Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

trading-house Börsenakademie

Gemeinsam erfolgreich

MARKETSX
DEUTSCHE BANK AG, DE0005140008

FRANKFURT - Der radikale Konzernumbau bei der Deutschen Bank wird auch eine größere Zahl von Mitarbeitern im Inland ihren Job kosten.

12.07.2019 - 12:56:24

Substanzieller Jobabbau bei Deutscher Bank auch im Inland. "Natürlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl an Stellen wegfallen", sagte Vorstandschef Christian Sewing dem "Handelsblatt" (Freitag). Wie viele es sein werden, sagte er nicht. Als "respektlos" bezeichnete Sewing das Verhalten von Mitarbeitern in der Londoner Niederlassung Anfang der Woche. Sie hatten einen Maßschneider bestellt, während Kollegen über ihre Kündigung informiert wurden.

habe in der Vergangenheit sozialverträgliche Lösungen gefunden. "Das werden wir auch in Zukunft tun", betonte Sewing.

Der Betriebsrat der Deutschen Bank dringt auf rasche Klarheit. "Wir erwarten, dass der Vorstand bald mit konkreten Abbauplänen für Deutschland auf uns zukommen wird", sagte Konzernbetriebsratschef Frank Schulze jüngst. "Wir sind zuversichtlich, dass wir den Stellenabbau ohne Kündigungen und sozialverträglich hinbekommen werden." In Asien, aber auch in London und New York waren dagegen bereits am Montag die ersten Mitarbeiter vor die Tür gesetzt worden.

Beim angestrebten internen Kulturwandel sieht Sewing die Bank längst nicht am Ziel. "Wir als Führungskräfte müssen aufmerksam bleiben. Denn es passieren immer noch Dinge, die uns nicht gefallen können. Da müssen wir sofort eingreifen und gegensteuern", sagte er.

Sewing sprach auch einen Vorfall zu Wochenbeginn bei der Deutschen Bank in London an: "Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, dass in unserer Niederlassung in London am Montag jemand Schneider bestellt hat, um Maßanzüge auszumessen", sagte Sewing. "Am gleichen Tag mussten wir vielen Mitarbeitern im Aktienhandel sagen, dass sie gehen müssen, weil wir ihre Abteilung schließen." Dass jemand an so einem Tag einen Schneider kommen lasse, sei respektlos. "Dieses Verhalten steht in keiner Weise im Einklang mit unseren Werten", ergänzte der Vorstandschef. Er gehe davon aus, "dass die beiden Kollegen meinen Anruf nicht vergessen werden".

Zugleich räumte Sewing ein, dass die umstrittenen millionenschweren Bonuszahlungen in der Vergangenheit "viel zu hoch und viel zu sehr an kurzfristige Erfolgsmaßstäbe geknüpft" gewesen seien. "Das war ein Grund für die kulturellen Probleme in unserer Bank."

Nachdem ein Zusammengehen mit der Commerzbank nicht für sinnvoll erachtet wurde, will Sewing die Deutsche Bank erst einmal alleine voranbringen: "Es bringt nichts, jetzt über einen dritten oder vierten Fusionsanlauf mit der Commerzbank zu sprechen. Wir haben uns für diesen Alleingang entschlossen, jetzt lassen Sie uns bitte erst mal machen", sagte er. "Wenn es dann zu einer Konsolidierung kommen sollte, fände ich europäische Zusammenschlüsse logischer als nationale. Aber das ist Zukunftsmusik", sagte Sewing.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Frankfurts Finanzbranche gegen den Bundestrend gewachsen. "Frankfurt profitiert weiterhin von den Trends zur Digitalisierung und zur Zentralisierung", sagte der Leiter der Regionaldirektion der Arbeitsagentur Hessen, Frank Martin, am Dienstag in Frankfurt. Wegen des Kostendrucks reduzierten viele Banken zuletzt ihr Filialnetz und setzten auf Automatisierung, um Personalkosten zu sparen. Diese Entwicklungen führe nun zu einer Zentralisierung zu Gunsten der großen Bankenstandorte im Rhein-Main-Gebiet, machte Martin deutlich. FRANKFURT - Trotz des Strukturwandels arbeiten in der hessischen Finanzbranche nahezu so viele Beschäftigte wie vor zehn Jahren. (Boerse, 16.07.2019 - 15:28) weiterlesen...

AKTIEN-FLASH: Positiver Kommentar der Ratingagentur S&P stützt Deutsche Bank. Mit einem Zuwachs von zuletzt mehr als zwei Prozent auf 7,03 Euro knüpften die Papiere als einer der Dax-Favoriten an ihre jüngste Gewinnserie an. FRANKFURT - Die Ratingagentur S&P hat mit ihrer Zuversicht zum bevorstehenden Umbau bei der Deutsche Bank den Aktien am Dienstag Kursgewinne verschafft. (Boerse, 16.07.2019 - 11:28) weiterlesen...

Erstes Gericht lässt Anklage wegen Cum-Ex-Steuerdeals zu. Das Landgericht Bonn hat die Anklage der Kölner Staatsanwaltschaft zugelassen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen erfuhr. Ein Gerichtssprecher wollte sich dazu allerdings nicht äußern. Zuvor hatte das "Handelsblatt" (Dienstag) über die Zulassung der Anklage berichtet. BONN - Im Steuerskandal um hoch umstrittene Cum-Ex-Aktiendeals kommt es zu einem ersten Gerichtsverfahren. (Wirtschaft, 15.07.2019 - 18:16) weiterlesen...

Wirtschaft befürwortet Umbaupläne der Deutschen Bank. "Wir hoffen, dass mit der Umstrukturierung der Deutschen Bank das Vertrauen der Kunden wiedergewonnen werden kann", sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Holger Bingmann, der "Welt am Sonntag". Für die Groß- und Außenhändler sei es von Vorteil, bei ihren Geschäften auf ein heimisches Institut zurückgreifen zu können, das die Besonderheiten des Marktes besser kenne. BERLIN - Die heimische Wirtschaft unterstützt die Umbaupläne der Deutschen Bank. (Wirtschaft, 14.07.2019 - 14:32) weiterlesen...

Weniger Datenklau an Geldautomaten: 'Skimming'-Schaden auf Rekordtief. 170 Mal manipulierten Kriminelle im ersten Halbjahr dieses Jahres Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte es bundesweit 282 solcher "Skimming"-Attacken gegeben. Dabei kann es an einzelnen Geräten mehrere Fälle gegeben haben. FRANKFURT - Der Datenklau an Geldautomaten in Deutschland nimmt weiter ab. (Wirtschaft, 14.07.2019 - 14:16) weiterlesen...