Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Kolummne, Deutschland

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Die anhaltende Tech-Werte-Rally und das neue Goldpreishoch locken Anleger weiter in entsprechende ETFs.

06.08.2020 - 15:40:18

Börse Frankfurt-News: Am liebsten Technologie und Goldproduzenten. Standardwerte werden hingegen mal gekauft, mal verkauft.

4. August 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Rekordjagd der Technologiewerte geht weiter, Nasdaq 100 und Nasdaq Composite kletterten am gestrigen Montag erneut auf Allzeithoch. Bei Lang & Schwarz gehören Nasdaq-ETFs zu den umsatzstärksten Produkten, wie Händler Andreas Schröer meldet. "Angesichts immer neuer Hochs ist das ja auch kein Wunder." Der iShares Nasdaq-ETF (WKN A0F5UF) kommt seit Jahresanfang auf ein Plus von 20 Prozent, auf Dreijahressicht liegt die Wertentwicklung bei 24,3 Prozent im Jahr.

Speziellere Technologie-ETFs wie der iShares Automation & Robotics (WKN A2ANH0) können da nicht ganz mithalten, zeigen sich aber ebenfalls umsatzstark. TecDAX-Indexfonds werden ebenso viel gehandelt (WKN 593397). Auch sie bleiben zwar hinter Nasdaq-Trackern zurück, haben sich seit Jahresanfang gerechnet mit einem Plus von knapp 1 Prozent aber besser geschlagen als DAX-ETFs mit minus 5 Prozent.

Large-caps: Neupositionierungen und Gewinnmitnahmen

Für Aktien-ETFs generell meldet Carsten Schröder von der Société Générale Zu- und Abflüsse mit einem leichten Käuferüberhang. "Die Sommerferien machen sich bemerkbar, es ist spürbar weniger los." Anleger kauften Euro Stoxx- (WK A0D8Q0), MSCI World Momentum- (WKN A12ATF) und MSCI Pacific ex-Japan- ETFs (WKN A0YEDR) und trennten sich von DAX- (WKN 593393), S&P 500- (WKN A1JX53) und MSCI World Small Cap-Indexfonds (WKN A2DWBY).

So mancher setzt zudem auf Kursrückgänge. "Viel um geht derzeit in Short- und gehebelten DAX-ETFs, etwa dem Xtrackers ShortDAX x2 (WKN DBX0BY)", stellt Schröer von Lang & Schwarz fest. Rege gehandelt wurden in den vergangenen Tagen an der Börse Frankfurt auch der Xtrackers LevDAX (WKN DBX0BZ) und der Xtrackers ShortDAX (WKN DBX1DS). Ganz oben auf der Umsatzliste stehen unterdessen - wie üblich - DAX-, Euro Stoxx 50-, Stoxx Europe-, S&P 500-, MSCI World- und die Nasdaq-ETFs (WKN A0F5UF, A0YEDL).

Viel beachtet bleiben Schwellenländer-ETFs wie der iShares Core MSCI EM IMI (WKN A111X9), der Xtrackers MSCI Emerging Markets (WKN A12GVR) und der iShares MSCI Emerging Markets (WKN A0HGWC). Wegen der massiven Probleme in vielen Schwellenländern durch COVID-19 haben die Schwellenländer-Tracker den Stand vor der Krise aber noch nicht wieder erreicht.

*****

MSCI EM oder MSCI EM IMI: Wo ist der Unterschied?

Einige Schwellenländer-ETFs beziehen sich auf den MSCI Emerging Markets-Index (MSCI EM), andere auf den MSCI Emerging Markets Investable Market-Index (MSCI EM IMI). Beide sind Indizes mit sehr vielen Komponenten, der MSCI EM IMI ist aber noch breiter angelegt: Der MSCI EM bildet große und mittelgroße Unternehmen aus 26 Emerging Markets-Ländern ab, mit 1.385 Komponenten deckt er rund 85 Prozent des Aktienmarktes jedes Landes ab. Der MSCI EM IMI bildet zusätzlich noch kleinere Unternehmen ab und steht mit 2.944 Komponenten für rund 99 Prozent des Aktienmarkts jedes Landes.

******

Goldproduzenten-ETF mit Plus von fast 40 Prozent

Zu den klaren Gewinnern in diesem Jahr gehört Gold, der Preis erreichte letzte Woche ein neues Allzeithoch und ist seit Jahresanfang um 30 Prozent gestiegen. Noch besser entwickelt haben sich Aktien von Goldproduzenten. Der iShares Gold Producers (WKN A1JKQJ), der Zugang zu Aktien der größten börsennotierten Unternehmen aus dem Bereich Goldexploration und -förderung bietet, kommt seit Jahresanfang auf ein Plus von 39 Prozent. Ebenfalls viel gehandelte Banken-ETFs wie der iShares Euro Stoxx Banks (WKN 628930) haben seit Jahresanfang hingegen 38 Prozent verloren.

Inflationsschutz wieder gefragt

Im Handel mit Anleihen-ETFs ist wieder Sicherheit gefragt: Schröder berichtet von Käufen inflationsgebundener US-Staatsanleihen und geldmarktähnlicher Produkte wie dem iShares EUR Ultrashort Bond (WKN A1W375). Hingegen trennten sich Anleger von europäischen Staatsanleihen mit dem Vanguard EUR Eurozone Government Bond (WKN A143JL) und europäischen Unternehmensanleihen mit dem iShares Core EUR Corp Bond (WKN A0RGEP). Meist gehandelter Anleihen-ETF an der Börse Frankfurt ist derzeit der iShares Core EUR Govt Bond (WKN A0RL83).

von: Anna-Maria Borse

4. August 2020, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

@ dpa.de