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DEUTSCHE BANK AG, DE0005140008

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing mit einer weiteren Zinssenkung die angespannte Lage in Europa nicht verbessern.

04.09.2019 - 10:12:26

Deutsche-Bank-Chef: Niedrigzinsen ruinieren das Finanzsystem. "Gesamtwirtschaftlich wird eine weitere Zinssenkung auf dem aktuellen Niveau verpuffen. Sie wird lediglich die Vermögenspreise weiter in die Höhe treiben und die Sparer weiter belasten", sagte Sewing am Mittwoch auf der "Handelsblatt"-Bankentagung in Frankfurt.

kosten die negativen Einlagenzinsen einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in diesem Jahr. Auf vier Jahre hochgerechnet sind das deutlich mehr als zwei Milliarden Euro", rechnete Sewing vor.

Geschäftsbanken müssen seit Mitte Juni 2014 Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei EZB parken. Derzeit verlangt die Notenbank 0,4 Prozent Strafzinsen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte angedeutet, dass dieser negative Einlagensatz weiter ins Minus gesenkt werden könnte - möglicherweise schon bei der nächsten EZB-Sitzung am 12. September. Damit wollen die Währungshüter die Kreditvergabe und so die Wirtschaft im Euroraum ankurbeln.

"Langfristig ruinieren diese Niedrigzinsen das Finanzsystem", stellte Sewing fest. Auch eine Staffelung des Strafzinses, über die im Kreis der Währungshüter diskutiert wird, würde nach Einschätzung des Deutsche-Bank-Chefs am Grundproblem nichts ändern. Sewings Fazit: "Auf eine ernsthafte Wirtschaftskrise ist die Welt nicht gut vorbereitet - und Europa schon gar nicht."

@ dpa.de