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Kolummne, Deutschland

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Wachsende Inflationssorgen haben den Aktienmärkten vergangene Woche zugesetzt, zum Beginn der neuen Woche dominiert aber ganz klar die Zuversicht.

01.03.2021 - 10:30:31

Börse Frankfurt-News: Kein dramatisches Konsolidierungspotenzial (Wochenausblick. Zumindest mittel- bis langfristig werde es klar nach oben gehen.

1. März 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach der in diesem Jahr insgesamt guten Entwicklung an den Aktienmärkten und der außergewöhnlich guten in Einzelmärkten wie dem Technologiesektor und dem chinesischen Aktienmarkt ist zuletzt etwas Sand ins Getriebe gekommen. Besonders Tech-Werte haben seit Mitte Februar kräftig verloren. Für Nervosität hat zuletzt der deutliche Zinsanstieg in den USA gesorgt, Zeichen von anziehenden Inflationserwartungen. Am Freitag ging die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen, die in der Spitze über 1,5 Prozent gestiegen war, aber wieder zurück auf rund 1,4 Prozent. Die angeschlagenen Tech-Werte erholten sich etwas. Am Montagmorgen zeigt sich auch der DAX wieder freundlicher und notiert bei x Punkten nach 13.826 am Freitagabend.

"Mit anziehenden Preisen steigen Unternehmensgewinne"

Laut Markus Reinwand muss eine anziehende Inflation ohnehin keinen Kursrückgang bedeuten. "Vergleicht man die Aktienkursentwicklung mit den Inflationserwartungen, so zeigt sich seit Monaten ein sehr enger Gleichlauf", bemerkt der Analyst der Helaba. Schließlich stiegen mit anziehenden Preisen in der Regel auch die Unternehmensgewinne. Zum Problem für Aktien werde Inflation nur dann, wenn sie die Notenbanken zu einer Abkehr von ihrer ultralockeren Geldpolitik bewegen würde. "Dafür gibt es derzeit jedoch keine Signale." Auch die für Ausverkaufsphasen hohen Handelsumsätze an den US-Börsen bereiten ihm keine Sorgen. Vielmehr nähmen kurzfristig agierende Investoren nach der positiven US-Berichtssaison Gewinne mit. Letztlich sprächen sich verbessernde Konjunkturaussichten bei anhaltender Liquiditätsflut gegen eine Trendwende an den Aktienmärkten.

Nachholeffekte für zyklische Branchen

"Der DAX ist aktuell in Moll-Stimmung", bemerkt Robert Halver von der Baader Bank. Er rechnet weiter mit zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen und mehr Volatilität, sieht aber kein dramatisches Konsolidierungspotenzial. Chancen erkennt er derzeit für Branchen, denen konjunkturelle Nachholeffekte zugutekommen, etwa zyklischen Industrie- und Rohstoffwerten, Reise- und Freizeitaktien sowie Banken. Aufgrund der Zinsangst verlören vor allem Aktien aus dem Technologie- und dem Wasserstoffbereich hingegen ihre Überlegenheit, zumal ihr Status als Corona-Krisen-Gewinner über zunehmende Wirtschaftsöffnungen etwas nachlasse. "Dennoch wird High-Tech von seinen soliden Geschäftsmodellen und das neue Mega-Thema Clean Energy von politischer Unterstützung profitieren."

Robert Havler

Halver

Kurzfristig volatil, langfristig nach oben

Laut Martin Utschneider von Donner & Reuschel bleibt der DAX auch zu Beginn der neuen Handelswoche unterhalb seines kurzfristigen Aufwärtstrends. Der mittelfristige charttechnische Trend sei aber erst ab Notierungen unterhalb von 13.500 Punkten gefährdet. "Und der Langfristtrend blieb und bleibt trotz der jüngsten Schwächephase weiterhin intakt", erklärt der technische Analyst. Weitere kurzfristige Korrekturen sollten zwar nach wie vor ins Kalkül gezogen werden, da sich der Markt immens nervös zeige. Perspektivisch werde sich der DAX aber in Richtung 15.000 Zähler bewegen.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Dienstag, 2. März

11.00 Uhr. Eurozone: Verbraucherpreise Februar. Zwar war der deutliche Inflationsanstieg im Januar laut Commerzbank größtenteils auf Sonderfaktoren zurückzuführen, im Februar dürfte die Rate wegen der starken Verteuerung von Energie aber weiter um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent zulegen. Die Kernrate werde allerdings wohl wieder um 0,3 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent fallen.

Freitag, 5. März

China: Beginn der Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Hier werden die wichtigsten wirtschaftspolitischen Ziele für das laufende Jahr verkündet, wie die DekaBank erläutert. Sie geht davon aus, dass China für 2021 ein Wachstumsziel von 8 Prozent verkünden wird. Für den Fünf-Jahres-Plan bis 2025 rechnet sie mit einer Rücknahme des Ziels auf 5 Prozent im Jahr nach zuletzt 6,5 Prozent.

14.30 Uhr. USA: Arbeitslosenzahlen Februar. Auch im Februar dürften die pandemiebedingten Einschränkungen die Wirtschaft gebremst haben, erklärt die Commerzbank. Andererseits rechnen die Analysten mit Impulsen aus dem 900 Milliarden Dollar schweren Hilfspaket vom Dezember. Sie prognostizieren daher einen etwas stärkeren Beschäftigungsanstieg von 150.000.

von: Anna-Maria Borse

1. März 2021, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

@ dpa.de

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