Maschinenbau, Produktion

FRANKFURT - Die Auftragsbücher der deutschen Werkzeugmaschinenbauer haben sich trotz Lieferengpässen und wirtschaftlicher Folgen des Ukraine-Krieges im ersten Halbjahr kräftig gefüllt.

24.08.2022 - 12:09:27

Starke Nachfrage aus China und USA nach Werkzeugmaschinen. Die Bestellungen legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum einschließlich Preiserhöhungen (nominal) um 34 Prozent zu, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. "Bezogen auf die erste Jahreshälfte ist das Volumen sogar fast auf Rekordniveau 2018", sagte VDW-Geschäftsführer Wilfried Schäfer. Die Unsicherheit wachse jedoch.

Die Hersteller profitierten den Angaben zufolge im Ausland vor allem von der weiterhin starken Nachfrage in China und den USA. Der Corona-Lockdown in Shanghai und in anderen Städten Chinas habe im zweiten Quartal keine tieferen Spuren hinterlassen, sagte Schäfer. Insgesamt stiegen die Bestellungen im Zeitraum April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24 Prozent. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland um 27 Prozent, die aus dem Ausland um 23 Prozent zu.

Wegen Lieferengpässen und Materialmangels können die Aufträge allerdings nicht immer im gewohnten Tempo abgearbeitet werden. Das macht sich beim Umsatz bemerkbar. Er lag im ersten Halbjahr 7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Preiserhöhungen (real) stagnierte der Umsatz. "Die Lieferkettenprobleme sind demnach wie befürchtet noch lange nicht ausgestanden", sagte Schäfer.

Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten trübte sich die Stimmung in der Werkzeugmaschinenindustrie den Angaben zufolge zuletzt ein. Im Krieg Russlands gegen die Ukraine sei kein Ende abzusehen, sagte Schäfer. Die Energieversorgung im kommenden Herbst und Winter bleibe unsicher. Zudem zeichne sich in China eine gesamtwirtschaftliche Wachstumsschwäche ab.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Erneuter 'Artemis'-Startversuch am Dienstag - düstere Wetterprognose. Aufgrund eines herannahenden Wirbelsturms liege die Chance darauf, dass die Wetterbedingungen einen Start zuließen, derzeit bei nur 20 Prozent, teilte die Nasa bei einer Pressekonferenz am Freitagabend mit. CAPE CANAVERAL - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will vorerst an einem weiteren Startversuch am Dienstag für die problemgeplagte Mondmission "Artemis" festhalten - allerdings könnte das Wetter eine weitere Verschiebung notwendig machen. (Boerse, 23.09.2022 - 21:21) weiterlesen...

Friedrich Vorwerk Group SE Friedrich Vorwerk Group SE: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. (Boerse, 23.09.2022 - 18:14) weiterlesen...

Jungheinrich stockt Jahresziele auf - Aktie an MDax-Spitze. Die robuste Geschäftsentwicklung habe sich im dritten Quartal fortgesetzt, teilte das Unternehmen überraschend am Freitag in Hamburg mit. Im Gesamtjahr soll der Umsatz von 4,2 Milliarden Euro 2021 auf 4,6 bis 4,8 Milliarden steigen. Bisher hatte Jungheinrich einen leichten Anstieg in Aussicht gestellt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll mit 340 bis 380 Millionen Euro in der Nähe des Vorjahreswerts von 360 Millionen Euro liegen. Hier hatte der Vorstand bisher mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Die Jungheinrich-Aktie legte nach den Neuigkeiten zeitweise um zehn Prozent zu und war zuletzt mit einem Plus von gut vier Prozent Spitzenreiter im MDax . HAMBURG - Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich wird trotz der sich eintrübenden Konjunktur optimistischer für das laufende Jahr. (Boerse, 23.09.2022 - 16:29) weiterlesen...

Jungheinrich AG / Jungheinrich konkretisiert Prognose für 2022 Jungheinrich konkretisiert Prognose für 2022 (Boerse, 23.09.2022 - 16:13) weiterlesen...

Jungheinrich AG: Jungheinrich konkretisiert Prognose für 2022. Jungheinrich AG: Jungheinrich konkretisiert Prognose für 2022 Jungheinrich AG: Jungheinrich konkretisiert Prognose für 2022 (Boerse, 23.09.2022 - 15:49) weiterlesen...

Batteriehersteller Varta kassiert Jahresziele - Kurs bricht ein. Die bisherigen Prognosen für den Umsatz und das Ergebnis im laufenden Jahr und dem dritten Quartal ließen sich nicht mehr erreichen, teilte das Unternehmen überraschend am Freitag in Ellwangen mit. Zu neuen Prognosen sieht sich der Vorstand derzeit nicht in der Lage. So könne Varta die hohen Energiepreise nur begrenzt und verzögert an die Kunden weitergeben. Zusätzlich verzögerten sich zwei große Aufträge. Der Kurs der Varta-Aktie brach nach den Neuigkeiten um bis zu31 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mai 2019 ein. Damit war Varta Schlusslicht im MDax . ELLWANGEN - Der weitere Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise zwingt den Batteriehersteller Varta zur Aussetzung seiner Ziele. (Boerse, 23.09.2022 - 14:35) weiterlesen...