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Kolummne, Deutschland

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Die Sportartikelbranche erholt sich vom Corona-Schock.

19.08.2021 - 15:38:29

Börse Frankfurt-News: Sportartikler - viele Olympiasieger. Dazu beigetragen haben auch die Fußball-Europameisterschaft und die Olympiade. Konzerne wie Nike freuen sich über eine Umsatzverdopplung im zweiten Quartal.

19. August 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Richtig Freude kam nicht auf an der Börse, als Adidas (DE000A1EWWW0) letzte Woche den Verkauf der US-Marke Reebok bekannt gab. Rund läuft es für Adidas an der Börse ohnehin nicht mehr wirklich: Die Corona-Krise mit geschlossenen Geschäften und ausgefallenen Sportveranstaltungen haben dem Konzern zu schaffen gemacht. Mittlerweile hat zwar eine Erholung eingesetzt, die Aktie notiert aber (wieder) unter dem Vor-Corona-Niveau.

Nike-Aktie auf Allzeithoch

Ganz anders ist das beim großen Konkurrenten Nike - der Nummer eins in der Branche. "Die Nike-Aktie eilt von Rekordhoch zu Rekordhoch", stellt Walther Vorhauser von Oddo BHF fest. Seit Anfang 2020 hat Nike (US6541061031) an der Börse Frankfurt um fast 60 Prozent zugelegt, allein in diesem Jahr sind es 24 Prozent. Zuletzt katapultierten sehr gute Quartalszahlen den Kurs nach oben. Weltweit sind die Erlöse im Ende Mai abgeschlossenen vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 mit 12,3 Milliarden Dollar fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor ausgefallen, der Gewinn lag bei 1,5 Milliarden Dollar. "Der Online-Handel läuft immer besser, insgesamt steht Nike sehr gut da."

Walter Vorhauser

Vorhauser

Geht der China-Boom zu Ende?

Probleme könnte Nike - ebenso wie Adidas - allerdings aus China bekommen. "Der US-Markt ist für Nike zwar immer noch der Wichtigste, verliert aber an Bedeutung zugunsten von China", bemerkt Vorhauser. Und in China wurde der Konzern auf Social Media in diesem Jahr heftig angegriffen, nachdem er die Zwangsarbeit in der autonomen Region Xinjiang thematisiert hatte. "H&M wurde aus genau diesem Grund von chinesischen Online-Handelsplattformen verbannt."

China könnte nach Ansicht von Vorhauser das Wachstum von Nike ausbremsen. "Gewinne mitzunehmen nach so einem Höhenflug ist wahrscheinlich nicht schlecht", meint der Händler. Unter Aktienanalysten hat Nike aber offenbar noch viele Freunde: Während die DZ Bank zum Verkaufen rät, stufen UBS, Credit Suisse, Jefferies und RBC Capital Markets die Aktie immer noch auf "Buy" oder "Outperform".

Under Armour: Nochmals höhere Gewinnprognose

Auch Konkurrent Under Armour (US9043111072) steht gut da: Der US-Konzern hat Anfang August zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnprognose für 2021 angehoben. Die Aktie von Under Armour, die an der Börse Frankfurt von der Baader Bank betreut wird, machte daraufhin einen Satz nach oben. Under Armour konnte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal ebenfalls verdoppeln. Die Aktie ist in diesem Jahr schon um 44 Prozent gestiegen und wird aktuell zu 19,69 Euro gehandelt. Ein Allzeithoch wie bei Nike ist das aber nicht: 2015 waren es noch über 45 Euro.

JPMorgan hat Under Armour Anfang des Monats von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Die Analysten begründeten das mit der Wachstumsbelebung im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr, höherer Dynamik in der Sportartikelbranche und dem attraktiven Verhältnis zwischen Chancen und Risiken.

V.F. Corp: "Hervorragende Zahlen"

Ebenfalls einen kräftigen Umsatzsprung verzeichnete das US-Unternehmen V.F. Corp. (US9182041080), zu dem Sport- und Outdoor-Bekleidungsmarken wie The North Face, Icebreaker, Timberland und Napapijri gehören. "Die Zahlen für das zweite Quartal waren hervorragend", stellt Vorhauser fest. V.F. Corp. erzielte einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 104 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Das lag vor allen am Wachstum der Schuhmarke Vans." An der Börse wird das aber nicht unbedingt honoriert: Die Aktie, für die es nach einem Höhenlauf bis auf knapp 90 Euro 2020 rasant nach unten ging, ist mit 64,70 Euro noch deutlich von ihrem Vor-Corona-Niveaus entfernt.

von: Anna-Maria Borse

19. August 2021, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

@ dpa.de