Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

FRANKFURT - Bankkunden müssen sich nach Einschätzung der Bundesbank auf steigende Gebühren und eine weitere Ausdünnung des Filialnetzes einstellen.

05.10.2021 - 14:17:58

Bundesbank: Bankkunden drohen weitere Gebührenerhöhungen. "Damit unsere Banken auch mittelfristig stabil und rentabel bleiben, werden unpopuläre Geschäftsentscheidungen im Privatkundenbereich weiter notwendig sein, wie beispielsweise das Schließen von Filialen und die Aufgabe von Eigenständigkeit", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling am Dienstag laut Redetext auf einer Banken-Konferenz der "Börsen-Zeitung" in Frankfurt.

Seit Juni 2014 müssen Geschäftsbanken im Euroraum Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank parken. Zurzeit liegt dieser Einlagenzins bei minus 0,5 Prozent. Seit einiger Zeit gewährt die Notenbank Freibeträge für bestimmte Summen, um die Institute zu entlasten. Etliche Geldhäuser geben die Kosten für die Negativzinsen an ihre Kunden weiter. In den vergangenen Monaten haben mehrere Institute die Freibeträge für Kunden gesenkt.

Um Kosten zu senken, haben etliche Institute ihr Zweigstellennetz bereits erheblich ausgedünnt. Denn immer mehr Kundinnen und Kunden nutzen digitale Kanäle für Bankgeschäfte.

Das bestätigt auch eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Darin gaben zwar 46 Prozent der Befragten an, sie suchten mindestens einmal im Monat die Filiale ihrer Hauptbank auf. Aber nur knapp ein Viertel hat dabei persönlichen Kontakt am Bankschalter.

Der Trend geht zum Online-Banking. Sechs von zehn Erwachsenen in Deutschland nutzen der Erhebung zufolge Online-Banking oder mobile Zugänge etwa über das Smartphone, um zumindest einen Teil ihrer Bankgeschäfte zu erledigen. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) nutzt solche Kanäle mehrmals in der Woche oder gar mehrmals täglich.

Der Abschied von der Filialwelt sei "nicht mehr zu leugnen", befand Bundesbank-Vorstand Wuermeling. "Digitale, niedrigschwellige Informationen und Angebote werden immer wichtiger." In der Tat: Die Filiale verliert zunehmend an Bedeutung. Während nach BdB-Angaben 2014 noch 27 Prozent der Menschen angaben, einmal pro Woche ihre Bank zu besuchen, sagen dies jetzt nur noch 13 Prozent.

"Die Pandemie hat dem Online-Banking einen regelrechten Schub versetzt", stellte BdB-Hauptgeschäftsführer Andreas Krautscheid fest. "Jeder Zweite besucht seine Bankfiliale inzwischen seltener als einmal im Monat. Dieser Trend wird anhalten. Wer erfahren hat, wie komfortabel sich Bankgeschäfte digital erledigen lassen, wird dabei auch bleiben."

Branchenvertreter betonen immer wieder, dass dennoch niemand auf persönliche Beratung verzichten müsse. "Banken bieten diese schließlich nicht nur in der Filiale, sondern auch telefonisch oder per Video an. Und natürlich wird es auch künftig - gerade bei komplexeren Bankgeschäften - die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt geben", bekräftigte Krautscheid.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Software AG punktet weiter bei Datenbanken - Senkt Ausblick für Digitalgeschäft. Am späten Montagabend senkte das MDax -Unternehmen überraschend die Aussichten für die erklärte Wachstumssparte, nachdem im dritten Quartal weniger Aufträge für die Software eingingen als erwartet. Die Darmstädter gehen nun im Gesamtjahr von einem währungsbereinigten Anstieg der Auftragseingänge von 13 bis 17 Prozent in dem Bereich aus. Bisher waren 15 bis 25 Prozent Plus angepeilt. Dafür hellten sich die Pläne für das Datenbankgeschäft weiter auf - was dank der Margenstärke des Geschäfts auch die Profitabilität insgesamt im laufenden Jahr etwas besser ausfallen lässt. DARMSTADT - Die Software AG kann weiter auf ihre angestammte Datenbanksparte zählen - lässt beim wichtigen Digitalgeschäft mit Integrationssoftware aber nach wie vor zu Wünschen übrig. (Boerse, 19.10.2021 - 00:24) weiterlesen...

Apple will mit neuen M1-Chips PC-Markt aufrollen. Die am Montag in einem Videostream vorgestellten M1 Pro und M1 Max sind stark verbesserte Versionen des M1-Chips, den Apple vor einem Jahr vorgestellt hatte. Sie bilden künftig das Herzstück der neuen MacBook-Pro-Modelle. CUPERTINO - Apple hat zwei neue Hochleistungs-Chipsysteme angekündigt, mit denen der Konzern seine Abkehr von Intel -Prozessoren beschleunigen will. (Boerse, 18.10.2021 - 21:11) weiterlesen...

Reiseportal in Frankreich zu Millionenstrafe verurteilt. Konkret ging es darum, dass das Portal der Stadt Paris zu spät mitgeteilt hatte, wie viele Tage Unterkünfte vermietet waren. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Montag. PARIS - Wegen Verstößen gegen die französische Tourismusordnung hat ein Pariser Gericht das Reiseportal Booking.com zu einer Strafe von 1,2 Millionen Euro verurteilt. (Boerse, 18.10.2021 - 19:04) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Zwischenlagerung von Atommüll sorgt für offene Fragen. Der ehemalige Leiter der Entsorgungskommission des Bundes, Michael Sailer, warnte am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur vor einer Lücke, die bei der Entsorgung hoch radioaktiver Abfälle entstehen könnte, wenn Genehmigungen für Zwischenlager zu früh ausliefen. BERLIN - Die Entsorgung radioaktiver Abfälle in Deutschland sorgt für Diskussionsstoff. (Boerse, 18.10.2021 - 18:21) weiterlesen...

Axel Springer entbindet 'Bild'-Chefredakteur Reichelt von Aufgaben. Das teilte das Unternehmen am Montag in Berlin mit. BERLIN - Der Medienkonzern Axel Springer hat mit sofortiger Wirkung "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt von seinen Aufgaben entbunden. (Boerse, 18.10.2021 - 18:20) weiterlesen...

Lavastrom auf La Palma zerstört Bananenplantagen und verlangsamt sich. Der Strom habe sich deutlich verlangsamt und bewege sich am Rande des Berges La Laguna im Süden La Palmas nur noch mit einer Geschwindigkeit von zwei Metern pro Stunde vorwärts, berichtete der TV-Sender RTVE unter Berufung auf die zuständigen Behörden der spanischen Atlantik-Insel vor der Westküste Afrikas. Die 1270 Grad heiße Masse sei noch 160 Meter vom Meer entfernt. Sie habe am Montag erneut Bananenplantagen zerstört, wurde die Regionalchefin des Geographischen Instituts IGN, María José Blanco, in der Zeitung "El Mundo" zitiert. LA PALMA - Ein zweiter Lavastrom wird auf der kanarischen Vulkaninsel La Palma entgegen ersten Voraussagen am Montag wohl noch nicht das Meer erreichen. (Boerse, 18.10.2021 - 18:05) weiterlesen...