Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Internet, Software

FRANKFURT - Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in deutschen Schulen zwar beschleunigt, doch es gibt weiterhin deutliche Lücken bei der technischen Ausstattung.

01.06.2021 - 14:03:27

Studie zur Digitalisierung an Schulen: Techniklücken und Kluft. Wie aus einer repräsentativen Studie der Universität Göttingen hervorgeht, stellt beispielsweise jede zweite Schule kein Wlan für Schüler bereit. Zudem habe sich eine deutliche Kluft zwischen einzelnen Schulen etwa in Sachen digitaler Kompetenz gebildet, erklärte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die am Dienstag in Frankfurt erste Ergebnisse der Umfrage präsentierte. Die Arbeitsbelastung der Lehrer sei noch einmal gewachsen.

"Das Lernen mit digitalen Medien und Tools wird an deutschen Schulen extrem ungleich umgesetzt", hieß es. Diese digitale Kluft gefährde die Kompetenzentwicklung und die gleichberechtigte Teilhabe. "Wir haben eine auseinanderdriftende Schulwelt", sagte Ilka Hoffmann vom GEW-Vorstand. Für die Studie waren Anfang 2021 bundesweit mehr als 2000 Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I und II befragt worden. Demnach sind etwa ein Drittel der Schulen sogenannte Nachzügler in Sachen Digitalisierung, zwölf Prozent sind "Vorreiter".

"Die Unterschiede sind gravierend", sagte Studienleiter Frank Mußmann von der Universität Göttingen. So kann der Erhebung zufolge beispielsweise nur ein Drittel der Jugendlichen an Nachzügler-Schulen prüfen, ob sie sich auf Informationen im Internet verlassen können. An den Vorreiter-Schulen sind es dagegen 62 Prozent. Und auch die digitale Infrastruktur oder die Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte seien deutlich schlechter.

Die Digitalisierung habe durch Corona einen kräftigen Schub bekommen, so der Wissenschaftler. Aber es gebe gravierende Mängel bei der technischen Ausstattung. "Wlan für alle ist bisher häufig Fehlanzeige." Den Ergebnissen zufolge arbeiten lediglich 70 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer an Schulen mit Wlan für alle Lehrkräfte. Die Hälfte der Schulen hat zudem kein Wlan für die Schülerinnen und Schüler. Und: "Lediglich 57 Prozent der Lehrkräfte arbeiteten an Schulen, an denen es genügend digitale Geräte gibt", sagte Mußmann. Auch sei eine Cloudanbindung nicht selbstverständlich, außerdem würden viele Lehrer im Unterricht auf private elektronische Geräte zurückgreifen.

Ansgar Klinger von der GEW betonte, die technischen Lücken und die Mehrfachbelastung in der Pandemie hätten sowohl zu einer nicht zu verantwortenden Arbeitsbelastung der Lehrkräfte als auch zu der zunehmenden digitalen Kluft geführt. "Diese Entwicklung müssen wir stoppen und nachhaltig umkehren, damit Schulen sowie Schülerinnen und Schüler nicht weiter abgehängt werden." Die GEW forderte ein schnelles Handeln: "Um diese Hausaufgaben kommt die Politik nicht herum."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

'FT': EU und USA vor Beilegung des Handelsstreits rund um Airbus und Boeing. Die EU und die Biden-Regierung stehen nach zwei Tagen intensiver Verhandlungen in Brüssel kurz vor der Bestätigung einer Einigung über die Subventionsregeln für Airbus und Boeing , wie die "Financial Times" (FT) am Montagabend unter Berufung auf Diplomaten und Beamten berichtete. Der Durchbruch soll an diesem Dienstag beim ersten EU-US-Gipfeltreffen von US-Präsident Joe Biden in Brüssel finalisiert werden. LONDON - Die EU und die USA wollen einem Zeitungsbericht zufolge ihren jahrelangen Handelsstreit über Flugzeugsubventionen beilegen und die drohenden Strafzölle in Milliardenhöhe für ihre Volkswirtschaften aufheben. (Boerse, 15.06.2021 - 08:25) weiterlesen...

Infektiologe: Keine Maskenpflicht draußen und für kleinere Kinder. Dagegen müsse es für Innenräume eine differenzierte Diskussion geben, etwa die Abhängigkeit von der Personenzahl, sagte der Experte von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Maske sei eine der effektivsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen. BERLIN - Die Maskenpflicht kann nach Ansicht des Bonner Infektiologen Peter Walger im Freien überall entfallen. (Wirtschaft, 15.06.2021 - 07:52) weiterlesen...

Rüstungsgüter für mehr als 30 Millionen Euro für Saudi-Arabien. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. BERLIN - Die Bundesregierung hat seit Ende Oktober 2020 Rüstungsexporte im Wert von mehr als 30 Millionen Euro an Saudi-Arabien genehmigt. (Boerse, 15.06.2021 - 06:26) weiterlesen...

Vor Gipfel mit Putin: US-Präsident Biden trifft EU-Spitzen in Brüssel. Biden soll in Brüssel gegen Mittag mit EU-Ratspräsident Charles Michel und Kommissionschefin Ursula von der Leyen zusammenkommen. Ziel des Gesprächs ist, nach den vielen Konflikten mit Bidens Vorgänger Donald Trump neue Einigkeit der Verbündeten bei Themen wie Klimaschutz und dem Kampf gegen die Pandemie zu demonstrieren. Zudem wird es um die wirtschaftliche Erholung und die geopolitische Lage gehen. BRÜSSEL - Vor seinem mit Spannung erwarteten Gipfel mit Kremlchef Wladimir Putin trifft US-Präsident Joe Biden am Dienstag die Spitzen der Europäischen Union. (Wirtschaft, 15.06.2021 - 06:11) weiterlesen...

Deutsche Industrie wegen Antisanktionsgesetz in China besorgt. "Alle Aktivitäten im Ausland, die im Widerspruch mit Chinas wirtschaftlichen und politischen Interessen stehen, werden dadurch zum Minenfeld erklärt", sagte Geschäftsführungsmitglied Wolfgang Niedermark der Zeitung "Die Welt" (Dienstag) laut Vorabmeldung. Unternehmen würden Gefahr laufen, "zwischen die Mühlsteine zu geraten". Statt auf Deeskalation zu setzen, schaffe die chinesische Regierung neue Unsicherheit. Das schade Chinas Ruf als Investitionsstandort und Handelspartner, wurde Niedermark zitiert. BERLIN - Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat sich wegen eines neuen Antisanktionsgesetzes in China besorgt gezeigt. (Wirtschaft, 15.06.2021 - 06:06) weiterlesen...

166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt. BERLIN - In den vergangenen zwölf Monaten sind rund 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt worden. Die Summe nannte das Deutsche Studentenwerk (DSW) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Durchschnitt hätten die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat bekommen. Die sogenannte Überbrückungshilfe kann seit einem Jahr (16. Juni 2020) online beantragt werden. 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt (Wirtschaft, 15.06.2021 - 06:05) weiterlesen...