Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

DEUTSCHE BANK AG, DE0005140008

FRANKFURT / BERLIN - Die privaten Banken in Deutschland rechnen nicht mit einer riesigen Pleitewelle als Folge der Corona-Krise.

03.06.2021 - 06:34:02

Bankenverband: Zahl der Firmenpleiten dürfte verkraftbar bleiben. "Das zuletzt niedrige Niveau von Insolvenzen in Deutschland zeichnet ein verzerrtes Bild. Klar ist, dass die Unternehmensinsolvenzen zunehmen werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Christian Ossig, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Experten des Verbandes rechnen mit 24 000 Firmenpleiten in diesem Jahr - und damit weniger, als zunächst von einigen Beobachtern befürchtet. "Das sind Zahlen, die verkraftbar erscheinen", stellte Ossig fest. "Die Banken in Deutschland sind darauf gut vorbereitet, weil sie gut vorgesorgt haben. Die Kapitalpuffer wurden deutlich gestärkt, die Risikovorsorge schon im vergangenen Jahr erhöht."

In einem am Donnerstag veröffentlichten Papier zum Thema Unternehmensfinanzierung schreibt der BdB: "Entgegen den Erwartungen Ende 2020 sind in deutschen Banken bislang keine negativen Veränderungen bei den Volumen ausfallgefährdeter Kredite ersichtlich." Die bisher vorliegenden Quartalsergebnisse der Banken deuteten sogar auf eine Entspannung der Lage hin. "So haben nunmehr viele Banken weniger zusätzliche Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite bilden müssen als im Vorjahr", heißt es in dem Bericht.

"Notwendig ist, dass die Politik ähnlich wie im vergangenen Jahr Rahmenbedingungen schafft, die es ermöglichen, den Unternehmen den Weg aus der Krise heraus zu finanzieren", mahnte Ossig. "Um die hierzu erforderliche Kreditvergabe anzukurbeln, müssen konkret die temporären Entlastungen von Banken verlängert werden." Die Aufseher waren der Branche in der Pandemie unter anderem bei Kapitalvorgaben entgegengekommen.

Die prognostizierte wirtschaftliche Erholung dürfe "kein Strohfeuer sein", bekräftigen die BdB-Experten in ihre Bericht. Vor allem bei der Finanzierung eines strukturellen Wandels in Richtung Nachhaltigkeit und Digitalisierung müssten Banken in die Lage versetzt werden, eine entscheidende Rolle zu spielen.

Auch von den Regulatoren forderte Ossig für die Phase nach der Pandemie Augenmaß. "Bei der Umsetzung des Baseler Regelwerks in Europa wäre es kontraproduktiv, wenn Banken ihre Kreditvergabe herunterfahren müssten, weil die EU-Kommission in ihrem Gesetzentwurf überzogene Kapitalanforderungen formuliert", warnte Ossig. "Stabilitätsanforderungen müssen mit Augenmaß formuliert werden. Banken muss es möglich sein, ein gesundes Auskommen zu haben."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Verdi-Chef Werneke soll in Aufsichtsrat der Deutschen Bank einziehen. Werneke sei für den vakanten Posten vorgesehen und solle nun gerichtlich bestellt werden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft am Samstag. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet. BERLIN - Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, soll neues Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bank werden. (Boerse, 24.10.2021 - 14:11) weiterlesen...

Rekordbelohnung: US-Aufsicht zahlt Whistleblower 200 Millionen Dollar. Der Tippgeber habe Behörden in den USA und Großbritannien bei der Aufklärung von Zinsmanipulationen der Deutschen Bank im sogenannten Libor-Skandal geholfen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider in seiner Freitagsausgabe. Die Deutsche Bank wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern. WASHINGTON - Die US-Finanzaufsicht CFTC hat einem Whistleblower den Rekordbetrag von fast 200 Millionen Dollar (172 Mio Euro) gezahlt. (Boerse, 22.10.2021 - 17:55) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Deutsche Bank auf 'Buy' und Ziel auf 13,50 Euro. Während der Markt übermäßig vorsichtig sei, habe sich das Chance/Risiko-Verhältnis der Aktie inzwischen verbessert, schrieb Analyst Daniele Brupbacher in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Bank könnte bald damit beginnen, Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Zudem könnte es auf dem Investorentag als positive Nachricht neue Ziele über 2022 hinaus geben. Damit würde das Management untermauern, dass die jüngsten unerwartet starken Ergebnisse keine Eintagsfliege waren. ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Deutsche Bank von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 12,50 auf 13,50 Euro angehoben. (Boerse, 21.10.2021 - 11:06) weiterlesen...