Transport, Verkehr

FRANKFURT / BERLIN - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat die Bauvorhaben im Frankfurter Knoten im Bundesverkehrswegeplan in die Top-Kategorie mit gesicherter Finanzierung hochgestuft.

06.11.2018 - 14:55:24

Scheuer stuft Frankfurter Bahn-Knoten hoch. Damit werden die Maßnahmen voraussichtlich in den Bundeshaushalt aufgenommen, wie ein Sprecher des hessischen Wirtschaftsministeriums am Dienstag sagte.

Die Entscheidung geht aus einer Liste hervor, die der CSU-Politiker vorgestellt hat und die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Der Plan umfasst neben dem Ausbau und der Elektrifizierung von Bahnstrecken auch die Erweiterung von Eisenbahn-Knotenpunkten, um Engpässe aufzulösen. Neben Frankfurt geht es auch um Hamburg, Hannover, Köln, Mannheim und München.

Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) nannte die Entscheidung einen großen Fortschritt für die geplante Nordmainische S-Bahn. "Nun besteht eine konkrete Perspektive für den Bau." Dies sei eine gute Nachricht für Pendler im Rhein-Main-Gebiet. Schnell müsse man deshalb nun die Details der Finanzierung klären. "Der Ausbau der Schienenwege ist dringend nötig."

Der geltende Bundesverkehrswegeplan 2030 war 2016 beschlossen worden. Er sieht Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserwege in ganz Deutschland von insgesamt mehr als 270 Milliarden Euro vor. 40 Prozent der Mittel gehen an Bahnprojekte.

Der "Frankfurter Knoten" umfasst verschiedene Bauprojekte. Die Nordmainische S-Bahn zum Beispiel soll Frankfurt mit Hanau verbinden.

Die Gesamtkosten für die Maßnahmen im Knoten Frankfurt werden mit gut 5,5 Milliarden Euro angegeben. "Die Aufnahme zusätzlicher kurzfristig zu realisierender Ausbaumaßnahmen wird geprüft", heißt es in dem Papier. Dafür könnten weitere gut 4 Milliarden Euro anfallen.

Die S-Bahn-Strecke nördlich des Mains wird mit knapp 1,3 Milliarden Euro beziffert. Geht es nach Plan, könnte die neue S-Bahn-Linie in etwa einem Jahrzehnt eröffnen. Ein Bauprojekt am Stadion sieht indes vor, die Strecke zwischen Stadion und Hauptbahnhof bis 2026 um zwei Gleise zu erweitern. In rund zwei Jahren soll der Bau beginnen. Daneben werden Bauarbeiten in Kranichstein, Mainaschaff, Zeppelinheim und ein Fernbahntunnel von der Offenbacher Stadtgrenze bis zur Niederräder Mainbrücke erwähnt.

Manche Projekte haben bereits begonnen, etwa der Ausbau der S-Bahn-Strecke zwischen Frankfurt und Friedberg in der Wetterau von zwei auf vier Gleise. Auch beim Homburger Damm, den Al-Wazir als "Nadelöhr bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof" beschreibt, ist schon der erste Spatenstich für ein neues Streckengleis erfolgt.

@ dpa.de

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