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FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Fondsmanager Roger Peeters fragt sich, ob auch den Börsen ein heißer, wechselhafter Sommer mit Unwettern und Gewittern ins Haus steht.

17.06.2019 - 10:47:25

Börse Frankfurt-News: Steht nun ein Sommer wie aus dem Lehrbuch an?

17. Juni 2019. FRANKFURT (pfp Advisory). Wer zum Wochenstart seinen Blick auf die einschlägigen Wetter-Apps richtet, dürfte an den meisten Orten der Republik das Fazit ziehen, dass uns einige heiße, aber auch wechselhafte Tage bevorstehen. So sehen wir den Prognosen nach durchaus Temperaturen um 30 Grad Celsius, aber haben auch ein deutlich erhöhtes Risiko von Gewittern oder gar Unwettern.

Ja, das ist halt Sommer, lässt sich da zurecht entgegnen und da gehören neben den vielen Sonnenstunden natürlich auch eine Vielzahl von "reinigenden Gewittern" einfach dazu. Hitze? Donner? Unbeständigkeit? Das war doch noch das Thema des Sommers an einem ganz anderen Ort? Richtig. Auch auf dem Börsenparkett sind die sommerlichen Monate für gewöhnlich mit einer ausgesprochen ambivalenten und gerne auch einmal "unwetterlichen" Entwicklung versehen.

Nicht ohne Grund, gehört das Sprichwort "Sell in May and go away" zu den populärsten Merksätzen und dürfte wohl in keinem Börsen-Poesiebuch fehlen. Hintergrund des Ausspruchs ist die im Vergleich sehr beständig positive Wertentwicklung ungefähr im Halbjahr von November bis einschließlich April, während es in der anderen Hälfte des Jahres zu einigen hitzigen Kapriolen kommt.

Der Start in die etwas gefährlichere Saison hatte es mit einem ausgesprochen schwachen Börsenmonat Mai bereits in sich. Die Indizes der bekanntesten deutschen Aktienindizes büßten in diesem Abschnitt grob zwischen 5 und 8 Prozent ein. Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung im Mai selbst welcher üblicherweise noch eher moderat ausfällt (im Durchschnitt der Wertentwicklungen im deutschen Markt seit 1959 weist der Mai nach Angaben von "Börse Online" mit einem Minus von 0,13 Prozent die geringste Schwankungsbreite aller zwölf Monate auf), war dies bereits eine kalte Dusche.

Dieser Einbruch relativiert sich natürlich immens vor dem Hintergrund der schwunghaften Aufwärtsdynamik des ersten Jahresdrittels, die wiederum unbedingt im Kontext, sprich in Kombination mit dem extrem schwachen vierten Quartal zu sehen ist. Der rote Faden seit nunmehr fast einem Jahr ist die hohe Volatilität an den Märkten, angefeuert von einem bunten Stakkato an vielfältigen Einflussfaktoren von außen, allen vorweg einen sehr launisch twitternden US-Präsidenten, dessen nächste Schritt quasi unmöglich zu antizipieren sind.

Müssen wir uns jetzt alle mit Grauen und Angst auf einen Sommer einstellen, in dem die bisherige Schwankung noch getoppt wird und die Märkte reihenweise Gewitterfronten mit sich bringen, um beim eingangs genannten Vergleich zu bleiben? Steht uns jetzt nach einem ersten Trendbruch im Mai eine regelrechte "Sommerrodelbahn" mit unbekanntem Ausgang ins Haus?

Wissen kann es niemand. Aber gewiss ist Angst ein ebenso schlechter Ratgeber an den Märkten wie Gier. Zumal überhaupt nichts zwangsläufig ist gar nichts auf dem Parkett, auch nicht der Kalender. Wer daran Zweifel hegt, dem sei noch mal der Dezember 2018 ins Gedächtnis gerufen. Historisch und statistisch ist der Dezember der Monat, an dem die Jahresendrally stattfindet und in dem man immer voll investiert sein sollte gemessen an dem, was üblicherweise kommt. Vergangenes Jahr wurde das historische Muster so gesprengt mit einem satten Minus wie es nur alle paar Jahrzehnte im Schlussmonat vorkommt. In diesem Sinne wird auch der Sommer 2019 nicht nur Bekanntes, sondern sicher auch einige neue, unvorhergesehene Entwicklungen mit sich bringen.

von Roger Peeters, 17. Juni 2019. © pfp Advisory GmbH.

Ăśber den Autor

Roger Peeters ist geschäftsführender Gesellschafter der pfp Advisory GmbH. Gemeinsam mit seinem Partner Christoph Frank steuert der seit über 20 Jahren am deutschen Aktienmarkt aktive Experte den DWS Concept Platow Fonds (WKN DWSK62), einen 2006 aufgelegten und mehrfach ausgezeichneten Stock-Picking-Fonds. Weitere Infos unter www.pfp-advisory.de. Peeters ist weiterhin Mitglied des Vorstands der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) e.V.. Roger Peeters schreibt regelmäßig für die Börse Frankfurt.

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder, nicht die der Redaktion von boerse-frankfurt.de. Sein Inhalt ist die alleinige Verantwortung des Autors.

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

@ dpa.de

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