechend Personal aufgestockt. Genaue Angaben zu ausstehenden Erstattungen oder durchschnittlicher Bearbeitungsdauer machte Lufthansa aber nicht.

Das Amtsgericht sieht sich zu Inkassozwecken missbraucht. Massenhafte Verfahren, über die alle einzeln entschieden werden müsste, würden die Kammer über die Belastungsgrenze bringen, sagte Richter. Er appellierte an die Beteiligten: "Sofern eine klare gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung besteht, sollten Gerichtsverfahren zur Feststellung eines Schuldverhältnisses eigentlich nicht erforderlich sein."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Lufthansa-Tochter Brussels Airlines vor Wiederaufnahme des Flugbetriebs. BRÜSSEL - Nach wochenlangem Stillstand durch die Corona-Krise will die belgische Flugline Brussels Airlines Mitte Juni den Flugbetrieb wieder aufnehmen - unter besonderen Vorkehrungen. Die ersten neun Flüge sollen am 15. Juni vom Flughafen der belgischen Hauptstadt Brüssel starten, teilte das Tochterunternehmen der deutschen Lufthansa am Freitag mit. Lufthansa-Tochter Brussels Airlines vor Wiederaufnahme des Flugbetriebs (Boerse, 05.06.2020 - 11:51) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Bernstein senkt Lufthansa auf 'Market-Perform' - Ziel 10 Euro. Das schlimmste Szenario für die Fluggesellschaft sei auch im Fall der Zustimmung der Aktionäre für die staatliche Rettung noch nicht vom Tisch, schrieb Analyst Daniel Roeska in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Lufthansa sitze auf einem großen Schuldenberg und es werde lange dauern, diesen abzubauen, was das Verpassen langfristiger strategischer Möglichkeiten bedeuten könnte. NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Lufthansa von "Outperform" auf "Market-Perform" abgestuft und das Kursziel auf 10 Euro belassen. (Boerse, 05.06.2020 - 07:19) weiterlesen...

Lufthansa-Tochter Eurowings will 2021 trotz Corona Gewinnschwelle erreichen. "Unsere Ambition bleibt, im nächsten Jahr den Break-even zu schaffen", sagte Eurowings-Chef Jens Bischof der Branchenzeitschrift "fvw" (Donnerstag). Eurowings will dafür ihre Unternehmensgröße - wie bereits bekannt - schnell den neuen Marktgegebenheiten anpassen und die Verwaltung von rund 1000 um 300 Stellen verkleinern. KÖLN/HAMBURG - Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings will trotz des Rückschlags in der Corona-Krise im kommenden Jahr aus der Verlustzone kommen. (Boerse, 04.06.2020 - 15:57) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Lufthansa auf 'Verkaufen' - Ziel 8 Euro. Das staatliche Rettungspaket, dem die Hauptversammlung noch zustimmen muss, ist unabdingbar zur Vermeidung eines Schutzschirmverfahrens mit weit gravierenderen Folgen, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Vor der Fluggesellschaft liege ein harter Weg, der - konsequent beschritten - langfristig auch zur Stärkung der Wettbewerbsposition beitragen könne. HANNOVER - Die NordLB hat Lufthansa nach der jüngsten Kurserholung von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und das Kursziel auf 8 Euro belassen. (Boerse, 04.06.2020 - 10:32) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Metzler hebt Lufthansa auf 'Hold' und Ziel auf 9,80 Euro. Die aufgehobenen Reisewarnungen und Grenzöffnungen in vielen Ländern wiesen einen positiven Weg aus der Corona-Krise, schrieb Analyst Guido Hoymann in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Fluggesellschaft könnte damit seine Erwartungen in puncto Liquiditätserhalt übertreffen, wozu auch die starke Marktposition beitragen sollte. FRANKFURT - Metzler hat Lufthansa von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 3,80 auf 9,80 Euro angehoben. (Boerse, 04.06.2020 - 09:05) weiterlesen...

Zweiter Sonderflug der deutschen Wirtschaft landet in Shanghai. Die Maschine mit rund 181 Passagieren an Bord landete auf dem internationalen Flughafen Pudong, wie die deutsche Handelskammer in China berichtete. Es handelt sich um in China tätige Manager, Techniker und andere Vertreter der deutschen Wirtschaft sowie Angehörige, die nach dem Ausbruch der Pandemie in Deutschland gestrandet waren. SHANGHAI - Ein zweiter Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China ist am Donnerstag in Shanghai eingetroffen. (Boerse, 04.06.2020 - 08:07) weiterlesen...