MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der Dax ist am Freitag bis knapp unter 13 800 Punkte geklettert.

12.08.2022 - 12:00:26

Aktien Frankfurt: Guter Wochenschluss in Sicht - 13800 Punkte eine 'harte Nuss'. Dann allerdings nahmen Anleger lieber erst einmal Gewinne mit. Diese runde Marke sei "eine harte Nuss" für den Leitindex, denn es fehle an weiteren Aufwärtsimpulsen und auch am Handelsvolumen, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei RoboMarkets.

der mittelgroßen Unternehmen legte am Freitagmittag um 0,20 Prozent auf 27 952,88 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,4 Prozent.

Im Wochenverlauf hat der Dax nun bislang rund eineinhalb Prozent hinzugewonnen und könnte so - nach einem ungewöhnlich starken Juli - bereits die zweite Augustwoche mit Gewinnen abschließen. Vor allem die Hoffnung auf ein langsameres Tempo bei den US-Zinserhöhungen gab Auftrag, nachdem der hohe Inflationsdruck im Juli etwas nachgelassen hatte. Dadurch "haben sich die Erwartungen an die nächste Sitzung der US-Notenbank im September in den vergangenen Tagen deutlich nach unten verändert", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Inzwischen erwarte eine knappe Mehrheit der Experten einen geringeren Zinsschritt um 50 statt wie zuvor um 75 Basispunkte.

Bayer-Aktien stiegen um mehr als vier Prozent. Der Konzern hatte im Streit mit der BASF um den Verkaufspreis für das Saatgutgeschäft in den Jahren 2017 und 2018 einen Erfolg errungen.

Unter den Einzelwerten stehen zudem Freenet, Jungheinrich und Knorr-Bremse im Blick. Der Mobilfunk-Anbieter Freenet erhöhte nach guten Geschäften im zweiten Quartal die Prognose für das operative Jahresergebnis, was den Aktien im MDax ein Plus von 2,5 Prozent bescherte. Die Anteile des Gabelstaplerherstellers Jungheinrich legten nach einem erfreulichen Quartalsergebnis um 0,5 Prozent zu.

Knorr-Bremse waren dagegen nach dem vorgelegten endgültigen Quartalsbericht mit minus 3,4 Prozent Schlusslicht im Index der mittelgroßen Werte. Die Auftragslage sei gut, aber die Aussagen des Bremssystemherstellers für Lkw und Schienenfahrzeuge zu den Aktivitäten in China seien negativ, fasste Analyst Akash Gupta von JPMorgan die Neuigkeiten zusammen.

Uniper sprangen nach zwei Handelstagen mit Verlusten nun um fast 10 Prozent hoch. Ein Händler verwies auf Berichte, denen zufolge der schwer angeschlagene Energiekonzern vorgeschlagen hat, für Asien bestimmtes Flüssiggas aus den USA nach Europa umzuleiten und Asien über einen Kooperationspartner zu beliefern. Das Gas könnte so früher in Europa verfügbar sein und Lücken in der Gasversorgung stopfen./ck

Von Claudia Müller, dpa-AFX

@ dpa.de

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