COMMERZBANK AG, DE000CBK1001

FRANKFURT - Die Commerzbank gewichtet Klima- und Umweltschutz in ihren Geschäften künftig stärker.

13.12.2021 - 13:08:27

Commerzbank fordert von Firmenkunden Bemühungen um Kohleausstieg. Bestandskunden, die aktuell mindestens 20 Prozent ihres Umsatzes oder ihrer Stromerzeugung mit Kohle erzielen, gibt das Geldhaus bis 2025 Zeit, einen Plan für den Kohleausstieg bis 2030 zu erarbeiten. "Wir unterstützen unsere Kunden bei ihrer Transformation und wollen ihnen dafür auch die notwendige Planungssicherheit geben. Sehen wir auf Kundenseite jedoch keine konkreten Anstrengungen, das Geschäftsmodell nachhaltig auszurichten, werden wir die Geschäftsbeziehung beenden", kündigte Firmenkundenchef Michael Kotzbauer am Montag an.

Neue Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen, die aktuell mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes oder ihrer Stromerzeugung mit Kohle erzielen, wird die Commerzbank nach eigenem Bekunden nicht aufnehmen. Das Institut werde zudem keine neuen Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen eingehen, die Ausbaupläne bei Öl und Gas verfolgen. Auch die Finanzierung von neuen Ölkraftwerken sowie Finanzierungen für Öl- und Gasförderprojekte seien "grundsätzlich ausgeschlossen".

Festgeschrieben hat der Frankfurter MDax -Konzern dies alles in einer neuen Richtlinie für fossile Brennstoffe, die vom 1. Januar 2022 an gelten soll. "Wir unterstreichen unseren Anspruch, Finanzströme in Richtung des Pariser Klimaziels zu lenken und wir forcieren die Transformation", fasste Commerzbank-Chef Manfred Knof zusammen.

Kern des Pariser Abkommens von 2015 ist die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels fordern Umweltschützer und Wissenschaftler mehr Anstrengungen, um etwa den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu verringern. In der Finanzbranche gibt es inzwischen zahlreiche Bemühungen für mehr Klimaschutz.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH/ROUNDUP: Polnische Kredite belasten Commerzbank - Trotzdem Gewinn erwartet (Im dritten Absatz wurden Grammatikfehler behoben.) (Boerse, 24.01.2022 - 11:16) weiterlesen...

Polnische Kredite belasten Commerzbank - Trotzdem Nettogewinn erwartet. Die polnische Konzerntochter mBank habe Ende 2021 zusätzliche Rückstellungen in Höhe von umgerechnet rund 436 Millionen Euro vorgenommen, teilte das Frankfurter Geldhaus am Freitagabend mit. In dieser Höhe werde auch das operative Ergebnis der Commerzbank im vierten Quartal belastet. Dennoch rechnet das Management um Vorstandschef Manfred Knof für das Gesamtjahr 2021 unter dem Strich weiterhin mit schwarzen Zahlen. FRANKFURT - Die Commerzbank stellt sich wegen der Unsicherheit rund um Fremdwährungskredite in Polen auf eine weitere Belastung ein. (Boerse, 24.01.2022 - 09:57) weiterlesen...

Polnische Kredite belasten Commerzbank - Trotzdem Nettogewinn für 2021 erwartet. Die polnische Konzerntochter mBank habe Ende 2021 zusätzliche Rückstellungen in Höhe von umgerechnet rund 436 Millionen Euro vorgenommen, teilte das Frankfurter Geldhaus am Freitagabend mit. In dieser Höhe werde auch das operative Ergebnis der Commerzbank im vierten Quartal belastet. Dennoch rechnet das Management um Vorstandschef Manfred Knof für das Gesamtjahr 2021 unter dem Strich weiterhin mit schwarzen Zahlen. Die Commerzbank-Aktie geriet dennoch unter Druck, der Kurs sackte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um mehr als drei Prozent ab. FRANKFURT - Die Commerzbank stellt sich wegen der Unsicherheit rund um Fremdwährungskredite in Polen auf eine weitere Belastung ein. (Boerse, 21.01.2022 - 18:45) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Commerzbank auf 'Buy' und Ziel auf 10 Euro. Die Ertragsdynamik der Bank verbessere sich, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Treibender Faktor seien die Nettozinserträge. Zudem achte die Bank auf ihre Kosten und die Kreditausfälle seien gering. FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Aktie der Commerzbank von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 7 auf 10 Euro angehoben. (Boerse, 19.01.2022 - 08:48) weiterlesen...

Arbeitgeber: Tarifverhandlungen für private Banken abgebrochen. Die Gewerkschaft Verdi habe "zusätzliche unüberwindbare Hürden für eine Tarifeinigung aufgebaut", begründete der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) den Schritt. Die Gewerkschaft Verdi habe mit Verweis auf die gestiegene Inflation ihre ursprüngliche Gehaltsforderung "massiv verschärft", teilten die Arbeitgeber mit. FRANKFURT/BERLIN - Die Tarifverhandlungen für die privaten Banken in Deutschland sind am Montag schon nach wenigen Stunden abgebrochen worden. (Boerse, 17.01.2022 - 17:06) weiterlesen...