RYANAIR HLDGS, IE00BYTBXV33

FRANKFURT - Der Ton im Tarifstreit beim Billigflieger Ryanair wird rauer.

12.10.2018 - 17:32:25

'Kriegserklärung' von Ryanair lähmt Tarifgespräche. Als "Kriegserklärung" werten Gewerkschaften die jüngste Ankündigung der Fluggesellschaft, ihre Basis in Bremen mit zwei stationierten Flugzeugen zu schließen und in Weeze nahe der niederländischen Grenze zwei von fünf Maschinen abzuziehen.

"Eine Station zu schließen und die Angestellten in ein anderes Land zu versetzen, ist mit dem sozialen Dialog nicht kompatibel", erklärte Arthur van de Hudding, Präsident der niederländischen Pilotengewerkschaft VNV, am Freitag in einer Mitteilung der deutschen Pilotengewerkschaft VC. "Wir sehen das als Kriegserklärung und absolut im Widerspruch zu allen Behauptungen, man wolle verhandeln."

Von Piloten und Flugbegleitern würden die angekündigten Maßnahmen als Strafe für die jüngsten Streiks wahrgenommen, heißt es in der Mitteilung. Ryanair bestritt das: Die Schließungen seien "auf ungünstige Marktbedingungen" zurückzuführen, erklärte Marketingchef Kenny Jacobs. Laut Ryanair sind das etwa gestiegene Ölpreise.

Die Gewerkschaftsvertreter sprachen jedoch von einem "aggressiven Schachzug des Ryanair-Managements". Der Präsident der Vereinigung Cockpit (VC), Martin Locher, kritisierte: "Falls Ryanair es ernst meint damit, bis Weihnachten Abkommen zu treffen, dann ist so ein Verhalten überhaupt nicht hilfreich."

Die Androhung weiterer Streiks bei Europas größtem Billigflieger steht nach wie vor im Raum. Das fliegende Personal will höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen nach dem jeweiligen nationalen Recht erreichen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Verdi will Tarifgespräche mit Ryanair fortsetzen. "Wir liegen noch weit auseinander, aber die Gespräche gehen weiter", teilte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle am Montag in Berlin mit. Die irische Fluggesellschaft Ryanair und Verdi hatten sich am Donnerstag und Freitag getroffen, am Wochenende bewerteten dann Tarifexperten der Gewerkschaft die Zwischenergebnisse. Zu Details wollte sich eine Verdi-Sprecherin nicht äußern. Der nächste Verhandlungstermin müsse noch abgestimmt werden. BERLIN - Die Tarifverhandlungen für rund 1000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland werden in dieser Woche fortgesetzt. (Boerse, 22.10.2018 - 14:11) weiterlesen...

Neues Imageproblem für Ryanair - Rassistischer Vorfall in Flugzeug. Ein Mann beschimpfte in einer Maschine eine 77-jährige Frau lautstark unter anderem als "hässlichen schwarzen Bastard". Der pöbelnde Passagier wurde aber nicht aus dem Flugzeug auf dem Airport von Barcelona gewiesen. Stattdessen wurde das Opfer auf eigenen Wunsch umgesetzt. DUBLIN - Ein rassistischer Vorfall in einem Ryanair -Flugzeug hat Europas größte Billig-Airline in Erklärungsnot gebracht. (Boerse, 22.10.2018 - 12:52) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt Ryanair auf 'Market-Perform' - Ziel 12,50 Euro. Nach der jüngsten Gewinnwarnung habe es nicht mehr viel Neues gegeben, schrieb Analyst Daniel Roeska in einer am Montag vorliegenden Studie. Der Brexit bleibe eine große Sorge. NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Ryanair nach Zahlen auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 12,50 Euro belassen. (Boerse, 22.10.2018 - 09:27) weiterlesen...

Ryanair-Chef: Laudamotion flog in sechs Monaten 150 Millionen Euro Verlust ein SCHWECHAT/DUBLIN - Die aus der Pleite-Airline Niki hervorgegangene Laudamotion wäre laut Ryanair-Chef Michael O'Leary ohne die Hilfe des irischen Billigfliegers wohl gescheitert. (Boerse, 19.10.2018 - 13:44) weiterlesen...

Kein Fortschritt bei Ryanair-Tarifgesprächen. FRANKFURT/BERLIN - Im Tarifkonflikt mit der irischen Fluggesellschaft Ryanair stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. Die Gewerkschaft Verdi setzte am Freitag in Berlin die am Vortag unterbrochenen Tarifgespräche für die rund 1000 Flugbegleiter in Deutschland fort. Sie machte aber ebenso wie die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine Lösung von Regelungen für den Standort Bremen abhängig. Diesen will Ryanair zum 5. November schließen. Das bedeutet den Wegfall von 90 Arbeitsplätzen. Kein Fortschritt bei Ryanair-Tarifgesprächen (Boerse, 19.10.2018 - 13:09) weiterlesen...

Weiter keine Lösung im Tarifkonflikt bei Ryanair. FRANKFURT/BERLIN - Bei den Tarifverhandlungen für rund 1000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland zeichnet sich keine rasche Einigung ab. Die Gewerkschaft Verdi und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit machten eine Lösung des Konflikts am Freitag von Regelungen für den Standort Bremen abhängig. Diesen will Ryanair zum 5. November schließen. Das träfe 90 Beschäftigte der irischen Fluggesellschaft. Verdi setzte am Freitag in Berlin die am Vortag unterbrochenen Tarifverhandlungen für die Flugbegleiter fort. Weiter keine Lösung im Tarifkonflikt bei Ryanair (Boerse, 19.10.2018 - 13:08) weiterlesen...